Vereinbaren Sie regelmässige Vorsorgeuntersuchungen
Lassen Sie ab einem Alter von etwa 40 Jahren alle zwei Jahre Ihre Augen ärztlich untersuchen, um ein Glaukom, diabetische Veränderungen oder eine Makuladegeneration früh zu erkennen. Bei Beschwerden oder bekannten Vorerkrankungen sollten die Intervalle kürzer sein.
Beachten Sie bei Kontaktlinsen die Hygiene, die Anpassung und die Tragezeit
Bei richtiger Handhabung sind Kontaktlinsen sicher, aber es ist strikte Hygiene erforderlich: Reinigen Sie die Linsen nach Anleitung, verwenden Sie geeignete Aufbewahrungslösungen und waschen Sie sich vor dem Einsetzen die Hände. Tragen Sie die Linsen nur so lange, wie vom Hersteller oder Augenarzt empfohlen. Lassen Sie sie ausserdem fachgerecht anpassen, um Reizungen und Hornhautschäden zu vermeiden.
Brille richtig nutzen
Bei Erwachsenen führt gelegentliches Nichttragen meist nicht zu bleibenden Schäden, kann aber zu Augenmüdigkeit und Kopfschmerzen führen. Bei Kindern ist eine frühzeitige, konsequente Korrektur jedoch entscheidend für die normale Sehentwicklung. Lassen Sie deshalb die Sehstärke regelmässig vom Optiker oder Augenarzt prüfen.
Achten Sie auf Bildschirm-Ergonomie
Platzieren Sie den Monitor etwa 50-80 cm entfernt und auf Augen- bis leicht darunterliegender Höhe, damit Sie entspannt blicken. Eine ergonomische Sitz- und Arbeitsplatzgestaltung reduziert Nackenverspannungen und die Belastung der Augen bei längerer Bildschirmarbeit.
Nutzen Sie die 20-20-20-Regel
Schauen Sie alle 20 Minuten für etwa 20 Sekunden in die Ferne (rund 20 Meter). Diese einfache Pause entspannt die Akkommodationsmuskulatur, beugt Ermüdung vor und kann verschwommenes Sehen reduzieren.
Reduzieren Sie die Belastung durch blaues Licht
Wenn Sie Smartphone und Rechner intensiv nutzen, sollten Sie einen Blaulichtfilter für den Bildschirm, den Nachtmodus Ihres Geräts oder eine spezielle Brille mit Blaulichtfilter verwenden. Das mindert die Belastung der Augenmuskulatur und unterstützt einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus.
Wählen Sie bei trockenen Augen das richtige Mittel
Verwenden Sie bei Bedarf konservierungsmittelfreie Augentropfen, um die Integrität des Tränenfilms zu unterstützen. Beachten Sie dabei die Empfehlung zur Anwendung und vermeiden Sie eine dauerhafte Übernutzung konservierter Tropfen, um Irritationen zu reduzieren.
Mediterrane Kost stärkt die Augen
Setzen Sie auf eine Ernährung mit viel Gemüse, Fisch (z. B. Lachs, Hering) und Olivenöl, um Ihren Körper mit Vitamin C/E und Omega-3-Fettsäuren zu versorgen. Diese Nährstoffe unterstützen die Netzhautfunktion und können altersbedingten Erkrankungen entgegenwirken.
Setzen Sie auf Carotinoide
Essen Sie regelmässig dunkelgrünes Blattgemüse, Brokkoli, Karotten, Paprika und Beeren, um Lutein, Zeaxanthin und Beta-Carotin zu sich zu nehmen. Diese Pigmente lagern sich in der Makula an, filtern kurzwelliges Licht und tragen zum Schutz der Netzhaut bei.
Wenn die Ernährung Lücken aufweist, können gezielte Präparate mit den Vitaminen A, B2, C und E sowie den Mineralstoffen Zink, Kupfer und Selen und den Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin sinnvoll sein. Besprechen Sie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorher mit Ihrem Augenarzt oder Hausarzt, um die richtige Dosierung und mögliche Wechselwirkungen zu klären.

