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Anthocyane

10 Anwendungen natürlicher Farbquellen

Anthocyane sind die geheimnisvollen Pigmente, die Blüten, Beeren, Blättern und Früchten ihre leuchtend roten, violetten oder blauen Farben verleihen. Sie wirken als natürliche Schutzschilde gegen UV-Strahlung, Kälte und Fressfeinde, beeinflussen die Anlockung von Bestäubern und könnten ernährungsmedizinisch bedeutsam sein. Doch welche überraschenden Fähigkeiten verbergen sie wirklich?
  • Achten Sie auf die Farbtiefe

Wählen Sie bewusst tiefrote, violette und blaue Obst- und Gemüsesorten aus. Die intensive Farbe ist nämlich oft ein verlässlicher Hinweis auf einen hohen Anthocyangehalt. Diese einfache Einkaufshilfe erspart Ihnen das Studieren von Nährwerttabellen.

  • Beeren-Shakes als Alltagstrick

Bereiten Sie schnell einen Shake aus Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Aronia oder Kirschen mit Mandel-, Soja-, Reis- oder Hafermilch zu. Das ist praktisch für unterwegs und lässt sich leicht variieren. So integrieren Sie regelmässig anthocyanreiche Lebensmittel in Ihre Ernährung.

  • Rotkohl vielseitig nutzen

Essen Sie Rotkohl als Rohsalat, gedünstet, gepresst (z. B. mit Apfel und Ingwer) oder milchsauer fermentiert – jede Variante liefert Anthocyane und andere Pflanzenstoffe. Besonders die fermentierte Form kombiniert Anthocyane mit probiotischen Vorteilen.

  • Aroniasaft als schneller Ersatz

Wenn es schnell gehen muss, trinken Sie ein kleines Glas Aroniasaft (z. B. 200 ml). Aronia gehört zu den Spitzenreitern bei Anthocyanen und eignet sich daher als praktische Tagesration. Bei Bedarf können Sie den Saft mit Orangensaft mischen, um ihn milder zu machen.

  • Schwarze Körner einbauen

Nutzen Sie schwarzen Reis als Beilage oder Basis für Bowls und Salate. Er liefert Anthocyane, Ballaststoffe und Mineralien und erweitert die Vielfalt Ihrer Getreideauswahl.

  • Greifen Sie zu violettem Gemüse 

Violetter Blumenkohl, violetter Mais oder junge violette Auberginen inklusive Schale sind eine gute Wahl. Diese Sorten enthalten oft mehr Anthocyane als ihre hellen Pendants und bringen Abwechslung auf den Teller.

  • Holunder nur verarbeitet verzehren

Verzehren Sie Holunderbeeren am besten in Form von Sirupen, Säften oder verarbeiteten Produkten, da rohe Holunderbeeren unverträglich oder giftig sein können. So nutzen Sie die hohe Anthocyankonzentration sicher.

  • Kombinationen für ein breiteres Nährstoffspektrum

Kombinieren Sie anthocyanreiche Beilagen mit anderen pflanzlichen Nährstoffquellen, beispielsweise Süsskartoffelnocken mit Rotkohlsalat, um Anthocyane und Carotinoide gemeinsam aufzunehmen. Solche Kombinationen erweitern die gesundheitlichen Vorteile durch die unterschiedlichen Pflanzenstoffe.

  • Dekoration mit essbaren Blüten

Verwenden Sie zur Garnitur essbare, anthocyanreiche Blüten wie Stiefmütterchen, Malven oder Schnittlauchblüten. Sie verschönern nicht nur die Speisen, sondern liefern auch zusätzliche Pflanzenstoffe. Achten Sie auf biologische Herkunft und Unbedenklichkeit.

  • Ergänzungsmittel gezielt einsetzen

Wenn Sie selten anthocyanreiche Lebensmittel essen, können standardisierte Extrakte in Form von Kapseln, Tabletten oder Pulver eine Option sein. Achten Sie dabei auf geprüfte Qualität und eine klare Herkunft.

editorial.facts

  • Die Tönung von Anthocyanen verrät den pH-Zustand, denn sie zeigt eine Verfärbung, die von der Säuremenge abhängt. So ist ein Farbwechsel von rot zu violett oder von violett zu bläulich möglich, je nachdem, ob der pH-Wert sauer, neutral oder alkalisch ist. Deshalb ändert Rotkohl seine Farbe, wenn man Essig oder Backpulver hinzufügt.
  • Die Anthocyangruppe ist gross – rund 250 verschiedene Verbindungen wurden beschrieben, was zur breiten Farb- und Wirkstoffpalette beiträgt.
  • Wie viele Anthocyane eine Pflanze bildet, hängt von der Art bzw. Sorte, dem Entwicklungsstadium sowie von äusseren Faktoren wie Licht, Temperatur, Wasser und Bodenqualität ab. Stress kann die Produktion zusätzlich ankurbeln.
  • Für Anthocyane existiert keine offizielle Tagesempfehlung. Experten empfehlen jedoch, regelmässig anthocyanreiche Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren.