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Nagelbettentzündung

Mit diesen 10 Tipps bekämpfen Sie Nagelbettentzündungen

Nagelbettentzündungen können plötzlich auftreten und sind mehr als nur eine kleine Unannehmlichkeit: Rötungen, Schwellungen und Schmerzen können den Alltag und das Wohlbefinden schnell beeinträchtigen. Oft entstehen sie durch kleine Verletzungen oder unsachgemässe Pflege. Doch welche Massnahmen sind wirklich effektiv und ab wann sollte man handeln?
  • Frühzeitiges Wasserbad anwenden

Bei einer beginnenden Nagelbettentzündung können Sie den betroffenen Finger oder Zeh drei- bis viermal täglich für 10 bis 15 Minuten in warmem Seifenwasser baden. Das lindert Schmerzen und Schwellungen und fördert die Heilung.

  • Gründlich trocknen nach dem Bad

Nach jedem Bad sollten Sie den Finger oder Zeh sorgfältig abtrocknen, da Feuchtigkeit das Wachstum von Keimen begünstigt. Achten Sie auf eine sanfte, aber gründliche Trocknung.

  • Holen Sie bei Verschlechterung ärztlichen Rat ein

Sollte sich die Entzündung nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sich sogar verschlimmern, beispielsweise durch zunehmende Rötung oder Eiterbildung, suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf.

  • Schutz vor Feuchtigkeit und Reizstoffen

Um einer chronischen Nagelbettentzündung vorzubeugen oder sie zu lindern, schützen Sie Ihre Hände beim Putzen oder Spülen mit Plastikhandschuhen vor Wasser und aggressiven Reizstoffen.

  • Schonung und Kühlung von Fingern und Zehen

Lagern Sie den entzündeten Bereich hoch und kühlen Sie ihn regelmässig, um Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren. So geben Sie dem Körper Zeit zur Regeneration.

  • Entzündete Stellen nicht berühren

Vermeiden Sie es, die entzündete Haut oder den Nagel mit den Fingern zu berühren. So verhindern Sie eine Verschleppung der Erreger und behindern die Heilung nicht.

  • Nutzen Sie Hausmittel-Bäder mit Kamille oder Arnika

Lauwarme Bäder mit Kamille, Arnika oder Kernseife können entzündungshemmend wirken. Geben Sie diese Zusätze dem Wasser bei einem Hand- oder Fussbad für etwa fünf bis zehn Minuten hinzu.

  • Kaliumpermanganat-Lösungen sinnvoll verwenden

In der Apotheke erhältliche einprozentige Kaliumpermanganat-Lösungen wirken desinfizierend. Sie können zwei- bis dreimal täglich dem Badewasser zugefügt werden, um Entzündungen zu bekämpfen.

  • Eiterblasen niemals selbst aufstechen

Öffnen Sie keine Eiterblasen und schneiden Sie den entzündeten Bereich nicht selbst auf. Dies kann zu einer Ausbreitung der Infektion oder zu schwerwiegenderen Komplikationen führen.

  • Salben gezielt einsetzen

Antiseptische Salben mit Povidon-Iod töten Keime effektiv ab. Zugsalben können helfen, den Eiter an die Oberfläche zu ziehen, wohingegen Zinksalben die Heilung fördern und entzündungshemmend wirken.

editorial.facts

  • Frauen sind aufgrund intensiverer Nagelpflege häufiger von Nagelbettentzündungen betroffen. Auch trockene Haut, Neurodermitis oder Diabetes erhöhen das Risiko, da diese Erkrankungen die Hautbarriere schwächen und die Wundheilung verzögern.
  • Meist sind Bakterien (z. B. Staphylokokken) für die Infektion verantwortlich, aber auch Pilze können eine chronische Entzündung verursachen. Unbehandelt kann sich die Entzündung ausbreiten und zu Abszessen oder sogar zu einer Infektion des ganzen Fingers führen.