Thema der Woche

Magnesium

Dieser wichtige Mineralstoff ist wirklich der Allrounder für unsere Gesundheit. Er ist unentbehrlich für alle unsere Zellen, Gewebe und Organe, wo er zahlreiche Aufgaben übernimmt. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen den Nervenzellen untereinander und zwischen Nerven- und Muskelzellen und ist für die Herztätigkeit von grosser Bedeutung. Nicht zufällig nennt man Magnesium einen Schlüssel zu Leistung und Gesundheit.

Was genau ist Magnesium und wieso ist es so wichtig? Magnesium ist einer der wichtigsten Mineralstoffen in unserem Körper und kann von unserem Organismus nicht selber hergestellt werden. Es ist ein entscheidender Cofaktor von 500 Enzymsystemen und ist an der Energieproduktion und am Knochenaufbau beteiligt. Es erhöht die Leistungsfähigkeit und trägt zur Festigkeit der Knochen und Zähne bei. Es ist sehr wichtig für das Herz-Kreislauf-System, da es die Muskulatur der Blutgefässwände entspannt. Magnesium wirkt entzündungshemmend und unterstützt die körpereigene Entgiftung. Es kann Thrombosen vorbeugen, indem es Blutgerinnung hemmt. Magnesium fördert nicht nur Muskel- und Knochenaufbau, sondern beeinflusst auch die Reizübertragung von Nerven auf die Muskeln sowie die Freisetzung von Adrenalin. Dieser wichtige Mineralstoff kann auch den Blutdruck senken, da er für die Erweiterung der Blutgefässe und für die Verbesserung der Fliessfähigkeit des Blutes sorgt.

Ein Magnesiummangel kann viele gesundheitliche Probleme verursachen. Normalerweise nimmt unser Körper das notwendige Magnesium mit der Nahrung auf, doch nicht alle von uns ernähren sich ausgewogen und wenn auch so, enthalten die Pflanzen immer weniger Magnesium. Fehlt jemandem an Magnesium, kommt es zu Muskelkrämpfen sowie zu Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Muskeln. Man wird schnell müde, schlapp, überfordert und seine Körpertemperatur sinkt. Weiter kann es sogar zur Verkalkung von Blutgefässen und Nieren kommen. Auch Herzrhythmusstörungen können die Folge eines Magnesiummangels sein. Zu einem Magnesiummangel führen Essstörungen oder eine einseitige Ernährung, Darmerkrankungen (Zöliakie, Morbus Crohn), Diabetes mellitus, chronische Nierenleiden, eine Schilddrüsenüberfunktion, Verbrennungen. Bei Belastungen durch Stress oder Sport und durch starkes Schwitzen verliert man vermehrt Magnesium. Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente stören den normalen Magnesiumhaushalt. Schwangere und stillende Frauen sowie wachsende Kinder und Jugendliche brauchen mehr Magnesium. Eine zusätzliche Zufuhr ist auch nach dem Überstehen von Krankheiten (insbesondere Durchfallerkrankungen oder Erbrechen) ratsam.

Diese Tipps helfen Ihnen, immer gut mit Magnesium versorgt zu sein.

  • Essen Sie reichlich Vollkornprodukte, 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse sowie eine Handvoll Sonnenblumenkerne oder Nüsse täglich.

  • Die besten pflanzlichen Magnesiumquellen sind Kakaopulver, Kürbiskerne, Sesam, Sonnenblumenkerne, Mohn, Amaranth, Quinoa, Cashewkerne, Bohnen, Kichererbsen, Erbsen, Saubohnen, Linsen, Mandeln, Hirse, Haferflocken, getrocknete Bananen, Brennnesseln, getrocknete Feigen, gekochter Vollkornreis, frischer Blattspinat, Vollkornbrot, getrocknete Aprikosen, getrocknete Datteln, gegarte Vollkornnudeln, weisser Reis, Bananen, Avocado, Brombeeren und Himbeeren, gegartes Brokkoli, gegarte Kartoffeln.

  • Einige tierische Lebensmittel enthalten auch Magnesium. Das sind Emmentaler, Gouda, Salami, gebratenes Steak sowie Joghurt.

  • Auch Mineralwasser kann 50 mg Magnesium pro Liter liefern. Es gibt aber Mineralwässer mit einem höheren Magnesiumgehalt. Wählen Sie am besten Mineralwasser mit einem hohen Hydrogencarbonatgehalt (über 400 mg), das basisch wirkt.

  • Magnesium kann in Form von Pulver, Tabletten, Lutschtabletten oder Brausetabletten eingenommen werden. Achten Sie bitte darauf, dass Tabletten und Brausetabletten Begleitstoffe wie Süss-, Zuckeraustauschstoffe und Aromen beinhalten können.

  • Nehmen Sie häufig Diuretika ein, ist eine zusätzliche Magnesiumzufuhr notwendig, da Diuretika (die auch in blutdrucksenkenden Präparaten oft vorhanden sind) zu einer verstärkten Magnesiumausleitung mit dem Urin führen.

  • Am besten nehmen Sie Magnesium nur nach ärztlichem Rat ein, da es die Aufnahme und Wirkung mancher Medikamente (z.B. Bisphosphonaten zur Behandlung von Osteoporose) beeinflussen kann. Mit manchen Antibiotika bildet Magnesium unlösliche Komplexe – vielleicht wäre dann eine zeitversetzte Einnahme sinnvoll. Und schliesslich kann man auch Magnesium selbst überdosieren.

Mit diesen Tipps sind Sie mit diesem lebenswichtigen Mineralstoff immer gut versorgt!

Fakten zum Thema

  1. Ein Mangel an Magnesium kommt häufiger vor als jeder andere Mineralstoffmangel.
  2. Ohne Magnesium kann Vitamin D nicht wirken, sogar wenn man mit Vitamin D sehr gut versorgt ist. Magnesium aktiviert Vitamin D.
  3. Eine Studie hat gezeigt, dass Personen mit niedriger Magnesiumzufuhr ein höheres Risiko für chronische Erkrankungen haben. Die Entzündungswerte können durch die Einnahme von Magnesium gesenkt werden.
  4. Kalzium bewirkt das Zusammenziehen von Muskeln, und Magnesium sorgt für die Erschlaffung der Fasern. Ein Mangel an Magnesium führt daher zu einem übermässigen, schmerzhaften Zusammenziehen der Muskeln.




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