Thema der Woche

Polyphenole

Sie kommen in fast allen Pflanzen vor und versprechen viele Vorteile für unseren Körper. Sie sind durch ihre starke antioxidative Wirkung geschätzt und überzeugen durch ihr grosses und breites Wirkungsspektrum für unsere Gesundheit. Polyphenole müssen auf jeden Tisch gehören!!

Polyphenole sind bioaktive Substanzen, welche die Pflanzen vor Fressfeinden schützen oder Insekten locken. In unserem Körper spielen sie auch eine wichtige Rolle. Es sind rund 100.000 dieser natürlichen Farb-, Geruchs- und Geschmacksstoffe bekannt, die ihrerseits in Phenolsäuren (meist Gerbsäuren) und Flavonoide (Pigmente) unterteilt werden. Dazu zählen auch Phytoöstrogene und einige Ballaststoffe. Polyphenole haben eine antivirale, eine antimikrobielle, eine stark antioxidative und sogar eine antikarzinogene Wirkung und können unser Immunsystem stärken und Entzündungen hemmen.

Phenolsäuren (wie Caffeinsäure und Ellagsäure) tragen zur Vorbeugung vor Herz- und Krebserkrankungen bei, indem sie die Fettoxidation verhindern und die Zusammenballung von Blutplättchen verringern. Ca. 4000 Flavonoide schenken vielen Obst- und  Gemüsesorten sowie Kräutern ihre leuchtenden Farben und weisen eine antioxidative und hormonähnliche Wirkung auf. Die bekanntesten davon sind das Quercetin aus der Zwiebel und das Genistein aus den Sojabohnen sowie Citrus-Flavonoide Hesperidin und Rutin. Flavonoide tragen dazu bei, Blutgefässe und Immunsystem zu stärken, entzündliche Prozesse in der Haut, Gelenken, Muskeln sowie menopausale Beschwerden zu verringern. Darüber hinaus lindern sie Heuschnupfen und vermindern das Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfälle.

Hier sind Tipps, wie man genügend gesundheitsfördernde Polyphenole tanken kann.

  • Am besten nimmt man Polyphenole durch einen regelmässigen Verzehr von reichlich Obst und Gemüse auf.

  • Es gibt wertvolle Nahrungsergänzungen, die Polyphenole einzeln, als Komplex oder auch in Kombination mit den anderen wichtigen Nährstoffen liefern.

  • Polyphenole weisen eine synergetische Wirkung zusammen mit Vitamin C auf und können dessen Aufnahme verbessern.

  • Eine grosse Menge an Polyphenolen beinhalten Gewürze wie Nelke, Pfefferminze, Sternanis und andere.

  • Gemüse enthalten eine beachtliche Menge an Polyphenolen. Die reichsten Polyphenol-Lieferanten davon sind Artischocken, Chicorée, rote Zwiebeln und Spinat.

  • Rohes Kakaopulver punktet mit mit 3.448 mg Polyphenole auf 100 g. Doch man sollte darauf achten, dass der Zusatz von Milch ihre Wirkung behindern kann.

  • Aroniabeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Erdbeeren und rote Himbeeren sind eine sehr reiche Quelle an Polyphenolen.

  • Schwarze Johannisbeeren, Pflaumen, Süsskirschen und Äpfel beinhalten eine hohe Anzahl von Polyphenolen.

  • Rohe sowie geröstete Nüsse verfügen über einen hohen Polyphenolgehalt. Das gilt besonders für Hasel-, Pekan-, Walnüsse und Mandeln.

  • Schwarzer und grüner Tee enthalten entsprechend 102 mg und 89 mg Polyphenole auf 100 ml. Übergiesst man den Tee mit kochendem Wasser, erhöht sich die Menge an Polyphenolen, was dem Tee einen herb-bitteren Geschmack verleiht.

  • Die in dem Kaffee enthaltenen Polyphenole können laut einer Studie den Prozess der Autophagie ankurbeln.

Mit diesen Tipps können Sie Ihre Gesundheit verbessern und Krankheiten vorbeugen, indem Sie den Verzehr an natürlichen Polyphenolen erhöhen.

Fakten zum Thema

  1. Der Gehalt an Polyphenolen in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten kann abhängig vom Klima und von der Pflanzensorte sehr unterschiedlich sein.
  2. Polyphenole sind in verschiedenen Teilen der Pflanzen unterschiedlich verteilt und in der Regel in Blättern und unter den Schalen von Obst und Gemüse viel stärker konzentriert als in den Wurzeln.
  3. Wilde Pflanzen und Pflanzen aus biologischem Anbau verfügen über einen höheren Gehalt an Polyphenolen als Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau oder aus dem Gewächshaus.




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