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Refluxkrankheit

Wenn die Magensäure brennt: 10 Wege aus der Reflux-Falle

Stechendes Sodbrennen, Druck im Brustbereich oder ein saurer Geschmack im Mund? Die Refluxkrankheit kann den Alltag stark belasten. Doch mit der richtigen Ernährung, kleinen Gewohnheitsänderungen und gezielten Massnahmen lassen sich die Beschwerden oft deutlich lindern. Hier erfahren Sie, was wirklich hilft.
  • Ärztliche Abklärung bei schweren Beschwerden

Wenn Ihre Refluxsymptome mit Schluckbeschwerden, ungewolltem Gewichtsverlust, blutigem Erbrechen oder schwarz gefärbtem Stuhl einhergehen, suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf. Nur eine genaue Diagnose kann Komplikationen wie eine erosive Speiseröhrenentzündung oder einen Barrett-Ösophagus ausschliessen und eine passende Therapie ermöglichen.

  • Medikamente gezielt einsetzen

Zur Behandlung von Reflux stehen verschiedene Wirkstoffgruppen zur Verfügung: Antazida neutralisieren kurzfristig die Magensäure, Alginate bilden eine Schutzschicht im Magen und verlangsamen den Rückfluss. H2-Rezeptorantagonisten und Protonenpumpenhemmer reduzieren die Magensäureproduktion und gelten bei stärkeren Beschwerden als die wirksamsten Optionen.

  • Reflux auslösende Lebensmittel meiden

Verzichten Sie möglichst auf Kaffee, fettige Speisen, süsse Leckereien, Alkohol, Nikotin und koffeinhaltige Getränke. Diese Nahrungsmittel können die Magenschleimhaut reizen, die Säureproduktion steigern oder den Schliessmuskel der Speiseröhre schwächen und dadurch Refluxbeschwerden verstärken.

  • Wählen Sie Lebensmittel, die Reflux lindern

Gönnen Sie sich Lebensmittel, die überschüssige Magensäure binden, wie zum Beispiel Haferflocken, Mandeln, Kartoffeln, Bananen oder Vollkornbrot. Proteinreiche Speisen können ausserdem die Muskelspannung des Magenschliessmuskels verbessern und so den Rückfluss reduzieren.

  • Übergewicht abbauen

Ein paar Pfunde zu viel erhöhen den Druck im Bauchraum und begünstigen so den Rückfluss von Magensäure. Wenn Sie übergewichtig sind, versuchen Sie, durch gesunde Ernährung und Bewegung abzunehmen – das kann Ihre Refluxbeschwerden spürbar verringern.

  • Kopfende im Bett erhöhen

Bei nächtlichem Reflux ist es wichtig, das Kopfende um 10–15 cm zu erhöhen, z. B. durch einen Keil unter der Matratze oder das Anheben der Bettfüsse. Kissen allein reichen oft nicht aus. Viele Betroffene finden auch Erleichterung, wenn sie bevorzugt auf der linken Seite schlafen.

  • Auf auslösende Getränke und Speisen achten

Kohlensäurehaltige Getränke, Pfefferminze, Schokolade sowie scharfe oder fettige Speisen können Reflux verstärken. Testen Sie Ihre individuelle Verträglichkeit und meiden Sie diese Auslöser konsequent.

  • Zeitfenster vor dem Schlafengehen beachten

Verzichten Sie in den letzten zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen auf Essen. Falls notwendig, wählen Sie kleine, leicht verdauliche Speisen, um nächtlichen Reflux zu vermeiden.

  • Eng anliegende Kleidung vermeiden

Eng anliegende Kleidung, besonders im Bauchbereich, erhöht den Druck auf den Magen und kann die Wahrscheinlichkeit von Reflux erhöhen. Tragen Sie daher lockere, bequeme Kleidung.

  • Bauchatmung und Zwerchfellübungen praktizieren

Gezielte Atemübungen können helfen, den Zwerchfellmuskel zu entspannen und den Druck auf den Magenschliessmuskel zu reduzieren. So lassen sich Refluxbeschwerden oft spürbar lindern. Regelmässiges Training stärkt zudem die Muskulatur rund um den Magen.

editorial.facts

  • Bei der Refluxkrankheit fliesst saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurück. Dies kann ein brennendes Gefühl verursachen, das sich von der Bauchmitte bis in den Hals ziehen kann. Dies ist ein Hinweis darauf, dass sowohl Magen als auch Speiseröhre betroffen sind.
  • Reflux äussert sich nicht nur durch klassisches Sodbrennen, sondern kann auch Schluckprobleme, Heiserkeit oder sogar Zahnprobleme verursachen.
  • Etwa zehn Prozent der Menschen sind betroffen. Reflux ist keine Alterskrankheit und kann sogar bei Babys und Jugendlichen auftreten, wenn der Speiseröhrenschliessmuskel noch nicht vollständig ausgebildet ist.
  • Manche Betroffene spüren keinen typischen Reflux, obwohl saurer Mageninhalt bis in den Rachen oder die Nase aufsteigt („stiller Reflux“). Dies kann zu unklaren Beschwerden im Mund- und Rachenraum führen.