Thema der Woche

Eisen

Dieses Spurenelement ist lebensnotwendig, kann jedoch in unserem Körper nicht produziert werden. Es ist unentbehrlich für den Sauerstofftransport im Blut sowie für ca. 100 Stoffwechselprozesse und sorgt dafür, dass wir gesund und leistungsfähig bleiben. Ohne Eisen geht es nicht!

Eisen ist an vielen Prozessen in unserem Körper beteiligt, unter anderem an der Gehirnentwicklung von Kindern. Dieses lebenswichtige Spurenelement ist ein essentieller Bestandteil des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin), und jede unsere Zelle braucht Eisen für ihren Energiehaushalt. Bei einem Eisenmangel kommt es zu Anämie (auch Blutarmut genannt) und die körperliche Leistungsfähigkeit wird eingeschränkt. Man wird müde, schlapp und energielos, und bei Kindern kommt es sogar zu Entwicklungsstörungen. Ungefähr jeder zweite bis dritte Mensch ist von einem Eisenmangel betroffen, so Dr. Beat Schaub, der jahrzehntelang Eisenmangelpatienten behandelt hat. Eisenmangel zählt zu einer der weltweit häufigsten Mangelerscheinungen.

Da Eisen ein Teil von roten Blutkörperchen ist, entsteht bei einem Eisenmangel auch ein Sauerstoffmangel. Das führt – besonders bei körperlicher oder geistiger Anstrengung – zu schneller Erschöpfung und zu anhaltender Müdigkeit. Eine optimale Energieversorgung der Zellen und somit zahlreiche wichtige Prozesse in unserem Körper werden gestört. Nicht selten kommt es dabei zu Problemen mit unserer Körpertemperatur. Man bemerkt Haarausfall, die Fingernägel wölben sich nach oben. Da der Eisenmangel auch unsere Abwehrkräfte schwächt, wird man anfälliger für Infekte.

Hier haben wir für Sie einige Tipps für Sie, die einem Eisenmangel vorbeugen.

  • Besonders gut kann unser Körper Eisen aus Fleisch, Fisch und Geflügel aufnehmen. Diese können ebenfalls die Eisenaufnahme aus pflanzlicher Kost fördern.

  • Aus pflanzlichen Lebensmitteln ist Eisen schlechter verwertbar, da die Eisenaufnahme durch andere Nahrungsbestandteile gehemmt wird. Zum Beispiel Tannine in grünem und schwarzem Tee und Rotwein, Phytat im Getreide, Phosphat im Schmelzkäse und Oxalsäure in Spinat, Rote Bete, Rhabarber oder Kakao binden Eisen im Darm. Einige Stoffe in Milch- und in Sojaprodukten, in Weizenkleie und Kaffee können die Eisenaufnahme hemmen.

  • Vitamin C hilft, mehr Eisen aufzunehmen – auch aus pflanzlichen Lebensmitteln. Isst man vegan/vegetarisch, kann man davon profitieren, indem man pflanzliche eisenhaltige Produkte mit Vitamin-C-Lieferanten kombiniert. Dazu zählen zum Beispiel Orangen, Broccoli und rote Paprika.

  • Es gibt pflanzliche Eisenlieferanten, die gleichzeitig Vitamin C enthalten. Das sind Spinat, Löwenzahn, Mangold und anderes grünes Blattgemüse. Sie können diese als Salat oder Smoothie geniessen.

  • Gerstengras-Pulver beinhaltet nicht nur jede Menge Eisen, sondern auch Chlorophyll, sekundäre Pflanzenstoffe und viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Ein Smoothie oder ein Shake mit Gerstengras ist daher äusserst gesund.

  • Eine Handvoll Kürbiskerne kann einen Grossteil des täglichen Eisenbedarfs decken. Sesam und Leinsamen sind auch reich an Eisen.

  • Hülsenfrüchte in gekeimter Form sind gute Eisenquelle, da sie über einen hohen Eiweissgehalt verfügen, der die Eisenaufnahme fördert. Phytinsäure in ungekeimten Hülsenfrüchten verhindert Eisenaufnahme. Das Einweichen der Hülsenfrüchte vor dem Kochen (bis zwei Nächte) kann den Phytinsäureanteil ebenso reduzieren.

  • Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit haben Frauen einen besonders hohen Eisenbedarf, der sich alleine durch die Nahrung nicht decken lässt. In diesem Fall, aber auch bei einem bestätigten Eisenmangel kann man zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen.

  • Zu den gut verträglichen Nahrungsergänzungsmitteln mit einem relativ hohen Eisengehalt gehören Eisen aus dem Curryblatt und chelatiertes Eisen, das an eine Aminosäure gebunden ist, aber auch natürliche Eisenquellen wie Chlorella, Hanfprotein, Petersilienblattpulver und Moringa.

Diese Tipps helfen, Ihre Eisenaufnahme über die Nahrung zu steigern und Ihre Eisenspeicher aufzufüllen!

Fakten zum Thema

  1. Frauen leiden wesentlich häufiger an Eisenmangel als Männer aufgrund der Monatsblutungen.
  2. Sportler haben einen erhöhten Eisenbedarf. Zum Beispiel bei Laufsportler kommt es durch die Erschütterungen zu mikrofeinen Blutungen im Verdauungstrakt und sie benötigen dadurch mehr Eisen. Eisen sorgt für einen verstärkten Aufbau von Muskeln und Blut.
  3. Ein zwölfjähriges Kind benötigt etwa 25% mehr Eisen als ein Erwachsener.


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