Thema der Woche

Ätherische Öle

Schöne Düfte mit grosser Wirkung: bestimmte ätherische Öle können sich positiv auf unsere Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Sie haben eine Direktleitung zu unseren Gefühlen und können als Hausmittel bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden. Ihre Anwendungsmöglichkeiten sind so unterschiedlich wie die Duftstoffe. Wie funktioniert das?

Das Wort “ätherisch” stammt vom griechischen “Aether” (“Himmelreich”) und bedeutet “himmlisch”, “feinstofflich”, also etwas nicht Fassbares. Durch die Nase gelangen die Duftmoleküle zur Riechschleimhaut, werden in ein elektrochemisches Signal umgewandelt und direkt in das limbische System unseres Gehirns weitergeleitet. Durch dieses System kann es unsere Gefühle und unseren Hormonhaushalt, also sowohl physische, als auch psychische Prozesse in unserem Körper beeinflussen. „Der Geruchssinn greift auf vielen Ebenen in unser Leben ein, häufig ohne uns bewusst zu werden“, sagt Prof. Hanns Hatt, Biologe an der Ruhr-Universität Bochum. Experten sind der Meinung, dass Pflanzen ein eigenes “Immunsystem” haben, das sie eigene Wirkstoffe gegen Schädlinge, Viren, Bakterien, Pilze usw. produzieren lässt. Und gerade diese Wirkstoffe können als ätherische Öle gewonnen werden, die ihrerseits bis zu 500 Inhaltsstoffe (Vielstoffgemische) für einen vielschichtigen Schutz haben.

Diese natürlichen Substanzen sind hochkonzentriert und enthalten die gebündelte Lebenskraft der ganzen Pflanze. Ätherische Öle sind keine gewöhnliche Öle, sie sind eher Pflanzendüfte in flüssiger Form. Die meisten davon werden aus Blüten, Nadeln, Samen, Rinden, Wurzeln, Harzen und Blättern von bestimmten Pflanzen über Wasserdampfdestillation bei Temperaturen von bis zu 70 Grad gewonnen. Es gibt aber eine sehr schonende Methode ohne Hitze – Kaltpressung – doch diese eignet sich nur für wenige Pflanzen. Die Düfte aus Blüten werden mit Hilfe eines chemischen Lösungsmittels extrahiert, da diese Pflanzenteile sehr empfindlich sind.

Hier sind Tipps zur Anwendung von ätherischen Ölen.

  • Beim Kauf achten Sie immer auf das Etikett. Das hochwertige ätherische Öl sollte 100 Prozent rein sein. Sonst kann diese synthetische Beimischungen enthalten oder verdünnt sein. In der Regel gibt es auf dem Etikett auch Information über die Qualität der verwendeten Pflanzen.

  • Ätherische Öle können gemischt mit Jojoba-, Mandel-, Sesam- oder Avocadoöl als wohltuendes Massageöl (bis zu 10 Tropfen auf 50 Milliliter) angewendet werden.

  • Für die Gesichts- und Körperpflege wenden Sie ätherische Öle nur verdünnt an und wählen Sie das geeignete Basisöl je nach Ihrem Hauttyp. Für ein Gesichtsöl nehmen Sie ein-zwei Tropfen ätherisches Öl auf 50 Milliliter Basis-Öl.

  • Geben Sie ein paar Tropfen des ätherischen Öls in einen Diffusor oder in eine Duftlampe. So schaffen Sie einen schönen Raumduft, der sich im ganzen Raum entfaltet und für Ihr Wohlbefinden sorgt. Alle Arten von Zitrusölen wirken stimmungsaufhellend und Ylang-Ylang kurbelt die Produktion des Glückshormons Serotonin an. Bei Einschlafstörungen kommt Lavendelöl zum Einsatz, Rosenöl hilft bei depressiven Verstimmungen, Kamillenöl entspannt und beruhigt. Sandel- und Zedernholzöl sind bei Anspannung, Stress und Überlastung wirksam.

  • In Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr greifen Sie zu desinfizierenden ätherischen Ölen. Teebaumöl stärkt Abwehrkräfte, Salbeiöl lindert Erkältungssymptome und Eukalyptus fördert Durchblutung, wirkt antibakteriell und hilft bei Husten und Schnupfen.

  • Bei Magenbeschwerden, Menstruationsschmerzen und Muskelschmerzen wirkt Kamillenöl entzündungshemmend und schmerzlindernd. Bei Kopf- und Bauchschmerzen und bei Schwindel kann Pfefferminzöl Abhilfe schaffen.

  • Teebaumöl ist ein Allrounder für die Haut: es hilft bei Hautunreinheiten und ist gut bei Insektenstichen, Sonnenbrand und gereizter Haut. Rosenöl ist durch seine regenerationsfördernden Eigenschaften und zarten Duft das beliebteste Mittel in der Gesichtspflege, sogar im Luxuskosmetikbereich.

  • Bei Angstzuständen mit Herzklopfen und innerer Unruhe machen Sie sich ein Rosenbad. Mischen Sie 3 Tropfen Rosenöl, 2 Tropfen Muskatellersalbeiöl, 2 Tropfen Geraniumöl und 1 Tropfen Myrtenöl in 3 EL (fettes) Johanniskrautöl und geben Sie das ganze ins Badewasser.

  • Beachten Sie, dass bei einer homöopathischen Behandlung Kamille-, Kampfer-, Pfefferminz- und Thymianöl nicht angewendet werden sollen. Bohnenkraut-, Fenchel-, Kampfer-, Rosmarin-, Zimt- und Zedernholzöl sind während Schwangerschaft und Stillzeit tabu. In jedem Zweifelsfall konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

Ätherische Öle sind nicht nur ein hipper Trend, sondern auch ein natürlicher und ganzheitlicher Weg, sich um eigene Gesundheit und Lebensqualität zu kümmern!

Fakten zum Thema

  1. Schon im alten Ägypten wurden pflanzliche Duftstoffe für therapeutische Zwecke eingesetzt. Dadurch wurde die Bezeichnung „Parfum“ abgeleitet .
  2. Ätherische Öle können auch giftig sein, da alles, was eine Wirkung hat, auch Nebenwirkungen haben kann.
  3. Hochwertige ätherische Öle werden mit der Kohlendioxid-Extraktion bei Temperaturen von nur 20 bis 25 Grad gewonnen. Dadurch bleiben die kostbaren Duftstoffe erhalten.
  4. Es ist wichtig, ätherische Öle richtig anzuwenden, um Allergien und Hautreizungen sowie andere Nebenwirkungen zu vermeiden.




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