Bewusste Kalorien- und Eiweisszufuhr
In der Schwangerschaft steigt Ihr Energiebedarf um etwa 200-300 kcal. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie mehr naschen sollen, sondern dass Sie sich bewusst nährstoffreicher ernähren sollten. Achten Sie auf eine erhöhte Eiweisszufuhr aus pflanzlichen und tierischen Quellen, zum Beispiel aus Nüssen, Milchprodukten und gut gegartem Fleisch.
Vitamin-D-Status prüfen und gegebenenfalls ergänzen
Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel im Blut kontrollieren. Wenn Sie sich selten im Freien aufhalten oder ein Mangel festgestellt wird, kann eine tägliche Gabe von 20 µg Vitamin D sinnvoll sein.
Umgang mit Heisshunger und Appetitlosigkeit
Bei Heisshunger sollten Sie zu Obst, Gemüse, Nüssen oder Vollkorn-Knäckebrot greifen, statt zu Süssem, da dies den Blutzuckerspiegel stabilisiert. Bei Appetitlosigkeit sollten Sie mehrere kleine Portionen essen, abwechslungsreich würzen und bei deutlichem Gewichtsverlust einen Arzt konsultieren.
Lebensmittelhygiene beachten
Vermeiden Sie Innereien und essen Sie Fleisch und Milchprodukte nur gut gegart bzw. erhitzt. Rohmilchkäse birgt Listeriose-Risiken und schlecht gegartes Fleisch kann Toxoplasmen enthalten – beides kann dem ungeborenen Kind schaden.
Übelkeit mildern mit bewährten Massnahmen
Bei Übelkeit helfen häufig mehrere kleine Mahlzeiten, die Sie über den Tag verteilt zu sich nehmen. Ingwer (z. B. 250 mg, 3-4-mal täglich) kann Linderung bringen. Oft ist es auch hilfreich, morgens vor dem Aufstehen einen Zwieback oder ein Knäckebrot zu essen.
Jodquelle und Fischkonsum praktisch gestalten
Ergänzend zur Jod-Supplementierung sollten Sie darauf achten, Meeresfisch sowie Milch und Milchprodukte etwa zweimal pro Woche in Ihren Speiseplan einzubauen. Verwenden Sie ausserdem jodiertes Speisesalz zum Würzen, um die Versorgung zu unterstützen.
Ausreichend trinken
Trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter Wasser, Mineralwasser, Kräutertees oder verdünnte Säfte. Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist besonders wichtig, wenn Sie häufig erbrechen.
Kein Alkohol, kein Rauchen – auch Passivrauch meiden
Verzichten Sie komplett auf Alkohol und Tabak, denn auch Passivrauchen kann dem Kind schwerwiegende, irreversible Folgen zufügen. Meiden Sie Räume, in denen geraucht wird.
Pflege von Haut und Haaren
Verwenden Sie milde Shampoos und cremen Sie Ihre Brust und Ihren Bauch mit geeigneten Pflegeölen (z. B. Jojoba-, Mandel- oder Calendulaöl), um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Eine sanfte Zupfmassage kann dabei unterstützend wirken. Haarausfall nach der Geburt ist häufig und normalisiert sich meist wieder.
Entlasten Sie Ihre Beinvenen, indem Sie auf hohe Absätze verzichten, Stützstrümpfe tragen, Ihre Beine regelmässig hochlegen, Wechselduschen durchführen und Ihre Beine sanft von den Füssen zum Herzen bürsten.


