Thema der Woche

Superfoods

Der berühmteste Arzt des Altertums und „Vater der Medizin“ Hippokrates sagte: “Deine Nahrung soll deine Medizin und deine Medizin soll deine Nahrung sein.” Genau das gilt für Superfoods – von A wie Acai bis Z wie Zimt. Denn Superfoods sind richtige Nährstoffwunder!

Was sind Superfoods? Das sind Lebensmittel mit „Super-Eigenschaften“, das heisst, sie können mehr als normale Lebensmittel und punkten mit einem Mix von Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien. In der Regel isst ein Normalverbraucher Superfoods nur versehentlich oder in ganz kleinen Mengen. Superfood wird aber nur dann wirksam, wenn es regelmässig in recht grossen Mengen auf dem Speiseplan steht.

Womit unterscheiden sich Superfoods von den herkömmlichen Lebensmitteln so stark? Sie liefern deutlich mehr Nähr-, Wirk- und Vitalstoffen und stammen aus Bio-Erzeugung oder sogar Wildwuchs. Sie schmecken nicht unbedingt lecker, doch sind immer vollwertig und ganzheitlich. Sie unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung: hemmen Entzündungen, aktivieren die Funktion von unseren Entgiftungsorganen und schützen unsere Zellen von freien Radikalen. Und das ist noch längst nicht alles, was diese extrem gesunden Lebensmittel für uns tun können.

Hier sind 12 beste Superfoods-Arten:

  • Green Food. Nicht zufällig gehören die grünen Blattgemüse an allererster Stelle zu Superfood. Sie waren unsere grundsätzliche Nahrung schon in alten Urzeiten. Wildpflanzen wie Löwenzahn und Brennnessel; grüne Kulturgemüse wie Salate, Spinat und Sellerieblätter; Gartenkräuter wie Petersilie, Basilikum und Melisse; Gräser wie Gerstengras und Dinkelgras usw – dieses Superfood versorgt uns mit nahezu allen Nährstoffen, die wir benötigen, darunter Proteine, Omega-3-Fettsäuren und Vitalstoffe. Heute isst man leider so wenig Blattgemüse, dass sie seinen Bedarf an Makronährstoffen kaum decken können.

  • Algen. Sie sehen nicht unbedingt appetitlich aus, doch stehen sie nicht zufällig auf dem täglichen Speiseplan vieler Asiaten. Algen sind mit ihren vielen Ballaststoffen und Antioxidantien und ihrem hohen Jodgehalt extrem gesund. Diese wahren Alleskönner haben eine antibakterielle Wirkung, stärken unsere Abwehrkräfte und senken den Cholesterinspiegel. Grün-, Rot- und Braunalgen liefern hochwertigen Eiweiss sowie wertvolle Nähr- und Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Phosphor und haben dabei kaum Fett und wenig Kalorien. Die wohl berühmtesten Super-Algen sind Laminaria, Chlorella und Spirulina.

  • Kreuzblütler. Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl und Weisskohl und viele weitere Kohlgemüse sowie der Rucola und der Senf, Rettich, Radieschen und der Meerrettich punkten an Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Das Besondere der Kreuzblütler ist aber der hohe Gehalt an Glucosinolaten, die früher als Vitamin U bezeichnet wurden. Diese besonderen Stoffe besitzen antioxidative Fähigkeiten und können dazu beitragen, die Entwicklung einiger Krebsarten zu hemmen. Sie können schädlich wirkendes Aflatoxin beseitigen – ein von Pilzen gebildeter giftiger Stoff. Rohes Sauerkraut hat neben den Vorteilen eines Kreuzblütlers auch noch probiotische Kulturen, die schädliche Bakterien wie Helicobacter pylori verdrängen und den Aufbau einer gesunden Darmflora unterstützen.

  • Pilze. Superfood-Pilze sind bei einigen Völkern seit langem in Verwendung und ihre Wirkung reicht von der Stärkung des Immunsystems bis zum Stressabbau. Zum Beispiel Chaga sorgt für starkes Immunsystem und hat einen aussergewöhnlich hohen Anteil an Antioxidantien, über 215 Nährstoffe sowie das Beta-Glucan. Cordyceps aus den Hochebenen Tibets schenkt Energie und Vitalität und verbessert die Sauerstoffzufuhr und Durchblutung sowie die Leistungsfähigkeit. Der Shiitake-Pilz gilt als aktives Lebensmittel auch zur Krebs-Prophylaxe.

  • Nüsse. Nüsse enthalten ein Fett von bester Qualität aus hauptsächlich einfach ungesättigten Fettsäuren sowie Ballaststoffe mit präbiotischen Eigenschaften. Mandeln sind daneben reich an Magnesium, Calcium und Vitamin B. Die eiweissreichsten Sorten sind Erdnüsse mit 25 Gramm Eiweiss pro 100 Gramm, Mandeln mit 19 Gramm Eiweiss pro 100 Gramm und Pistazien sowie Cashews mit 18 Gramm Eiweiss pro 100 Gramm. Walnüsse, Macadamia, Mandeln, Pistazien oder Paranüsse kann man in Salaten, Wok-Gerichten, Obst und Müsli verarbeiten oder einfach als eine Zwischenmahlzeit geniessen.

  • Samen. Abgesehen von den berühmten Chia- und Leinsamen gibt es noch andere Samenarten, die sehr gut für unsere Gesundheit sind. Basilikumsamen enthalten Vitamin B6, Vitamin E und Vitamin K, Zink, Calcium, Magnesium und Eisen sowie Proteine und wichtige Omega-3-Fettsäuren. Sesamsamen wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Hanfsamen haben einen hohen Gehalt an den bestens verwertbaren Eiweiss.

  • Kerne. Kürbiskerne sind eine gesunde Proteinquelle und punkten an Mineralstoffe wie Magnesium, Zink, Eisen und Kupfer. Traubenkerne sind besonders reich an oligomeren Procyanidinen (OPC), und weisen daher eine antioxidative, entzündungshemmende, gefässschützende und regenerative Wirkung auf. Papayakerne helfen bei der Regeneration und Entgiftung der Leber.

  • Früchte. Granatäpfel sind reich an Ballaststoffen, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Eisen und weiteren Antioxidantien und wirken präventiv gegen Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Entzündungen und Krebs. Die Avocado ist ausserordentlich reich an gesunden Fetten. Acerola und Camu-Camu sind echte Vitamin-C-Bomben.

  • Beeren. Super gesund und top im Geschmack bieten sie ein Paket an Vitaminen, Ballaststoffen, Mineralstoffen und vor allem gesunden Pflanzenfarbstoffen. Als kleine Kraftpakete tanken die Blaubeeren unsere Körperzellen mit wertvollen Nährstoffen auf und stärken unser Gehirn. Acaibeeren mildern Entzündungen und stärken das Herz. Gojibeeren sind wahre Wunderpakete, die die Stoffwechselaktivität erhöhen und die Gewichtsabnahme unterstützen. Heidelbeeren sind ein wirksamer Schutzschild im Kampf gegen freie Radikale. Cranberries sind reich an Vitamin C und A, B und E sowie an Mineralstoffen. Sanddorn zählt zu den wenigen pflanzlichen Lieferanten für Vitamin B12.

  • Knollen- und Wurzelgemüse. Sie stecken voller wichtiger Nährstoffe und Vitamine. Knoblauch ist ein natürliches Antibiotikum gegen vielerlei Entzündungsprozesse. Knollensellerie kräftigt Nerven und Gehirn und lindert nervöse Störungen. Die Scharfstoffe der Ingwer-Knolle haben eine starke antibakterielle und schmerzstillende Wirkung und verleihen Schwung, Konzentration und Frische.

  • Gewürze. Curcuma ist ein hochwirksames Antioxidant, beugt daneben Gallensteinen vor und unterstützt die Zahngesundheit. Oregano wirkt als natürliches Antibiotikum und befreit uns bei Parasitenbefall.

  • Bohnen. Sie sind mehr als nur Proteinbomben, sondern stecken voller Ballaststoffe, Proteine, Vitamine und Mineralien. Limabohnen enthalten viel Eisen und sind reich an Ballaststoffen. Roher Kakao aus Kakaobohnen sorgt für starke Nerven und setzt Endorphine für gute Stimmung frei.

Superfoods müssen unbedingt jeden Tag in Ihren Speisplan gepackt sein. Egal ob Ingwertee mit Curcuma, ein Mix aus frischen Beeren, ein grüner Smoothie mit reichlich Blattgemüse, ein Avocadomus auf dem Vollkornbrot, Kürbiskerne oder Mandeln als ein Snack zwischendurch – je mehr Superfoods man isst, umso besser!

Fakten zum Thema

  1. Um das Superfood geniessbar zu machen sind oft verschiedene Verarbeitungsschritte nötig wie zum Beispiel Extraktion, Trocknung, Zugabe von reichlich Zucker oder Aromen. Deshalb muss man sich davon überzeugen, dass es sich nicht nur um eine in Kleinstmengen vorhandene Zutat in einem Lebensmittel handelt, sondern um ein „echtes“ Superfood-Produkt.
  2. Superfoods gehören zu den aktuellsten Ernährungstrends, doch eine einheitliche, wissenschaftlich anerkannte Definition davon gibt es nicht. Allgemein versteht man unter Superfoods Lebensmittel, die besonders reich an bestimmten gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen sind.
  3. Superfoods können den Vegetarier-Speisenplan wesentlich bereichern. Sie können feste Bestandteile in grünen Smoothies, grünen Puddings und Smoothie Bowls und beim zuckerfreien Leben sein. Als eine gesunde, rohköstliche und vegane Proteinquelle erfreuen sich Superfoods auch in der Yoga-Szene grosser Beliebtheit.

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