Wählen Sie eine Säuglingsmilch, die zum Alter und Bedarf Ihres Babys passt
Achten Sie auf die offiziellen Kategorien wie Pre, 1, 2 oder 3 und entscheiden Sie sich für eine Nahrung, die den Entwicklungsstand und die Verdauungsfähigkeit Ihres Kindes berücksichtigt. Pre- und 1er-Nahrungen können das gesamte erste Lebensjahr gegeben werden, während Folgenahrungen erst mit Beginn der Beikost sinnvoll sind.
Beachten Sie beim Kauf die Zusammensetzung
Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Eiweiss, Fett, Laktose und langkettigen Fettsäuren wie DHA. Besonders wichtig ist ein moderater Proteingehalt sowie ein niedriger Salzgehalt.
Kochen Sie Wasser immer sprudelnd auf
Selbst sauberes Wasser kann Keime aus Leitungen und Armaturen enthalten. Erst das Abkochen macht es wirklich sicher für Säuglingsmilch. Lassen Sie das Wasser anschliessend auf die vom Hersteller empfohlene Temperatur abkühlen, meist rund 40 °C.
Bereiten Sie jedes Fläschchen frisch zu
Säuglingsmilch ist ein idealer Nährboden für Keime. Stellen Sie daher nur die Menge her, die direkt gefüttert wird. Unterwegs können Pulverportionen und eine Thermosflasche mit abgekochtem Wasser eine sichere Lösung sein.
Dosieren Sie das Milchpulver immer exakt nach Anleitung
Nutzen Sie ausschliesslich den beiliegenden Messlöffel und streichen Sie das Pulver mit einem sauberen Messerrücken ab. Eine falsche Dosierung kann zu Magenproblemen führen oder die Nährstoffzufuhr beeinträchtigen.
Prüfen Sie die Trinktemperatur sorgfältig
Bevor Sie Ihr Baby füttern, testen Sie ein paar Tropfen auf Ihrem Handgelenk. Die Milch sollte angenehm warm, aber keinesfalls heiss sein (max. 37 °C). Verzichten Sie unbedingt darauf, Fläschchen in der Mikrowelle zu erwärmen – die Hitze verteilt sich ungleichmässig und birgt Verbrennungsgefahr.
Reinigen und sterilisieren Sie Fläschchen, Sauger und Zubehör gründlich
Nach jeder Mahlzeit sollten Flaschen sofort ausgespült, anschliessend in der Spülmaschine bei 65 °C oder per Hand mit heissem Wasser gereinigt werden. Eine regelmässige Sterilisation – durch Auskochen oder im Sterilisator – schützt zuverlässig vor Magen-Darm-Infektionen.
Lagern Sie angebrochene Milchpulverpackungen trocken und gut verschlossen
Feuchtigkeit kann das Pulver verklumpen lassen und das Bakterienwachstum begünstigen. Bewahren Sie die Packung daher stets dunkel, trocken und bei Zimmertemperatur auf.
Greifen Sie bei Verdauungsproblemen zu speziell abgestimmten Nahrungen
Für Babys mit Verstopfung, Reflux oder häufigem Aufstossen gibt es sogenannte „Funktionsmilchen“ – etwa verdickte Formeln oder Varianten mit verändertem Eiweiss-Laktose-Verhältnis. Diese sollten nach Möglichkeit mit Ihrem Kinderarzt abgesprochen werden.
Vertrauen Sie bei Unsicherheit immer auf ärztliche oder fachkundige Beratung
Die Auswahl an Säuglingsmilch ist gross, und jedes Baby hat individuelle Bedürfnisse. Kinderärzt*innen können helfen, die passende Nahrung auszuwählen – unabhängig davon, ob es sich um Standardnahrung, Spezialmilch oder hypoallergene Formeln handelt.


