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Borreliose

10 Sofortmassnahmen nach einem Zeckenbiss

Ein unbemerkter Zeckenstich nach einem Waldspaziergang kann ausreichen, damit sich Borreliose schleichend bemerkbar macht – von Hautrötungen bis zu diffusen Beschwerden, die leicht fehlinterpretiert werden. Informiertes Verhalten, die richtige Entfernung von Zecken und gezielte Vorsorge sind daher entscheidend. Doch worauf sollten Sie jetzt gezielt achten?
  • Kann Borreliose geheilt werden?

In der Regel lässt sich Borreliose erfolgreich mit Antibiotika behandeln. Je früher die Infektion erkannt wird, desto grösser sind die Chancen auf eine vollständige Genesung. Selbst bei Beteiligung von Gehirn oder Nervensystem bestehen gute Heilungsaussichten.

  • Antibiotika-Standard und Therapiedauer

Im Frühstadium wird bei Erwachsenen häufig Doxycyclin und bei Kindern Amoxicillin über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen eingesetzt. Bei Beteiligung innerer Organe oder des Nervensystems kann eine intravenöse Gabe von Ceftriaxon nötig sein.

  • Zeitfenster der Übertragung beachten

Eine Übertragung der Bakterien ist meist erst nach mehreren Stunden Blutmahlzeit der Zecke möglich. Je schneller Sie eine Zecke entfernen, desto geringer ist das Infektionsrisiko.

  • So entfernen Sie Zecken richtig

Entfernen Sie Zecken umgehend mit einer feinen Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange. Greifen Sie möglichst nah an der Haut und ziehen Sie die Zecke gerade und gleichmässig heraus, ohne zu quetschen.

  • Verwenden Sie keine Hausmittel

Verzichten Sie darauf, Klebstoff, Öl oder Nagellackentferner zur Abtötung oder Entfernung der Zecke zu verwenden, da solche Mittel die Übertragungsgefahr erhöhen oder den Zustand der Zecke verändern können.

  • Achten Sie auf typische Stellen

Suchen Sie Ihren Körper nach Aufenthalten draussen gezielt ab: Kniekehlen, Bauch, Brust, Achseln, Leistengegend sowie bei Kindern Kopf und Nacken – dort setzen sich Zecken gerne fest.

  • Duschen als einfache Vorsorgemassnahme

Duschen Sie am Abend nach dem Aufenthalt in der Natur. So lassen sich Zecken, die noch nicht gestochen haben, oft einfach abspülen und früh erkennen.

  • Kleidung und Praktikabilität

Tragen Sie am besten geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen, die Sie über die Socken ziehen. Wählen Sie helle Farben, damit Sie Zecken schneller sehen und ihnen das Festbeissen erschweren.

  • Wege statt Unterholz – konkrete Verhaltensweisen

Meiden Sie hohes Gras und dichtes Unterholz. Nutzen Sie beim Waldspaziergang befestigte Wege und bleiben Sie besonders an Waldrändern, Wiesen und im Garten aufmerksam.

  • Repellentien gezielt einsetzen

Setzen Sie gut getestete Insektenabwehrmittel, die auch gegen Zecken wirken, ein. Lesen Sie die Anwendungshinweise zur Wiederauftragung und zur geeigneten Formulierung für Kinder und Erwachsene.

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