Thema der Woche

Vitamin E

Vitamin E ist ein starkes Antioxidans, das unsere Zellen vor Schädigungen durch freie Radikale schützt und sehr wichtig für gesunde Augen, Herz-Kreislauf-System sowie Gehirn und Haut ist.

Das fettlösliche Vitamin E kommt in unserem Körper in der Leber, im Fettgewebe, den Nebennieren, in der Skelettmuskulatur, im Herz und bei Männern in den Hoden vor. Eigentlich bezeichnet der Begriff “Vitamin E” eine ganze Reihe aus 16 Antioxidantien, darunter vor allem die Tocopherole und die Tocotrienole. Sie schalten freie Radikale aus – Moleküle, in derer chemischen Struktur ein Elektron fehlt. Diese Moleküle suchen nach dem fehlenden Elektron und attackieren dabei die Zellwände. Eine Zelle muss täglich ca. 10’000 dieser Attacken durchhalten. Vitamin E ist ein guter Helfer: es steht direkt an der Front, um diese freien Radikale in gewissem Ausmass zu neutralisieren.

Solcherweise werden auch die Zellen der Blutgefässe geschützt, und die Arterienwände bleiben sauber und elastisch. Vitamin E regelt die Cholesterinwerte und beugt Blutgerinnsel sowie Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Noch ein Vorteil, den dieses Vitamin mit sich bringt, ist seine Fähigkeit, die Insulinempfindlichkeit der Zellen zu erhöhen, was den Blutzuckerspiegel auf gesunde Art und Weise senken lässt. Vitamin E ist unentbehrlich für eine richtige Funktion des Gehirns, sorgt für einen verlangsamten Alterungsprozess, unterstützt das Gedächtnis und kann das Erinnerungsvermögen beeinflussen, was zur Vorbeugung von Alzheimer beiträgt. Vitamin E wird auch das Fruchtbarkeitsvitamin genannt: es ist nützlich für die Fruchtbarkeit der Frauen und soll auch Männern mit schlechter Spermienqualität helfen. Durch seine antioxidativen Eigenschaften sorgt Vitamin E für eine straffe, jüngere Haut und erhöht gleichzeitig den Gehalt an Kollagen in der Haut. Vitamin E bietet daneben einen guten Sonnenschutz und trägt dazu bei, dass Wunden schneller heilen. Auch unser Haar profitiert davon: Vitamin E beschleunigt sein Wachstum und macht es kräftiger.

Ein Mangel an Vitamin E kann zu Schäden des Nervensystems und der Skelettmuskulatur führen. Er äussert sich in verschiedenen unspezifischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, einem Gefühl von nachlassender Leistungsstärke, trockener Haut oder Neigung zu Infektionen. Ist Vitamin-E-Mangel langanhaltend und stark, kommt es zu einem deutlichen Abbau von Nerven und Muskulatur und man leidet unter unwillkürlichem Zittern, Gefühls- und Durchblutungsstörungen, Nachlassen der Reflexe, Erkrankungen der Netzhaut sowie Verlangsamung der kognitiven Fähigkeiten.

Wir haben für Sie wirksame Tipps gesammelt, damit Sie mit diesem lebenswichtigen Vitamin immer gut versorgt sind.

  • Am besten eignen sich für die Bedarfsdeckung von Vitamin E hochwertige biologische Pflanzenöle wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl und Sesamöl, Maiskeim-, Soja- oder Rapsöl. Sie sollen aber ausschliesslich für Rohkostgerichte oder für bereits fertig gegarte/gedämpfte Gerichte verwendet werden.

  • Beachten Sie, dass Vitamin E empfindlich gegenüber wiederholtem Erhitzen, Licht und Sauerstoff ist. Bewahren Sie deshalb pflanzliche Öle lichtgeschützt im Dunkeln auf.

  • Verwenden Sie zum Braten rotes biologisches Palmöl oder biologisches Kokosöl, die grosse Mengen Tocotrienole enthalten.

  • Moringa ist eine fast fettfreie Vitamin-E-Quelle. Schon mit 10 Gramm Moringablattpulver kann man 30 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin E decken.

  • Nüsse und Samen sind auch gute Vitamin-E-Lieferanten. Dazu zählen Sonnenblumenkerne, Pinienkerne, Haselnüsse und vor allem die Mandeln. Auch Weizenkeime enthalten nennenswerte Mengen an diesem Vitamin.

  • Vitamin E kann bei Bedarf auch als Nahrungsergänzung eingenommen werden. Bitte konsultieren Sie jedoch vorher Ihren Arzt.

  • Um Narben auf der Haut zu mindern, trägt man Vitamin-E-reiche Öle am besten kurz nach der Bildung der Narbe auf die saubere Haut jeden Abend auf und lässt das Öl über Nacht einwirken.

Diese Tipps helfen Ihnen, von allen positiven und kraftvollen Eigenschaften dieses Vitamins zu profitieren!

Fakten zum Thema

  1. Frühgeborene leiden eher an Vitamin-E-Mangel, da ihr Bedarf an diesem Vitamin sehr hoch ist, wobei seine Speicher noch klein sind. Das kann zu Netzhautschädigungen der Augen, Muskelschwäche, Blutarmut und Gehirnblutungen führen.
  2. Um optimal zu wirken, braucht Vitamin E ein anderes Vitamin, und zwar Vitamin C. Dieses Vitamin wiederbelebt das Vitamin E, nachdem Vitamin E ein freies Radikal eliminiert hat.
  3. Nimmt man zu lange sehr hohe Dosen an Vitamin E ein, beginnt die Schilddrüse, weniger Hormone zu produzieren.
  4. Bei gleichzeitiger Einnahme von Eisen und Vitamin E sollte man mindestens zwei Stunden Abstand dazwischen einhalten.
  5. Für die Verstoffwechselung von Vitamin E braucht unser Körper Fette.




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