Thema der Woche

Haushaltsschädlinge

Unsere Wohnungen bieten optimale Lebensräume nicht nur für uns. Es kann sein, dass sich auch Motten, Ameisen und Co. bei uns ganz gemütlich fühlen.

Sie sind überall, sie können sich in den kleinsten Spalten und Ritzen verstecken. Manche sind total lästig und nicht alle davon sind harmlos. Sie können Krankheiten übertragen oder Lebensmittel zerstören. Wanzen im Bett, Silberfischchen in der Küche, Motten in den Kleidern – Igitt! Insekten sind ja nur draussen schön anzusehen, aber nicht in der Wohnung. Wie können Sie die Schädlinge wieder loswerden?

Vorbeugung ist der beste Schutz, so dass die Schädlinge erst gar nicht ins Haus kommen. Am besten lagert man Vorräte in luftdicht verschliessbaren Behältern aus Glas, da Papier und Plastik keinen ausreichenden Schutz vor Mottenlarven bieten können. Die Vorräte sollten trocken, kühl und nicht zu lange gelagert werden. Alle Räume und Textilien sollen regelmässig gelüftet, und Textilien auch gewaschen werden. Damit kein lästiges Tierchen von draussen in Ihre Wohnung gerät, verwenden Sie Insektenschutzgitter an Fenstern und Balkontüren und dichten Sie Ritzen und Spalten in Wänden ab.

Sind Schädlinge trotz aller Vorsicht doch in Ihrem Haus? Hier finden Sie einige praktische Tipps.

  • Fliege. Fliegen sind wohl die am meisten nervenden Hausschädlinge. Sie befallen Fleisch, Fleischwaren, Fisch, Käse und viele andere Lebensmitteln. Fliegen können Krankheitserreger, lebensmittelzersetzende Pilze und Bakterien übertragen und Produkte verflüssigen. Fliegengitter und Fliegenklebefallen sind die besten Helfer. Düfte wie Lavendel, Zitronella und Basilikum schrecken Fliegen ab. Selbstverständlich müssen die Abfalleimer häufig gereinigt werden.

  • Fruchtfliege. Fruchtfliegen sind nur 2 bis 4 mm gross und setzen sich in grossen Scharen auf Obst und vermehren sich in Handumdrehen. Die besten Helfer sind Fallenkonstruktionen und Fangvorrichtungen. Man kann die lästigen Fliegen auch einfach mit einem Staubsauger wegsaugen.

  • Kakerlake. Schauben, oder Kakerlaken vermehren sich rasant und können Salmonellen, Schimmelsporen, Magen-Darm-Erkrankungen übertragen und Allergien auslösen. Doch man sollte die Kakerlake nicht zertreten, da sie ihre Eier unter ihrem Chitinpanzer mit sich herumtragen. Die Eier können dann an der Schuhsohle kleben und dadurch im Haus verteilt werden. Es ist besser, die Kakerlake in einem Gefäss zu fangen. Ein bekanntes Mittel gegen Kakerlaken ist Essig. Sie können auch den Geruch der Katzenminze und Lorbeerblätter nicht ausstehen. Es gibt auch spezielle Mittel wie Köderdosen und Pulver, Borax und Naturprodukte mit Abamectin gegen diese Schädlinge.

  • Kleidermotte. Die Kleidermotten selbst sind mit blossem Auge kaum erkennbar. Man sieht nur kleine Löcher im Gewebe. Die von Kleidermotten befallenen Textilien sollten in der Waschmaschine bei möglichst hohen Temperaturen gewaschen werden oder eine Woche lang in der Gefriertruhe gelagert werden. Da Kleidermotten sich von organischen Rückständen wie Fett und Haut- oder Haarschuppen ernähren, sollte man bereits getragene Kleidung nur kurz im Kleiderschrank aufbewahren, um keine Motten anzulocken.

  • Dörrobstmotte. Das ist eine Lebensmittelmottenart und die Larven der Motten richten den Schaden in unseren Lebensmitteln wie Getreideprodukten, Schokolade, Nudeln, Müsli, Kaffee, Kakao, Gewürze, Brot, Nüsse oder Hülsenfrüchte an. Diese Schädlinge können meistens durch beschädigte bzw. bereits befallene Verpackungen in den Haushalt geraten. Stark befallene Lebensmittel sollten möglichst schnell entsorgt werden. Die nur leicht befallenen Lebensmittel können im Backofen auf 60 bis 70° C erhitzt oder 48-72 Stunden lang eingefroren werden.

  • Ameise. Sie werden von Zucker, Früchten, Honig oder Süssspeisen angelockt und stellen selber keine Gesundheitsgefahr gar. Gegen Ameisen helfen stark duftende Substanzen und Hausmittel wie Knoblauch, Zimtpulver, Lavendel, Nelken, Wacholder, Kerbel, Thymian, Majoran, Zitrone, aber auch Essig oder ätherische Öle. Ameisen wandern auf «Strassen», wo man leimbasierte Klebebarrieren schaffen kann.

  • Bettwanze. Bettwanzen sind lästig und können sich schnell vermehren. Diese Blutsauger verstecken sich hinter Bildern, Tapeten, Fussleisten, Lichtschaltern sowie in Ritzen und Spalten von Möbeln. Bettwanzen stechen nachts und ihre Einstiche jucken lange, wobei Allergiker sogar heftig reagieren können. Wie werden Sie sie los? Am einfachsten klopfen Sie die Bettgestelle aus und entsorgen die Wanzen im WC. Es hilft auch, die Beine des Bettes mit doppelseitigem Klebeband zu bekleben. Sie können auch einen professionellen Schädlingsbekämpfer kommen lassen.

  • Silberfischchen. Diese flügellosen Insekten haben silberglänzende Schuppen und sind bis 1 cm gross. Sie lieben es feucht, warm und dunkel und können bei sehr starkem Auftreten Schäden an Tapeten, Bucheinbänden, Bildern und gestärkten Textilien richten. Am besten hält man das Zuhause trocken und lüftet regelmässig. Man kann auch feuchte, leicht gezuckerte Tücher als Fallen auslegen und die gesammelten Insekten im WC entsorgen.

  • Floh. Flöhe sind Blutsauger. Ihre Stiche jucken stark und lange und können sich leicht infizieren. Ein Antiflohmittel ist der beste Helfer für Ihr Haustierchen. Es hilft auch, täglich viermal während sieben Tagen Staub zu saugen. Wenn nichts hilft, können Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen.

  • Kellerassel. Diese Insekten lieben feuchte Keller mit pflanzlichen Vorräten und benötigen zum Überleben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie schädigen Vorräte von Kartoffeln oder Obst und hinterlassen Kotspuren und pilzbesetztes Holz. Was hilft gegen Kellerassel? Sie können Fliegengitter an Fenstern und Türen anbringen und Räume durch Heizen und Lüften austrocknen.

Mit diesen Tipps können Sie die lästigen Schädlinge im Haus sicher bekämpfen und diese stets unwillkommenen Gäste nie wieder zu Besuch haben!

Fakten zum Thema

  1. Oft greift man bei Schädlingsbefall zu den chemischen Insektenvernichtungsmitteln. Doch für empfindliche Personen (Babys, Schwangere, Kranke) können sie Gesundheitsrisiken bergen. Einige Giftstoffe können durch die Atemluft in den Körper gelangen oder sogar die Umwelt durch die belasteten Abfälle und Wasser kontaminieren.
  2. Es gibt eine angenehme Methode, sich vor Haushaltsschädlinge zu schützen. Ätherische Öle wie Zitrone, Orange, Pfefferminze, Lavendel, Zeder, Anis, Geranie oder Eukalyptus sind eine gute Vorbeugung gegen Insektenbefall. Stellen Sie die Duftöllampen einfach an entsprechenden Stellen.


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