Thema der Woche

Frühjahrsmüdigkeit

Schon am Morgen müde, schlapp und angeschlagen? Starke Kopfschmerzen, Schwindel und alle Glieder tun Ihnen weh? Wegen Frühjahrsmüdigkeit geht es manchen Menschen wirklich mies und sie fühlen sich antriebslos. Doch man kann den Körper ein wenig unterstützen.

Warum sind wir im Frühling müde? Die Frühlingsmüdigkeit ist die Folge der Umstellung unseres Körpers und seines Hormonhaushaltes am Ende des Winters. „Schuldig“ daran ist die Zirbeldrüse im Gehirn, die für die Produktion des Hormons Melatonin verantwortlich ist, der unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Die Dunkelheit fördert seine Ausschüttung. Doch stärkere Sonnenstrahlung im Frühling fördert die Ausschüttung des Glückhormons Serotonin. Jetzt senden diese zwei Hormone ganz unterschiedliche Signale an unseren Körper – gleich wie Bremse und Gas gleichzeitig – und bringen unser Organismus aus dem Gleichgewicht.

Hier sind 12 einfache Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit:

  • Trinken Sie genügend Wasser. Das gilt natürlich nicht nur im Frühling, doch wenn unser Körper sich vom Winter auf den Frühling umstellen muss, benötigt er ausreichend Flüssigkeit für einen optimalen Stoffwechsel in den Zellen. Wasser, Tee ohne Zucker und verdünnte Fruchtsäfte – besonders aber doch Wasser – sind wichtige Muntermacher. Trinken regt die Nierentätigkeit an und fördert schnelle Ausscheidung der wasserlöslichen Stoffwechselabfälle. So trinken Sie Ihre Müdigkeit weg.

  • Schlafen Sie gut aus. Am besten gehen Sie früh ins Bett und stehen Sie mit den Hühnern auf. So bekommt Ihr Körper genügend Sonnenlicht, was Ihrer inneren Uhr und den Melatonin-Spiegel abzubauen hilft.

  • Wechselduschen. Das ist eine gute Möglichkeit, den Kreislauf und Hormone in Schwung zu bringen und die Durchblutung zu fördern. Am besten zuerst eine warme Dusche, dann kaltes Wasser über Füsse von unten nach oben. Im ersten Durchgang können Sie sich mit Beinen und Armen an das kalte Wasser gewöhnen, dann zurück auf heisses Wasser wechseln und anschliessend über den Rücken den ganzen Körper mit dem kalten Wasser aufmuntern, drei oder viermal wiederholen und mit kaltem Wasser abschliessen. Das braucht natürlich ein Bisschen Mut, doch es lohnt sich.

  • Viel Bewegung im Freien. Ein Spaziergang bei jeder Witterung ist im Frühling ein absoluter Muss. So schenken Sie Ihrem müden Körper mehr Energie, da regelmässige Bewegung an der frischen Luft den Kreislauf in Schwung bringt und die Sauerstoffzufuhr fördert. Joggen, Radfahren und Spaziergänge sorgen dafür, dass Ihr Gehirn genügend Sauerstoff bekommt, und lassen Müdigkeit und Konzentrationsmangel weg. Tanken Sie Tageslicht: er ist ein perfekter biologischer Wecker.

  • Ein kleines Mittagsschläfchen. Das ist wohl der Lieblingstipp für die meisten Frühlings-Schlafmützen. Es sollte jedoch nicht länger als 30 Minuten dauern, sonst produziert der Körper wieder Melatonin und Sie werden schlapp und müde.

  • Kopf hoch beim Schlafen. Bei einem niedrigen Blutdruck kommt der Kreislauf morgens nur schwer in die Gänge. Lagert man Kopf und Oberkörper etwas erhöht, fällt der Blutdruck beim Aufstehen weniger stark.

  • Massage. Akupressur bringt Ihren Energiehaushalt wieder in Schwung. Sie können einfach beide Ohrläppchen mit Daumen und Zeigefinger massieren und dann mehrmals daran ziehen.

  • Frischetherapie durch ätherische Öle. Solche Ätherischen Öle wie Bitterorange, Bergamotte und Geranie haben eine belebende Wirkung und können Ihre Stimmung in wenigen Sekunden aufhellen. Lemongras kann Ihr Immunsystem stimulieren.

  • Essen Sie scharf. Scharfe Knollen wie Radieschen und Ingwer sowie scharfe Gewürze wie Knoblauch, Pfeffer, Majoran, Muskatnuss, Thymian und Oregano liefern Eisen, das für die Zellatmung und die Produktion von Energie in der Zelle sowie für die Blutbildung wichtig ist.

  • Essen Sie genügend Eiweiss. Eiweiss fördert die Ausschüttung von Orexin – einem Botenstoff, der unsere körperliche Aktivität steigert und belebend wirkt.

  • Essen Sie Vitamine. Im Frühling leidet man oft an einem latenten Mangel an Vitaminen, Eisen und Spurenelementen. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte liefern wichtige Vitamine und Spurenelemente. Kohlenhydrate fördern die Produktion von Serotonin. Milchprodukte, Fleisch und Fisch decken den erhöhten Eiweissbedarf ab. Eine gesunde Ernährung ist die beste Medizin bei einer Frühjahrsmüdigkeit. Doch bei einem Mangel kann man mit Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. Multivitamin- und Eisenpräparaten) nachhelfen. Besonders wichtig sind in diese Zeit Vitamine B, C und E sowie Eisen, Magnesium, Kalzium und Zink.

  • Hören Sie Musik. Das hört sich wohl ungewöhnlich an, doch schnelle Musik regt an. Wenn die bpm (beats per minute) deutlich über dem eigenem Puls liegen, dann fördert das laut einer Untersuchung die Aktivitätszentren in unserem Gehirn. Stücke mit einer Taktzahl von etwa 130 bpm sind perfekte Muntermacher.

Mit diesen zwölf Tipps bringen Sie Ihren Stoffwechsel in Schwung und schlagen der Frühjahrsmüdigkeit bestimmt ein Schnippchen!

Fakten zum Thema

  1. Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit. Doch wenn depressive Gefühle oder extreme Müdigkeit über Monate anhalten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Hinter solchen Symptomen können sich eine Depression oder ein chronisches Müdigkeitssymptom verbergen.
  2. Laut einer Studie der Georgetown University in Washington D.C. beginnt Frühjahrsmüdigkeit im Kopf. Im Gehirn befinden sich die Speicher des Aktivitätshormons Serotonin, die der Winter tagtäglich leert, wobei das Schlafhormon Melatonin in höherer Konzentration im Blut zirkuliert. Da der Körper auf diese Weise seine "Reserven" verbraucht hat, bekommen viele Schwierigkeiten mit der Umstellung von der dunklen zur hellen Jahreszeit.
  3. Im Winter verbringen wir die meiste Zeit in geschlossenen Räumen, weswegen unser Körper zu wenig Sauerstoff bekommt. Häufiges Gähnen, Kopfschmerzen, Leistungsabfall und Kreislaufstörungen sind die Folgen. Bereits ein kurzer Spaziergang am Tag versorgt unseren Köper mit genug Sauerstoff und Licht und hellt die Stimmung auf.
  4. Eiweissreiche Kost enthält viel Tryptophan, aber blockiert seinen Transport ins Gehirn, was den Serotoninspiegel senkt. Kohlenhydratreiche Kost erhöht den Blutzuckerspiegel und schafft so optimale Voraussetzung für den Transport des Tryptophans ins Gehirn.
  5. Wetterfühlige Menschen sind von der Frühjahrsmüdigkeit öfter betroffen. Dasselbe gilt für Menschen mit einem niedrigen Blutdruck (häufiger Frauen als Männer) sowie für ältere Menschen.

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