Wunschliste

L-Glutamin

10 Geheimwaffen für eine schnelle Regeneration

L-Glutamin ist eine Aminosäure, die natürlicherweise im Körper vorkommt und zunehmend in Nahrungsergänzungsmitteln sowie Pflegeprodukten enthalten ist. Aufgrund ihrer positiven Wirkung auf Regeneration, Darmbalance und Zellschutz ist sie sowohl für Sportler:innen als auch für Personen, die sich für Haut und Beauty interessieren, spannend. Doch was genau kann L-Glutamin für Ihre Gesundheit und Ausstrahlung bewirken?
  • Vorkommen in Lebensmitteln

Glutamin steckt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Proteinen – z. B. Eier, Milchprodukte (Quark, Hüttenkäse, Joghurt), Rind, Pute, Wild, Kabeljau, Lachs, Soja, Erdnüsse, Weizen, Mais, Reis, Spirulina und Hülsenfrüchte (Linsen, Limabohnen).

  • Unterschiedliche Dosierungsempfehlungen

Je nach Zweck werden unterschiedliche Zielwerte genannt: Mediziner sprechen von etwa 3-6 g pro Tag, andere Quellen empfehlen 5-10 g pro Tag. Bei speziellen Belastungen oder Problemen werden sogar bis zu 20 g pro Tag beschrieben, allgemeine Empfehlungen reichen von 2 bis 12 g pro Tag. 

  • Tipps für Veganer und Vegetarier

Als Veganer können Sie sich auf Weizenprodukte, Sojaprodukte, Linsen und andere Hülsenfrüchte konzentrieren, um den Glutaminbedarf zu decken. Kombinieren Sie verschiedene pflanzliche Proteine, um die Verwertbarkeit zu verbessern (z. B. Vollkornbrot + Linsen).

  • Beste Einnahmezeit und -weise

Die Aufnahme kann besser sein, wenn Sie Glutamin auf nüchternen Magen einnehmen, beispielsweise morgens oder 30 Minuten vor einer Mahlzeit, damit es nicht mit anderen Aminosäuren konkurriert. Verteilen Sie die Tagesdosis auf mehrere Portionen, um gleichmässige Spiegel zu halten.

  • Hitzeempfindlichkeit beachten

Glutamin ist hitzeempfindlich; rühren Sie Pulver nicht in heisse Getränke. Lösen Sie das Pulver stattdessen in lauwarmem oder kaltem Wasser oder verwenden Sie Kapseln.

  • Pulver vs. Kapseln — Vor‑ und Nachteile

Pulver erlaubt flexible, einfache Dosierung und ist praktisch bei höheren Mengen; Kapseln sind sauberer, vordosiert und praktisch, wenn Sie kleinere Mengen möchten. Wählen Sie nach Ihrem Bedarf: bei hohen Dosen ist Pulver oft bequemer.

  • Wann Sie Rücksprache halten sollten

Bei Einnahme von Antibiotika, Magensäurehemmern, der Anti‑Baby‑Pille, bei chronischen Erkrankungen, nach Operationen oder bei starkem physischem/psychischem Stress sollten Sie die Supplementierung mit Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker besprechen.

  • Synergien mit anderen Nährstoffen

Glutamin unterstützt die Glutathion‑Synthese besser in Kombination mit Cystein, Glycin und Vitamin B6. Zudem ergänzen Vitamin C (für das Immunsystem) und Omega‑3‑Fettsäuren die schützende Wirkung von Glutamin für Immunsystem und Gefässe.

  • Nahrungsergänzung ist kein Ersatz für ausgewogene Ernährung

Ergänzungen können erhöhten Bedarf ausgleichen, sollten aber nicht die Grundlage einer proteinreichen, ausgewogenen Ernährung ersetzen. Bevorzugen Sie möglichst Lebensmittel als erste Quelle und nutzen Sie Supplemente gezielt.

  • Praktische Anwendungshinweise zur Verträglichkeit

Beginnen Sie mit niedrigen Dosen und steigern Sie nur langsam, beobachten Sie mögliche Unverträglichkeiten und vermeiden Sie, Glutamin direkt in sehr proteinreichen Mahlzeiten einzunehmen. Bei Unsicherheit oder Nebenwirkungen suchen Sie ärztlichen Rat.

editorial.facts

  • L-Glutamin ist keine reine Zutat aus der Nahrung, da Ihr Körper sie selbst herstellt und mehr von dieser freien Aminosäure im Blut vorhält als von allen anderen zusammen.
  • In Phasen wie Krankheit, starkem Stress oder intensivem Training reicht die körpereigene Produktion manchmal nicht aus, sodass eine zusätzliche Zufuhr sinnvoll sein kann.
  • Etwa ein Fünftel aller freien Aminosäuren im Plasma entfällt auf Glutamin. Dieser Wert kann sich bei Belastung verändern und ist somit diagnostisch relevant.
  • Nach sehr intensiven Trainingseinheiten kann der Glutaminspiegel um bis zu 50 % sinken, was eine mögliche Ursache für vorübergehende Muskelschwäche nach Belastung sein kann.