Setzen Sie ein konkretes Datum und handeln Sie zeitnah
Wenn der Entschluss feststeht, legen Sie innerhalb von ein bis zwei Wochen einen festen Rauchstopp-Tag fest. Diese Frist erlaubt Ihnen, sich zu organisieren (z. B. Zigaretten entsorgen, Arzt kontaktieren), und verhindert, dass Sie das Aufhören endlos aufschieben. Schreiben Sie ausserdem Ihre wichtigsten Gründe fürs Aufhören auf.
Entfernen Sie alle Rauchutensilien
Bewahren Sie keine „Notfall“-Zigaretten auf. Räumen Sie Zigaretten, Aschenbecher und Feuerzeuge aus Ihrer Wohnung, Ihrem Auto und von Ihrem Arbeitsplatz. Aufbewahrte „Notfall“-Zigaretten steigern das Rückfallrisiko, denn wenn Zigaretten leicht erreichbar sind, ist die Versuchung grösser.
Führen Sie ein Rauch-Tagebuch, um Auslöser zu erkennen
Notieren Sie jedes Verlangen. Notieren Sie dazu die Situation, Ihre Stimmung und den mutmasslichen Auslöser. Beispiel: Sie merken, dass Sie nach dem Kaffee zur Zigarette greifen. Wenn Sie solche Muster erkennen, können Sie gezielt Ersatzhandlungen oder Vermeidungsstrategien planen.
Stellen Sie eine Notfall-Box zusammen
Bereiten Sie eine kleine Box mit Dingen vor, die Sie im akuten Verlangen ablenken oder beruhigen. Mögliche Inhalte sind zuckerfreie Kaugummis, ein Stressball, ein kleines Rätselheft oder ein Notizblock mit Atemübungen.
Üben Sie konkrete Ersatzhandlungen für typische Situationen
Legen Sie für bekannte Auslöser konkrete Alternativen fest. Trinken Sie beispielsweise nach dem Kaffee ein Glas Wasser, machen Sie nach dem Essen drei tiefe Bauchatemzüge oder gehen Sie für fünf Minuten an die frische Luft.
Entwickeln Sie neue Hobbys oder Tätigkeiten, die Sie ausfüllen
Suchen Sie sich Beschäftigungen, die Hände und Geist fordern, zum Beispiel Malen, Töpfern, Gärtnern, Stricken oder das Erlernen eines Instruments. Solche Aktivitäten reduzieren Langeweile, ersetzen die Routine des Rauchens und können dauerhaft Freude bereiten.
Bewegen Sie sich regelmässig – schon kleine Einheiten helfen
Bauen Sie zwei- bis dreimal pro Woche leichte Bewegungsphasen wie Spaziergänge, Radfahren oder Gymnastik ein. Sport hebt die Stimmung, dämpft das Rauchverlangen und hilft zudem, mögliche Gewichtszunahmen nach dem Rauchstopp abzufedern.
Achten Sie auf eine gesunde Ernährung
Vermeiden Sie es, das Rauchverlangen durch reichlich kalorienreiche Süssigkeiten zu kompensieren. Setzen Sie stattdessen auf Gemüse, Obst und ballaststoffreiche Snacks. Bei Heisshunger sind zuckerfreie Kaugummis oder Gemüsesticks gute Alternativen.
Sparen und belohnen Sie sich
Legen Sie das Geld, das Sie sonst für Zigaretten ausgegeben hätten, in ein Glas oder auf ein separates Konto. Planen Sie konkrete Belohnungen für erreichte Etappen, zum Beispiel für eine rauchfreie Woche oder einen rauchfreien Monat. Ergänzend können eine Visionswand oder ein Brief an Ihr zukünftiges Ich als Motivation dienen.
Erwarten Sie vorübergehende Entzugssymptome wie Unruhe, Reizbarkeit oder Schlafstörungen. Sie sind normal und klingen oft relativ schnell ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder der Apotheke über Nikotinersatz (Pflaster, Kaugummi, Spray) oder medikamentöse Optionen. Bleiben Sie konsequent: „Nur eine Zigarette” führt oft zum Rückfall.


