Wunschliste

Nasenspray

10 schnelle Wege, um die Nase frei zu bekommen

Ob bei einer Erkältung, bei Heuschnupfen oder trockener Heizungsluft – Nasensprays versprechen schnelle Erleichterung. Doch nicht jedes Spray ist für jede Situation geeignet und eine unsachgemässe Anwendung kann die Schleimhäute schädigen oder sogar eine Abhängigkeit fördern. Ausserdem unterscheiden sich die Produkte in Bezug auf Wirkstoff, Dosierung und Anwendungsdauer erheblich. Wie finden Sie also das Spray, das Ihrer Nase tatsächlich guttut?
  • Wählen Sie die passende Wirkungsart

Unterscheiden Sie zwischen lokal und systemisch wirkenden Nasensprays. Lokale Sprays wirken direkt in der Nase, während systemische Präparate über die Blutbahn im gesamten Körper verteilt werden. Sie sind bei chronischem oder allergischem Schnupfen sinnvoll.

  • Nutzen Sie abschwellende Sprays nur kurzzeitig

Abschwellende Präparate mit den Wirkstoffen Xylometazolin, Oxymetazolin oder Tramazolin sollten maximal sieben Tage lang angewendet werden. Andernfalls können die Schleimhäute von den Sprays abhängig werden.

  • Achten Sie bei Allergien auf den Wirkstoff

Für Heuschnupfen eignen sich antihistaminische oder cromoglicinsäurehaltige Sprays. Sie blockieren Histamin oder stabilisieren Mastzellen, sodass typische Symptome wie Niesen und Nasenschwellungen reduziert werden.

  • Befeuchten Sie die Nasenschleimhaut regelmässig

Salzhaltige Nasensprays versorgen die Schleimhäute mit Feuchtigkeit, hemmen Entzündungen und unterstützen die Flimmerhärchen beim Abtransport von Schleim und Krankheitserregern. Zusätze wie Eukalyptus, Aloe Vera oder Kamille wirken zusätzlich beruhigend.

  • Setzen Sie kortisonhaltige Sprays gezielt ein

Kortisonhaltige Präparate wie Mometason oder Triamcinolon wirken entzündungshemmend direkt vor Ort. Sie sind besonders bei chronischem Schnupfen und allergischer Rhinitis geeignet, da sie weniger systemische Nebenwirkungen als Tabletten haben.

  • Schütteln Sie Suspensionen gut

Bei kortisonhaltigen Nasensprays liegt der Wirkstoff in Suspension vor. Schütteln Sie die Flasche vor jedem Gebrauch gründlich, um eine gleichmässige Verteilung sicherzustellen.

  • Die richtige Kopfposition ist entscheidend

Beugen Sie den Kopf leicht nach vorne und legen Sie ihn nicht nach hinten. So gelangt der Wirkstoff gezielt in die Nasenhöhlen, ohne in den Rachen zu tropfen.

  • Achten Sie auf die Dosierung

In der Regel ist ein Sprühstoss pro Nasenloch drei- bis viermal täglich ausreichend. So erzielen Sie eine schnelle Wirkung und reduzieren das Risiko einer Überbeanspruchung der Schleimhäute.

  • Halten Sie Hygieneregeln ein

Teilen Sie Ihr Nasenspray nicht mit anderen Personen, um eine gegenseitige Ansteckung zu vermeiden. Spülen Sie den Sprühkopf nach der Anwendung gegebenenfalls ab.

  • Beachten Sie Haltbarkeit und Lagerung

Notieren Sie das Öffnungsdatum, da viele Nasensprays nur sechs Wochen bis einige Monate haltbar sind. So vermeiden Sie die Verwendung abgelaufener Präparate.

editorial.facts

  • Pro Tag strömen etwa 10'000 Liter Luft durch unsere Nase. Diese ist voller Keime, Staub und Schmutz. Die Nasenschleimhaut filtert mithilfe ihrer Millionen Flimmerhärchen diese Partikel aus der Luft und schützt so die Atemwege.
  • Bleibt die Nase über einen längeren Zeitraum hinweg verstopft, schwellen die Schleimhäute an und es wird vermehrt Schleim produziert. Dies kann die Lebensqualität deutlich einschränken, da Schlaf, Konzentration und Alltagsaktivitäten darunter leiden.
  • Nach längerer Anwendung steigt die Gefahr, dass sich die Nasenschleimhaut an die Wirkstoffe gewöhnt. Ein solcher Gewöhnungseffekt kann dazu führen, dass das Spray immer häufiger benötigt wird – ein Zustand, der medizinisch als Pridinismus bezeichnet wird.