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Hangry

Mit diesen 10 Tipps können Sie Hunger-Wut-Anfälle meistern

Wenn aus Hunger plötzlich Wut wird, ist oft der sogenannte „Hangry“-Effekt verantwortlich – eine Mischung aus Hunger und Ärger, die vielen aus dem hektischen Alltag bekannt ist. Dieses Phänomen kann nicht nur die Stimmung kippen lassen, sondern auch die Gesundheit beeinträchtigen. Doch mit ein paar einfachen Strategien lässt sich die innere Ruhe bewahren. Welche Tricks dabei helfen, erfahren Sie hier.
  • Essen Sie in Massen und ohne Verbote

Wenn Sie sich bestimmte Lebensmittel komplett verbieten, steigt oft das Verlangen danach und Sie neigen dazu, zu viel zu essen. Erlauben Sie sich stattdessen, alles in kleinen Mengen zu geniessen. Fragen Sie sich: „Habe ich jetzt wirklich Lust darauf? Oder kann ich später noch mehr davon essen?” So behalten Sie die Kontrolle und vermeiden übermässigen Hunger.

  • Stabilisieren Sie Ihren Blutzuckerspiegel

Ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel hilft dabei, Hungergefühle und Stimmungsschwankungen zu vermeiden. Achten Sie auf ausgewogene Mahlzeiten mit hochwertigen Zutaten und passen Sie die Essensmenge und den Zeitpunkt dem Bedarf an. Ein proteinreicher Snack vor dem Verzehr süsser Lebensmittel oder Bewegung nach dem Essen helfen, den Blutzucker im Gleichgewicht zu halten.

  • Lassen Sie keine Mahlzeiten ausfallen

Das Auslassen von Mahlzeiten senkt den Blutzucker stark ab und erhöht die Konzentration des hungermotivierenden Hormons Ghrelin. Das führt zu einer grösseren Portionsaufnahme bei der nächsten Mahlzeit und macht reizbar. Essen Sie deshalb regelmässig über den Tag verteilt und setzen Sie auf Gemüse, Vollkornprodukte und Eiweiss, um sich angenehm satt zu fühlen.

  • Essen Sie achtsam und ohne Ablenkungen

Nehmen Sie sich Zeit, schmecken und riechen Sie Ihr Essen bewusst und essen Sie langsam. Legen Sie Messer und Gabel zwischen den Bissen weg und schalten Sie Fernseher oder Handy aus. So erkennen Sie besser, wann Sie satt sind, und vermeiden Überessen.

  • Lernen Sie, auf Hunger- und Sättigungssignale zu hören

Ihr Körper sendet Ihnen natürliche Signale, die Ihnen mitteilen, wann er Nahrung braucht oder wann er satt ist. Trainieren Sie, diese wahrzunehmen und zu unterscheiden. Mit etwas Übung vermeiden Sie unbewusstes Essen und halten Ihre Portionen im Gleichgewicht.

  • Ballaststoffreich frühstücken

Ein Frühstück mit Haferflocken, Nüssen, Obst und Gemüse sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und hilft dabei, „hangry” bis zur nächsten Mahlzeit vorzubeugen.

  • Verzichten Sie auf fettige und zuckerreiche Snacks

Diese sorgen zwar für einen kurzfristigen Energieschub, führen anschliessend jedoch zu einem schnellen Blutzuckerabfall und neuem Hunger. Entscheiden Sie sich daher lieber für ballaststoffreiche, sättigende Alternativen.

  • Organisieren Sie Obst am Arbeitsplatz

Wenn Sie nicht immer Obst von zu Hause mitbringen können, dann regen Sie an, einen Obstkorb im Büro bereitzustellen. Das versorgt Sie mit wichtigen Ballaststoffen und Nährstoffen und unterstützt Ihre Leistungsfähigkeit.

  • Wählen Sie Lebensmittel mit niedriger Energiedichte

Naturbelassene pflanzliche Lebensmittel, die viel Wasser und Ballaststoffe enthalten, haben eine niedrige Energiedichte und machen lange satt. So vermeiden Sie starke Blutzuckerschwankungen.

  • Bevorzugen Sie proteinreiche Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index

Magerer Fisch, Fleisch und Milchprodukte haben einen moderaten Einfluss auf den Blutzucker und sorgen für eine lang anhaltende Sättigung. Kombinieren Sie diese mit ballaststoffreichen Nahrungsmitteln, um ein optimales Gleichgewicht zu erreichen.

editorial.facts

  • Nicht allein der Hunger führt zu „Hangry“-Gefühlen – erst in Kombination mit Stress reagiert unser Körper gereizt, da Stresshormone uns in Alarmbereitschaft versetzen. Nach dem Essen steigt die Ausschüttung von Glückshormonen wie Dopamin, welche die Stimmung verbessern und die Reizbarkeit reduzieren.
  • Der Begriff beschreibt den Zustand, wenn jemand aufgrund von Hunger gereizt, ärgerlich oder kurz angebunden ist. Wenn der Blutzuckerspiegel sinkt, produziert der Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol – das kann zu Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen führen.