Kalium

Warum Kalium so wichtig für unseren Körper ist

Dieses Element in unserem Körper ist einer der bedeutendsten Mineralstoffe für uns. Ohne Kalium könnten unsere Muskeln nicht funktionieren. Darüber hinaus ist es für die Energiegewinnung unentbehrlich, an Regulation des Wasser- und Säure-Basen-Haushaltes beteiligt und spielt eine wichtige Rolle für Herz und Kreislauf.

Die Bezeichnung “Kalium” stammt aus dem Arabischen und kann als “Pflanzenasche” übersetzt werden. Dieser lebenswichtige Mineralstoff kann von unserem Körper nicht selbst gebildet werden, er ist jedoch in allen unseren Zellen beziehungsweise im Intrazellularraum enthalten (in geringen Mengen auch ausserhalb der Zellen). Kalium ist an der Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in den Zellen beteiligt und somit für die Regulation des Wasserhaushalts in unserem Körper verantwortlich. Es fördert nicht nur das Ausschwemmen von Wasser, sondern auch spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des pH-Wertes des ganzen Körpers. Des Weiteren kann Kalium den Bluthochdruck senken.

Und das ist noch längst nicht alles, was Kalium kann. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Überleitung von elektrischen Reizen in den Nerven- und Muskelzellen unseres Körpers. Bei zu niedrigen oder zu hohen Kaliumwerten kommt es zu Fehlfunktionen der Muskulatur. Sämtliche Muskeln unseres Körpers können in diesem Fall nicht mehr richtig angesteuert werden. Da das Herz ein grosser Muskel ist, spielt Kalium auch eine entscheidende Rolle bei der Erregbarkeit und Funktion von Herzmuskelzellen und sorgt dafür, dass unser Herz ununterbrochen schlägt. Ein ausgeglichener Natrium- und Kalium-Haushalt ist dabei von grosser Bedeutung. Kalium wird auch für den Eiweissaufbau, der Aufrechterhaltung der Aktivität zahlreicher Enzyme im Magen-Darm-Trakt sowie für die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten benötigt.

Ein Kaliummangel kommt in der Regel bei der Einnahme von harntreibenden Medikamenten vor, aber auch bei bestimmten Hormonstörungen, bei einigen Erkrankungen (wie einer insulinpflichtigen Zuckerkrankheit oder einer Überfunktion der Nebennierenrinde), bei einem starken Flüssigkeitsverlust, verursacht durch Erbrechen, Durchfall oder starkes Schwitzen (zum Beispiel beim Sport). Typische Symptome für Kaliummangel sind Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhte Nervosität, Appetitlosigkeit, gefährliche Herzrhythmusstörungen, Darmträgheit, Kopfschmerzen, schnell ermüdende Muskulatur, eine vergrösserte Urinmenge sowie Wundheilungsstörungen.

In der Regel kann der tägliche Bedarf an Kalium durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden. Mit folgenden Tipps sind Sie immer ausreichend mit Kalium versorgt.

  • Besonders viel Kalium steckt in Bananen, Aprikosen, Himbeeren oder Rhabarber, aber auch in nahezu jedem frischen Gemüse wie Kohl, Karotten, Tomaten, Kürbis, Sellerie und grünem Gemüse.

  • Reich an Kalium sind Avocados, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Kartoffeln.

  • Einige Pilze sind auch kaliumreich. Getrocknete Pfifferlinge liefern erstaunliche 5370 mg Kalium pro 100 g.

  • Schokoliebhaber profitieren von einem hohen Gehalt an Kalium in Kakaobohnen und Bitterschokolade.

  • 600 g Fleisch oder 500 g Fisch enthalten eine durchschnittliche Tagesdosis von Kalium.

  • Beachten Sie, dass Kalium bei der Verarbeitung von Nahrungsmitteln verloren geht und verzehren Sie deshalb besser unverarbeitete Nahrungsmittel mit hohem Kaliumgehalt. Wenn es um Kartoffeln geht, verwenden Sie das Kochwasser von Kartoffeln als Grundlage für Brühen oder Suppen, um von darin enthaltenem Kalium profitieren zu können.

  • Eine zusätzliche Zufuhr von Kalium wird empfohlen bei einem zu hohem Salz- oder Alkoholkonsum, bei Magnesiummangel, bei Stress, bei Missbrauch von Abführmitteln, bei Einnahme von Diuretika, bei Erbrechen und Durchfällen, bei Magerdiäten, bei Nieren-, Darm- oder Leberkrankheiten, aber auch für Alterspatienten und für Sportler, die einen Mehrbedarf an Kalium haben.

  • Auch bei Bluthochdruck, bei Schlaganfall und Herzkrankheiten können hochwertige Nahrungsergänzungsmittel mit Kalium sinnvoll sein, doch ihre Einnahme sollte vom Arzt festgelegt werden.

  • Es lohnt sich, die Kaliumwerte von Zeit zu Zeit beim Hausarzt kontrollieren zu lassen. Das gilt besonders für Menschen aus Risikogruppe (zum Beispiel bei Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen).

Profitieren Sie von einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung und – bei Bedarf – von hochwertigen Kalium-Präparaten und bleiben Sie fit und gesund!

Fakten zum Thema

  1. Ein Mangel an Kalium kann ab einer Konzentration von weniger als 2.5 mmol/l sogar lebensbedrohliche Konsequenzen haben.
  2. Bei einem übermässigen Verzehr von Salz riskiert man einen Kaliummangel. Dabei erhöht sich die Natriumkonzentration im Blut und das Zuviel an Natrium wird über die Nieren ausgeschieden – das geschieht aber nur in der Kombination mit Kalium. Hier gilt: je mehr Natrium aufgenommen wird, desto mehr Kalium scheidet der Körper aus.
  3. Der Körper eines Mannes enthält rund 150 Gramm Kalium. Frauen haben mehr Fettgewebe als Männer und ihr Körper enthält nur 100 Gramm.
  4. Für Menschen mit einem akuten Kaliummangel kann selbst das Wandern zu einer sportlichen Herausforderung werden.




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