Zahnschmerzen

Einige überraschende Tipps gegen Zahnschmerzen

Quälend, stark, ziehend, dumpf oder pochend – Zahnschmerzen sind in jedem Fall eine unangenehme Sache und gehören zu den schlimmsten körperlichen Schmerzen. Sie sind nie willkommen, treten oft ganz spontan auf und meist zu einem vollkommen ungüns­tigsten Augenblick. Na klar, Zahnschmerzen richten sich nicht nach den Öffnungs­zeiten Ihres Zahnarztes. Mit einem Mal sind sie da, auch am Wochenende oder im Urlaub, und machen den Alltag zu einem kompletten Albtraum. „Mit Zahnschmerzen bleibt kein Macho Macho“, so Gerhard Kocher, Schweizer Politologe, Gesundheitsökonom und Aphoristiker.

Zahn­schmerzen haben viele Gesichter und zeigen an, dass etwas nicht stimmt, denn jeder Schmerz hat einen Grund. Dabei kann das mit jedem Zahn passieren. Jeder von unseren Zähnen hat hochempfindliche Nervenstränge, die durch Druck, Verletzungen, chemische Reaktionen oder Infektion mit Kariesbakterien gereizt werden können. Generell gilt: je beschädigter der Zahnschmelz ist, desto eher kommt es zu Schmerzen.

Die Ursachen von Zahnschmerzen sind vielfältig, und sie können Symptome für grössere Probleme in Ihrer Mundhöhle sein. Der häufigste Auslöser ist Karies, also Hohlräume oder Löcher in den Zähnen. Meist sind daran eine schlechte Zahnhygiene und der Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln schuldig. Wenn sich das Gewebe innerhalb eines Zahnes entzündet, kommt es zu einer Pulpitis mit starken Schmerzen. Die Entzündungen des Zahnfleisches oder des Zahnhalteapparates sind weitere mögliche Ursachen. Es gibt auch andere Auslöser wie freiliegende Zahnhälse, Fehlstellungen der Kiefer, Zahnfehlstellungen, schlechtsitzender Zahnersatz, durchbrechende Weisheitszähne, Entzündungen von Gesichtsnerven, Erkältungen, Zähneknirschen oder Zähnepressen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Ohrenschmerzen, Migräne und sogar Höhenzahnschmerz in über 3000 Meter.

Folgende Tipps helfen Ihnen, die lästigen Beschwerden zu lindern.

  • Unterschätzen Sie das Warnsignal Zahnschmerzen nicht und suchen Sie umgehend einen Zahnarzt auf, der auch oft schnell Abhilfe schaffen. Nur wenn ein Termin beim Zahnarzt nicht gleich möglich ist, greifen Sie zu Hausmitteln, die temporär den Schmerz verringern können.

  • Schmerzmittel können die stechenden Zahnschmerzen momentan verringern. Doch beachten Sie bitte, dass Schmerzmittel den Grund für Zahnschmerzen nicht beseitigen können und dass ihre langfristige Einnahme die Situation noch schlimmer macht. Sie dienen nur dazu, die Wartezeit bis zur zahnärztlichen Behandlung zu überbrücken.

  • Legen Sie Kühlpads auf den betroffenen Bereich auf oder verwenden Sie einfach einen kalten, feuchten Waschlappen. Das Kühlen mit Eis kann Schmerzen und Schwellungen lindern.

  • Eine Mundspülung mit Salbei-, Kamillen- oder Pfefferminztee kann eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung haben.

  • Ein sehr effektives Mittel, den Schmerz temporär zu stoppen, ist eine Mundspülung mit lauwarmer und hochkonzentrierter Salzwasserlösung. Lösen Sie Speisesalz in warmem Wasser auf, spülen Sie gründlich die schmerzende Stelle und spucken Sie das Wasser aus. Wiederholen Sie das Ganze mehrmals, um akute Schmerzen durch die antibakterielle Wirkung des Salzes zu lindern.

  • Ein weiteres bekanntes Mittel ist die Gewürznelke, die anästhetisch, antibakteriell und antiseptisch wirkt. Tragen Sie etwas Nelkenöl auf einen Wattebausch auf und halten sie ihn an der betroffenen Stelle, bis die akuten Zahnschmerzen nachgelassen haben. Ist der Geschmack von Nelkenöl zu intensiv für Sie, mischen Sie es mit ein wenig Olivenöl.

  • Vermeiden Sie Alkohol, Nikotin, Energiedrinks und warme Getränke, ebenso wie zu viel Wärme, zu viel Luftzug und körperliche Anstrengungen, die Ihren Schmerz verstärken können.

  • Eine gründliche Zahnpflege ist das beste Mittel, um Zahnschmerzen vorzubeugen. Putzen Sie Ihre Zähne sorgfältig mit Zahnbürste und Zahnseide und besuchen Sie zweimal pro Jahr Ihren Zahnarzt zu Kontroll­untersuchungen. Dann werden plötzliche Zahnschmerzen Ihren Urlaub oder Wochenende nicht verderben.

Obwohl diese Tipps keinen Zahnarzt ersetzen, können sie schnelle Abhilfe gegen Zahnschmerzen für Zuhause und unterwegs schaffen!

Fakten zum Thema

  1. Mehr als 95 % Menschen leiden mehrmals im Leben an Zahnschmerzen.
  2. Bleiben Zahnschmerzen unbehandelt, können Krankheitserreger über Entzündungsherde in die Blutbahn gelangen und sogar Atemwegserkrankungen, Herzklappenstörungen, Rheuma oder ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko fördern.
  3. Unter grossem Stress pressen manche Menschen ihre Zähne unter Anspannung fest zusammen. Sie können auch nachts mit den Zähnen knirschen, was diese beschädigen kann.




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