Liste de souhaits

Reiseapotheke

10 Must‑haves für sichere Reisen

Viele Urlaubspannen beginnen harmlos: ein Mückenstich, ein Sonnenbrand oder Magenprobleme. Doch ohne die passende Ausstattung können sie den ganzen Urlaub verderben. Eine gut durchdachte Reiseapotheke hilft dabei, kleine Beschwerden selbst zu behandeln, und gibt Ihnen die Freiheit, spontan zu bleiben, ohne dass Sie einen Arzt konsultieren müssen. Wie packen Sie klug, um für gängige Zwischenfälle gerüstet zu sein?
  • Stellen Sie Ihre Basis-Medikamente gezielt zusammen

Packen Sie Schmerz- und Fiebermittel (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol), Mittel gegen Übelkeit (z. B. Dimenhydrinat in Form von Tabletten und ggf. Zäpfchen) sowie Präparate gegen Durchfall und Verstopfung ein. Vergessen Sie auch ein Antihistaminikum für allergische Reaktionen sowie bei Schnupfen passende Nasensprays oder Halstabletten nicht.

  • Wundversorgung und Hygieneartikel

Packen Sie Desinfektionsmittel (z. B. Povidon-Jod), alkoholische Desinfektionstücher, Mullbinden, Kompressen, wasserfeste Pflaster, eine Schere und Einmalhandschuhe ein. Ergänzen Sie das Set durch antiseptische Wund- und Heilsalben (z. B. Bepanthen) sowie Wundreinigungstücher für das Handgepäck.

  • Sonnenschutz und Insektenschutz nicht vergessen

Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 sowie ein Insektenschutzmittel mit DEET oder Icaridin gehören ins Gepäck. Beachten Sie dabei besondere Hinweise für Kinder und Schwangere und wählen Sie geeignete Produkte für Ihr Reiseziel aus.

  • Spezielle Zusammenstellung für Kinder

Für Babys und Kleinkinder sollten Sie Fieberzäpfchen, altersgerechte abschwellende Nasentropfen, Kümmel- bzw. Carminativzäpfchen bei Bauchschmerzen, Fencheltee, Zink- oder Wundcremes und ein digitales Fieberthermometer mitnehmen. Kindgerechte Pflaster oder Silikon-Haftpflaster sowie kühlende Gels gegen Insektenstiche erhöhen die Akzeptanz und Wirksamkeit.

  • Regeln bei Flugreisen beachten

Flüssige Medikamente im Handgepäck sind auf Behälter bis 100 ml beschränkt und müssen in einem transparenten Beutel (max. 1 l) transportiert werden, Tabletten sind ausgenommen. Für lebenswichtige verschreibungspflichtige Mittel (z. B. Insulin, Inhalatoren) lassen Sie sich eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache ausstellen und führen diese mit.

  • Richtige Lagerung unterwegs

Bewahren Sie Arzneimittel nach Möglichkeit in der Originalverpackung auf und schützen Sie diese vor direkter Sonneneinstrahlung. Die meisten Tabletten sind bei Raumtemperatur (ca. 15-25 °C) stabil. Kühlpflichtige Präparate (2-8 °C) benötigen eine spezielle Kühltasche. Glasfläschchen können mit Luftpolsterfolie gesichert werden.

  • Persönliche und chronische Medikamente stets dabeihaben

Ihre regelmässig benötigten Medikamente (z. B. Insulin, Herzmedikamente, Augentropfen, Blutverdünner) dürfen nicht fehlen. Legen Sie einen Reservevorrat für mögliche Flugverspätungen ins Handgepäck und führen Sie Informationen über Wirkstoff und Dosierung mit.

  • Haltbarkeit und Zustand prüfen

Kontrollieren Sie die Verfallsdaten vor dem Packen und verwenden Sie keine abgelaufenen Präparate. Achten Sie auf Auffälligkeiten wie Verfärbungen, Trübungen oder aufgeblähte Verpackungen, denn solche Anzeichen deuten auf einen Qualitätsverlust hin.

  • Reiseziele und Aktivitäten berücksichtigen

Passen Sie den Inhalt Ihrer Reiseapotheke an das Reiseziel und Ihre Aktivitäten an. Informieren Sie sich über notwendige Impfungen und Reisemedizin (z. B. Malariaprophylaxe) und ergänzen Sie bei Sportreisen Salben gegen Verstauchungen und Muskelkater oder bei Tauchgängen geeignete Ohrentropfen.

  • Nützliche Instrumente und Dokumente

Führen Sie Werkzeuge wie Zecken- und Splitterzangen sowie Zeckenkarten mit sich, ebenso Ihren Impfpass und gegebenenfalls einen Allergiepass. Verhütungsmittel wie die Pille oder Kondome gehören ebenfalls zur persönlichen Reiseausstattung.

editorial.facts

  • Eine eigene Reiseapotheke spart Zeit und Ärger, da sie lange Suche nach einer Apotheke verhindert und Missverständnisse reduziert, wenn Sie Ihre Symptome nicht in der Landessprache erklären können.
  • Verlassen Sie sich nicht auf das Angebot vor Ort, denn Medikamente sind international oft in anderen Dosierungen oder gar nicht verfügbar.
  • Etwa jeder fünfte Urlauber ist von Durchfall betroffen, daher sollten Mittel dagegen zur Grundausstattung Ihrer Reiseapotheke gehören.
  • Viele Länder verlangen Nachweise für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Lassen Sie sich dafür am besten eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache ausstellen.