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Tinnitus

10 Tipps, die Ihren Tinnitus in den Hintergrund rücken lassen

Ein leises Summen, ein ständiges Klingeln – Tinnitus kann uns jederzeit überraschen und unseren Alltag durcheinanderbringen. Viele Betroffene suchen nach Möglichkeiten, die quälenden Geräusche zu lindern und wieder mehr Ruhe zu finden. Doch welche Methoden sind wirklich effektiv und wie kann man dem Tinnitus gezielt entgegenwirken?
  • Lassen Sie zunächst eine umfassende ärztliche Untersuchung durchführen

Bei Tinnitus ist es ratsam, sich von einem HNO-Arzt gründlich untersuchen zu lassen. Neben der Untersuchung von Hals, Nase, Rachen und Ohren gehören auch Hörtests und Gleichgewichtsprüfungen dazu. Mithilfe spezieller Verfahren wie dem Tympanogramm oder dem Stapediusreflex-Test kann die genaue Ursache im Hörsystem ermittelt werden.

  • Akuten Tinnitus schnell behandeln lassen

Bei plötzlich auftretendem Tinnitus, insbesondere wenn ein Hörverlust hinzukommt, ist eine rasche Therapie entscheidend. Infusionen zur Verbesserung der Durchblutung und entzündungshemmende Medikamente können das Innenohr unterstützen.

  • Ursachenorientierte Therapie bei objektivem Tinnitus

Wenn der Tinnitus eine messbare Ursache hat, zum Beispiel muskuläre Störungen oder Durchblutungsprobleme, erfolgt die Behandlung gezielt. Spezielle Medikamente gegen Muskelkrämpfe oder die Korrektur von Blockaden an der Halswirbelsäule oder am Kiefer können die Ohrgeräusche lindern.

  • Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) nutzen

Bei der TRT wird eine Beratung mit dem Einsatz eines Noiser-Geräts kombiniert. Das Noiser-Gerät erzeugt sanfte Geräusche und trainiert das Gehirn, den Tinnitus zu ignorieren. Das Gerät sollte über Monate hinweg regelmässig getragen werden. Viele Patienten erleben so eine deutliche Verringerung der Ohrgeräusche oder lernen, besser mit ihnen umzugehen.

  • Ohrgeräusche nicht zum Mittelpunkt machen

Vermeiden Sie es, sich ständig auf den Tinnitus zu konzentrieren. Beschäftigen Sie sich stattdessen mit Hobbys oder Aktivitäten, die Ihre Aufmerksamkeit ablenken und Ihnen Freude bereiten. So beugen Sie einem Teufelskreis aus Stress und verstärkter Wahrnehmung der Geräusche vor.

  • Für sichere Ruhe mit Umgebungsgeräuschen sorgen

In absoluter Stille wirken Tinnitus-Geräusche besonders störend. Nutzen Sie deshalb sanfte Hintergrundgeräusche wie leise Musik, Naturklänge oder einen Zimmerbrunnen, um Ihr Ohr zu entlasten. Das kann Ihnen auch beim Einschlafen helfen.

  • Schutz vor lauten Geräuschen verwenden

Tragen Sie bei Lärm am Arbeitsplatz oder bei Konzerten einen Gehörschutz. Auch beim Musikhören über Kopfhörer sollten Sie die Lautstärke moderat einstellen, da eine Überlastung der Ohren den Tinnitus verschlimmern kann.

  • Vermeiden Sie Stress und bauen Sie ihn ab

Stress kann Tinnitus verstärken. Gönnen Sie sich deshalb regelmässig Ruhepausen und nutzen Sie Entspannungstechniken wie Yoga oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Körperliche Bewegung, beispielsweise Spaziergänge, trägt ebenfalls zum Stressabbau bei und verbessert Ihr Wohlbefinden.

  • Lassen Sie Muskelverspannungen behandeln

Verspannte Muskeln im Bereich der Halswirbelsäule und des Kiefers können die Durchblutung des Innenohrs beeinflussen und den Tinnitus verstärken. Professionelle Massagen, Lymphdrainagen und Krankengymnastik können Blockaden lösen und die Ohrgeräusche lindern.

  • Überprüfen Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten

Verzichten Sie auf Alkohol, Koffein und andere Genussmittel, da diese die Blutzirkulation beeinträchtigen können. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Gesundheit Ihres Körpers und kann einer Verschlimmerung des Tinnitus vorbeugen.

editorial.facts

  • Tinnitus äussert sich durch innere Ohrgeräusche wie Pfeifen oder Klingeln, die nicht von aussen kommen, sondern durch Prozesse im Körper selbst entstehen, häufig durch Störungen im Innenohr.
  • Auch das Gehirn spielt eine Rolle: Es interpretiert nervale Signale und kann durch Fehlfunktionen Töne wahrnehmen, obwohl keine Schallquelle vorhanden ist – so entsteht für Betroffene oft ein Phantomklang.
  • Tinnitus kann akut auftreten und meist innerhalb von drei Monaten wieder verschwinden. Er kann aber auch chronisch werden und dauerhaft bestehen bleiben. Letzteres kann das Wohlbefinden stark beeinträchtigen.
  • Am häufigsten tritt der subjektive Tinnitus auf, der nur für die betroffene Person hörbar ist. Seltene Fälle von objektivem Tinnitus können auch von Dritten gehört oder gemessen werden, etwa wenn der Blutfluss im Ohr die Ursache ist.