Vorkommen in Lebensmitteln
Glutamin steckt sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Proteinen – z. B. Eier, Milchprodukte (Quark, Hüttenkäse, Joghurt), Rind, Pute, Wild, Kabeljau, Lachs, Soja, Erdnüsse, Weizen, Mais, Reis, Spirulina und Hülsenfrüchte (Linsen, Limabohnen).
Unterschiedliche Dosierungsempfehlungen
Je nach Zweck werden unterschiedliche Zielwerte genannt: Mediziner sprechen von etwa 3-6 g pro Tag, andere Quellen empfehlen 5-10 g pro Tag. Bei speziellen Belastungen oder Problemen werden sogar bis zu 20 g pro Tag beschrieben, allgemeine Empfehlungen reichen von 2 bis 12 g pro Tag.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Als Veganer können Sie sich auf Weizenprodukte, Sojaprodukte, Linsen und andere Hülsenfrüchte konzentrieren, um den Glutaminbedarf zu decken. Kombinieren Sie verschiedene pflanzliche Proteine, um die Verwertbarkeit zu verbessern (z. B. Vollkornbrot + Linsen).
Beste Einnahmezeit und -weise
Die Aufnahme kann besser sein, wenn Sie Glutamin auf nüchternen Magen einnehmen, beispielsweise morgens oder 30 Minuten vor einer Mahlzeit, damit es nicht mit anderen Aminosäuren konkurriert. Verteilen Sie die Tagesdosis auf mehrere Portionen, um gleichmässige Spiegel zu halten.
Hitzeempfindlichkeit beachten
Glutamin ist hitzeempfindlich; rühren Sie Pulver nicht in heisse Getränke. Lösen Sie das Pulver stattdessen in lauwarmem oder kaltem Wasser oder verwenden Sie Kapseln.
Pulver vs. Kapseln — Vor‑ und Nachteile
Pulver erlaubt flexible, einfache Dosierung und ist praktisch bei höheren Mengen; Kapseln sind sauberer, vordosiert und praktisch, wenn Sie kleinere Mengen möchten. Wählen Sie nach Ihrem Bedarf: bei hohen Dosen ist Pulver oft bequemer.
Wann Sie Rücksprache halten sollten
Bei Einnahme von Antibiotika, Magensäurehemmern, der Anti‑Baby‑Pille, bei chronischen Erkrankungen, nach Operationen oder bei starkem physischem/psychischem Stress sollten Sie die Supplementierung mit Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker besprechen.
Synergien mit anderen Nährstoffen
Glutamin unterstützt die Glutathion‑Synthese besser in Kombination mit Cystein, Glycin und Vitamin B6. Zudem ergänzen Vitamin C (für das Immunsystem) und Omega‑3‑Fettsäuren die schützende Wirkung von Glutamin für Immunsystem und Gefässe.
Nahrungsergänzung ist kein Ersatz für ausgewogene Ernährung
Ergänzungen können erhöhten Bedarf ausgleichen, sollten aber nicht die Grundlage einer proteinreichen, ausgewogenen Ernährung ersetzen. Bevorzugen Sie möglichst Lebensmittel als erste Quelle und nutzen Sie Supplemente gezielt.
Beginnen Sie mit niedrigen Dosen und steigern Sie nur langsam, beobachten Sie mögliche Unverträglichkeiten und vermeiden Sie, Glutamin direkt in sehr proteinreichen Mahlzeiten einzunehmen. Bei Unsicherheit oder Nebenwirkungen suchen Sie ärztlichen Rat.


