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Schwangerschaft

10 überraschende Tipps für Schwangere

Die Monate der Schwangerschaft sind voller kleiner Wunder, aber auch voller Fragen: Welche Lebensmittel tun gut, wie organisiert man Unterstützung und welche Entspannungsübungen bringen wirklich Erleichterung? Viele Erfahrungen zeigen, dass bereits kleine Routinen Grosses bewirken können – für Körper und Psyche. Unsere Tipps sind darauf ausgelegt, Ihnen sofort umsetzbare Hilfestellungen zu bieten und Ihre Unsicherheiten zu verringern.
  • Bewusste Kalorien- und Eiweisszufuhr

In der Schwangerschaft steigt Ihr Energiebedarf um etwa 200-300 kcal. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie mehr naschen sollen, sondern dass Sie sich bewusst nährstoffreicher ernähren sollten. Achten Sie auf eine erhöhte Eiweisszufuhr aus pflanzlichen und tierischen Quellen, zum Beispiel aus Nüssen, Milchprodukten und gut gegartem Fleisch. 

  • Vitamin-D-Status prüfen und gegebenenfalls ergänzen

Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel im Blut kontrollieren. Wenn Sie sich selten im Freien aufhalten oder ein Mangel festgestellt wird, kann eine tägliche Gabe von 20 µg Vitamin D sinnvoll sein.

  • Umgang mit Heisshunger und Appetitlosigkeit

Bei Heisshunger sollten Sie zu Obst, Gemüse, Nüssen oder Vollkorn-Knäckebrot greifen, statt zu Süssem, da dies den Blutzuckerspiegel stabilisiert. Bei Appetitlosigkeit sollten Sie mehrere kleine Portionen essen, abwechslungsreich würzen und bei deutlichem Gewichtsverlust einen Arzt konsultieren.

  • Lebensmittelhygiene beachten

Vermeiden Sie Innereien und essen Sie Fleisch und Milchprodukte nur gut gegart bzw. erhitzt. Rohmilchkäse birgt Listeriose-Risiken und schlecht gegartes Fleisch kann Toxoplasmen enthalten – beides kann dem ungeborenen Kind schaden.

  • Übelkeit mildern mit bewährten Massnahmen

Bei Übelkeit helfen häufig mehrere kleine Mahlzeiten, die Sie über den Tag verteilt zu sich nehmen. Ingwer (z. B. 250 mg, 3-4-mal täglich) kann Linderung bringen. Oft ist es auch hilfreich, morgens vor dem Aufstehen einen Zwieback oder ein Knäckebrot zu essen. 

  • Jodquelle und Fischkonsum praktisch gestalten

Ergänzend zur Jod-Supplementierung sollten Sie darauf achten, Meeresfisch sowie Milch und Milchprodukte etwa zweimal pro Woche in Ihren Speiseplan einzubauen. Verwenden Sie ausserdem jodiertes Speisesalz zum Würzen, um die Versorgung zu unterstützen.

  • Ausreichend trinken

Trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter Wasser, Mineralwasser, Kräutertees oder verdünnte Säfte. Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist besonders wichtig, wenn Sie häufig erbrechen.

  • Kein Alkohol, kein Rauchen – auch Passivrauch meiden

Verzichten Sie komplett auf Alkohol und Tabak, denn auch Passivrauchen kann dem Kind schwerwiegende, irreversible Folgen zufügen. Meiden Sie Räume, in denen geraucht wird.

  • Pflege von Haut und Haaren

Verwenden Sie milde Shampoos und cremen Sie Ihre Brust und Ihren Bauch mit geeigneten Pflegeölen (z. B. Jojoba-, Mandel- oder Calendulaöl), um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Eine sanfte Zupfmassage kann dabei unterstützend wirken. Haarausfall nach der Geburt ist häufig und normalisiert sich meist wieder. 

  • Venengesundheit

Entlasten Sie Ihre Beinvenen, indem Sie auf hohe Absätze verzichten, Stützstrümpfe tragen, Ihre Beine regelmässig hochlegen, Wechselduschen durchführen und Ihre Beine sanft von den Füssen zum Herzen bürsten.

editorial.facts

  • Eine Schwangerschaft dauert in der Regel 280 Tage (40 Wochen). Bereits sehr früh beginnt im Körper ein grossflächiger Umbau, den viele Frauen spüren, bevor das Baby von aussen sichtbar wird.
  • Übelkeit gehört häufig zur Frühschwangerschaft. Sie kann morgens beginnen oder den ganzen Tag andauern, verschwindet jedoch bei den meisten Frauen bis zum vierten Monat wieder – meist ohne langfristige Folgen.
  • Blutgruppen- und Rhesus-Untersuchungen sind wichtig, da eine Unverträglichkeit besondere Betreuung erfordert.
  • Der Mythos „für zwei essen“ ist falsch, denn Ihr Kalorienbedarf steigt nur moderat. Es ist daher sinnvoller, auf die Qualität statt die Quantität der Mahlzeiten zu achten.