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Augentrockenheit

10 Tipps, wie Sie Ihre Augen endlich wieder frisch und klar halten

Trockene Augen gehören heute zu den häufigsten Beschwerden. Auslöser können Bildschirme, Heizungsluft, Stress oder zu seltenes Blinzeln sein. Oft wird erst spät bemerkt, wie stark Brennen, Müdigkeit oder ein Sandkorngefühl die Sehqualität und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Doch schon kleine, gezielte Massnahmen können Ihre Augen spürbar entlasten und langfristig schützen. Möchten Sie erfahren, was wirklich hilft und welche Produkte aus Ihrer Apotheke Ihre Augen wieder angenehm befeuchten?
  • Versorgen Sie Ihre Augen konsequent mit Feuchtigkeit

Künstliche Tränen gehören zu den wirksamsten Sofortmassnahmen bei Augentrockenheit. Sie stabilisieren den Tränenfilm, lindern Brennen und unterstützen die Hornhaut bei der Regeneration. Besonders empfehlenswert sind konservierungsmittelfreie Tropfen, die es in Einzeldosen oder modernen Dosierfläschchen gibt – ideal für empfindliche Augen oder häufige Anwendung. In der Apotheke finden Sie Varianten mit Hyaluron, Lipid-Komplexen oder Elektrolyten, je nach Bedarf.

  • Pflegen Sie Ihre Lidränder regelmässig

Wenn die Meibomdrüsen verstopft sind, verdunstet die Tränenflüssigkeit schneller. Warme Kompressen (ca. 40 °C) und eine sanfte Lidrandpflege lösen die festsitzenden Öle und verbessern die Tränenqualität spürbar. Wärmemasken aus der Drogerie bleiben länger warm und sind besonders angenehm. Eine tägliche Routine über 1-2 Wochen kann bereits deutliche Erleichterung bringen.

  • Schaffen Sie ein augenfreundliches Raumklima

Trockene Heizungsluft, Klimaanlagen oder Ventilatoren entziehen den Augen konstant Feuchtigkeit. Ein Luftbefeuchter, ein feuchtes Tuch über dem Heizkörper oder regelmässiges Stosslüften erhöht die Luftfeuchte und schützt Ihre Augen vor dem Austrocknen.

  • Gönnen Sie Ihren Augen regelmässige Bildschirmpausen

Beim konzentrierten Lesen am PC sinkt die Blinzelfrequenz um bis zu 50 %. Nutzen Sie die 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten für 20 Sekunden in 20 Fuss (6 Meter) Entfernung schauen. Zusätzlich helfen bewusste Blinzelübungen dabei, den Tränenfilm gleichmässig zu verteilen – eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Selbsthilfe.

  • Unterstützen Sie Ihre Augengesundheit durch Ernährung

Omega-3-Fettsäuren aus Lachs, Makrele, Sardinen, Walnüssen oder Leinsamen wirken entzündungshemmend und fördern eine stabile Lipidschicht im Tränenfilm. Viele Menschen profitieren von hochwertigen Omega-3-Kapseln. Auch Vitamine A, C, E, B6, B12 sowie Zink und Lutein stärken die Augen langfristig – farbenfrohes Gemüse ist hier Ihre beste „Augenmedizin“.

  • Nutzen Sie hochwertige Schutzbrillen im Freien

Wind, Staub und UV-Strahlung lassen die Tränen schneller verdunsten. Wraparound-Sonnenbrillen mit seitlichem Schutz verhindern den Luftzug und halten die Augen länger feucht – ein grosser Vorteil bei Spaziergängen, Sport, Strandurlaub oder Fahrradfahren. Viele Modelle erhalten Sie im Optiker- oder Apothekenbereich mit zusätzlichem UV-Filter.

  • Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Ein stabiler Tränenfilm besteht zum Grossteil aus Wasser. Wer zu wenig trinkt, riskiert Trockenheit, Brennen und Müdigkeit. Zwei Liter Wasser oder ungesüsster Tee pro Tag unterstützen die natürliche Tränenproduktion. Für Menschen, die das Trinken oft vergessen, eignen sich Trink-Apps.

  • Setzen Sie bei Bedarf auf nächtliche Pflegeprodukte

Viele Betroffene wachen morgens mit extrem trockenen Augen auf. Befeuchtende Gele und Augensalben wirken über Nacht wie ein Schutzmantel, halten die Feuchtigkeit länger und regenerieren die Hornhaut. Diese Produkte sind besonders geeignet bei schweren Beschwerden, Kontaktlinsenunverträglichkeit oder trockener Heizungsluft.

  • Wechseln Sie regelmässig von Kontaktlinsen zur Brille

Kontaktlinsen erhöhen das Risiko für Reizungen, da sie den Austausch von Tränenflüssigkeit beeinflussen. Gönnen Sie Ihren Augen Erholungsphasen mit der Brille – besonders an langen Arbeitstagen. In der Apotheke erhalten Sie ausserdem benetzende Tropfen, die speziell für Kontaktlinsenträger entwickelt wurden.

  • Vermeiden Sie Reizfaktoren und schützen Sie Ihr natürliches Gleichgewicht

Rauch, Zugluft, Ventilatoren, Make-up zu nah am Lidrand oder aggressive Reinigungsprodukte verschlimmern die Symptome. Wählen Sie stattdessen sanfte Reinigungslotions, hypoallergenes Augen-Make-up und meiden Sie direkte Luftströme. Kleine Anpassungen im Alltag schützen Ihre Augen langfristig vor erneuter Austrocknung.

editorial.facts

  • Trockene Augen entstehen nicht nur durch zu wenig Tränenflüssigkeit, sondern häufig auch durch eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms. Krankheiten wie Diabetes, Schilddrüsenstörungen, Rosazea oder das Sjögren-Syndrom können die Tränenproduktion bremsen. Aber auch äussere Einflüsse wie trockene Heizungsluft, Klimaanlagen oder langes Bildschirmarbeiten („Büro-Augen-Syndrom“) bringen den Tränenfilm aus dem Gleichgewicht und verstärken die Beschwerden.
  • Nebenwirkungen von Arzneimitteln sind ein häufiger, aber oft unterschätzter Grund für trockene Augen. Blutdrucksenker, Antihistaminika, Antidepressiva, hormonelle Verhütungsmittel oder entwässernde Medikamente können die Sekretproduktion der Tränendrüsen deutlich reduzieren. Wird die Trockenheit stärker, lohnt sich ein Gespräch mit dem Arzt – oft kann ein Präparat angepasst oder durch künstliche Tränen unterstützt werden.
  • Trockene Augen zählen zu den häufigsten Beschwerden in der augenärztlichen Praxis und betreffen vor allem Frauen zwischen 50 und 70 Jahren. Hormonelle Veränderungen beeinflussen die Schleimhäute und damit auch den Tränenfilm. Dadurch verdunstet die Feuchtigkeit schneller – künstliche Tränen und gezielte Pflege können die Beschwerden in dieser Lebensphase deutlich lindern.