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Kälteallergie

So schlagen Sie der Kälteempfindlichkeit ein Schnippchen

Wenn die Temperaturen sinken und der Wind beisst, reagieren manche Menschen mit starkem Juckreiz, roten Flecken oder Hautausschlägen – oft ist eine Kälteallergie der Grund dafür. Diese allergische Reaktion auf niedrige Temperaturen kann den Alltag stark beeinträchtigen und Betroffene verunsichern. Doch worauf kommt es bei der Behandlung und Pflege wirklich an?
  • Pflegen Sie Ihre Haut mit feuchtigkeitsspendenden Produkten

Verwenden Sie sanfte, parfümfreie Feuchtigkeitscremes und Lotionen, um Ihre Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Produkte mit Ceramiden und Hyaluronsäure stärken zudem die Hautbarriere.

  • Spezielle Pflege für empfindliche Hände

Da die Hände weniger Fett- und Talgdrüsen besitzen, reagieren sie oft empfindlicher auf Kälte. Verwenden Sie daher eine regenerierende Handcreme und tragen Sie zusätzlich warme Handschuhe.

  • Meiden Sie Kälte bewusst

Meiden Sie niedrige Temperaturen so gut es geht. Vermeiden Sie kaltes Wetter, kalte Gewässer und Zugluft, um unangenehme Hautreaktionen zu verhindern.

  • Tragen Sie wärmende Kleidung

Schützen Sie Ihre Haut mit warmen, dichten Kleidungsstücken. Mützen, Schals, Handschuhe und gefütterte Schuhe sind besonders wichtig, um empfindliche Stellen vor Kälte zu bewahren.

  • Vermeiden Sie kaltes Wasser

Verzichten Sie auf das Baden oder Duschen mit kaltem Wasser. Ein Badethermometer kann dabei helfen, die Wassertemperatur genau zu prüfen, damit Sie nur angenehm warmes Wasser verwenden.

  • Vorsicht bei kalten Speisen und Getränken

Eine Kälteallergie betrifft nicht nur die Haut von aussen, sondern kann auch durch den Kontakt mit kalten Lebensmitteln ausgelöst werden. Meiden Sie daher Eis und stark gekühlte Getränke, um Hautreaktionen zu vermeiden.

  • Halten Sie die Raumtemperatur moderat

Halten Sie die Raumtemperatur in Ihrem Zuhause angenehm warm, verzichten Sie jedoch auf eine zu starke Beheizung oder Klimatisierung. Plötzliche Temperaturschwankungen können die Symptome nämlich verschlimmern.

  • Antihistaminika gezielt einsetzen

Zur kurzfristigen Linderung von Symptomen können Antihistaminika hilfreich sein. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, um die für Sie passende Medikation und Dosierung zu finden.

  • Notfallset immer griffbereit haben

Falls bei Ihnen eine starke oder systemische Reaktion auf Kälte auftritt, sollten Sie ein Notfallset mit Medikamenten wie Kortisonpräparaten, Antihistaminika und gegebenenfalls einem Adrenalin-Autoinjektor bei sich tragen.

  • Holen Sie eine ärztliche Diagnose und individuelle Beratung ein

Lassen Sie Ihre Kälteallergie von einem Dermatologen oder Allergologen genau diagnostizieren. Tests wie der Eiswürfel-Test helfen dabei, Ihre persönliche Kälteschwelle zu bestimmen und die Therapie individuell anzupassen.

editorial.facts

  • Die Kälteurtikaria ist eine der häufigeren Formen physikalisch bedingter Hautreaktionen und betrifft weltweit zahlreiche Menschen. Sie tritt besonders in kalten Regionen wie Skandinavien häufig auf, wobei Frauen deutlich öfter betroffen sind als Männer.
  • In den meisten Fällen klingen die Beschwerden nach etwa fünf Jahren wieder ab.