Eine der häufigsten Erkrankungen – und jeder Zweite weiss nichts davon

Bluthochdruck

Diese Erkrankung entwickelt sich schleichend und bleibt lange unerkannt: Bluthochdruck. Wie gefährlich ist eine Hypertonie und wie kann man ihr vorbeugen?

Man unterscheidet zwei Arten von Bluthochdruck: die primäre (essentielle) und die sekundäre Hypertonie. Von einem primären Bluthochdruck spricht man, wenn keine anderen Erkrankungen zugrunde liegen. Eine sekundäre Hypertonie tritt auf, wenn ein erhöhter Blutdruck von anderen Erkrankungen verursacht wird. Der Blutdruck verändert sich ständig und Blutdruckschwankungen im Laufe des Tages sind ganz natürlich. Ist man zum Beispiel wütend oder aufgeregt, rast der Puls und der Blutdruck steigt. Zahlreiche komplizierte Prozesse stehen dahinter, die unseren Körper auf unterschiedliche Situationen anpassen. So verändert sich unser Blutdruck abhängig von der Herzleistung, dem Widerstand der Gefässwände, von der Art der Tätigkeit usw. Leidet man unter Hypertonie, spürt man Schmerzen, Brennen oder ein starkes Druckgefühl im Brustkorb. Es kann auch zur Atemnot, Krampfanfällen, Lähmungen oder Sprechstörungen, starker Übelkeit (mit oder ohne Erbrechen), Nasenbluten und deutlicher Benommenheit kommen.

Mit nachlassender Elastizität der Arterien, was besonders für ältere Menschen und für Menschen mit einem starken Übergewicht gilt, steigt der systolische Blutdruck. Zu Risikofaktoren gehören auch Stress, Bewegungsmangel, das obstruktive Schlafapnoesyndrom, Rauchen und zu viel Alkohol. Bluthochduck und Schlaganfälle bei nahen Verwandten spielen auch eine grosse Rolle.

In welchem Fall spricht man von Bluthochdruck? Bei einem gesunden Menschen hat der normale Blutdruck einen Wert von rund 120/80 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Als ein leichter Bluthochdruck gilt ein dauerhafter Wert von 140-159/90-99 mmHg. Ab 180/110 beginnt schon eine schwere Hypertonie, die das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko steigen lässt sowie Probleme für Nieren und Augen verursacht. Bei einer hypertensiven Krise schiesst der Blutdruck auf Werte von mehr als 230/130. Hier besteht schon die Gefahr von Organschäden (wie akutes Herzversagen, Herzinfarkt oder Lungenödem) oder eines Hirnschadens (Schlaganfall und Hochdruck-Enzephalopathie). Es kann sogar zum Reissen der Hauptschlagader kommen.

Ein langanhaltender Bluthochdruck (Hypertonie) ist gesundheitsschädlich und kann ernste Probleme hervorrufen, da unser Körper ihn nicht selbstständig senken kann. Der Druck auf die Gefässe ist in diesem Fall ständig höher als er sein sollte und als Folge verdickt sich der Herzmuskel, die Gefässe verlieren an Elastizität und werden anfälliger für Verschleiss. All das kann einen Herzinfarkt, Herzschwäche oder einen Schlaganfall verursachen. Ein zu hoher Blutdruck ist daher auf Dauer gefährlich und kann sogar lebensbedrohlich werden.

Diese Tipps helfen Ihnen, Ihren Blutdruck unter Kontrolle zu halten.

  • Die regelmässige Blutdruck-Selbstmessung hilft, Probleme mit dem Blutdruck rechtzeitig zu entdecken. Dazu sind elektronische Geräte für den Oberarm und das Handgelenk bestens geeignet. Es empfiehlt sich, den Blutdruck zweimal täglich immer zu den gleichen Tageszeiten zu messen.

  • Eine Gewichtsreduktion ist am wichtigsten, um einen hohen Blutdruck zu senken, da ein starkes Übergewicht eine der meist verbreiteten Ursachen für Hypertonie ist.

  • Essen Sie gesund. Besonders empfohlen ist die Mittelmeerküche. Obst und Gemüse müssen auf Ihrem täglichen Speiseplan stehen. Verzehren Sie mehr Fisch und weniger rotes Fleisch und vermeiden Sie Fertigkost, Süssigkeiten, Konserven und Wurstwaren. Wählen Sie eher fettarme, ungesüsste Produkte. Nutzen Sie Oliven-, Raps-, Soja-, Nuss- und Leinöl als Hauptfettquellen.

  • Eine kochsalzarme Ernährung ist höchst empfehlenswert – maximal 5 Gramm Kochsalz pro Tag. Statt zu viel Salz verwenden Sie natürliche Kräuter und Gewürze.

  • Regelmässige Bewegung ist als eine vorbeugende Massnahme von grosser Bedeutung. Einfach sich täglich ausreichend bewegen. Dadurch werden Kreislaufbeschwerden reduziert. Studien zeigen, dass sportliche Betätigung zwei bis dreimal pro Woche die Blutdruckwerte bei Menschen mit Hypertonie senken lässt.

  • Bei einem erhöhten Blutdruck sollte man nicht flach schlafen. Stattdessen erhöhen Sie das Kopfteil um etwa 20 Grad. Stehen Sie immer langsam auf. Am besten legen Sie eine zweiminütige Sitzphase zwischen Liegen und Aufstehen ein.

  • Geben Sie das Rauchen auf. Das ist für Hypertoniker sogar lebenswichtig.

  • Sorgen Sie für Stressabbau. Lassen Sie den allgegenwärtigen Stress nicht Überhand nehmen und greifen Sie zu verschiedenen Entspannungstechniken.

  • Suchen Sie regelmässig Ihren Hausarzt für einen Gesundheitscheck auf. Durch eine rechtzeitige Behandlung können 75% der Betroffenen wieder gute Blutdruckwerte erreichen.

  • Bei plötzlichem, massivem Blutdruckanstieg mit Anzeichen von Organschäden (Hypertensiver Notfall) alarmieren Sie sofort den Notarzt.

Schon diese einfachen Tipps und Selbsthilfemassnahmen helfen Ihnen, den Blutdruck in Griff zu bekommen!

Fakten zum Thema

  1. Die Gefahr, an Bluthochdruck zu erkranken, steigt um 50 bis 80%, wenn ein Elternteil darunter leidet.
  2. Der Bluthochdruck ist der Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  3. Fast jeder zweite Betroffene weiss nichts von seinem Bluthochdruck.




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