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Slugging

So versiegeln Sie Feuchtigkeit für maximale Hautregeneration

Ein glänzender Trend aus Korea sorgt derzeit für Aufsehen in der Beauty-Welt – und das ganz ohne Glitzer. Beim Slugging wird statt neuer Produkte ein altbekannter Klassiker clever genutzt: Vaseline. Die Methode verspricht strahlende, geschützte Haut über Nacht – ganz ohne Aufwand. Doch was genau steckt hinter diesem schleimig klingenden Pflegeritual?

Hautpflege-Trend: Was ist Slugging?

Slugging mag auf den ersten Blick ungewöhnlich klingen, doch hinter diesem Namen verbirgt sich eine effektive Pflegemethode, die sich längst als Geheimtipp für pralle, hydratisierte Haut etabliert hat. Ursprünglich aus der koreanischen Beautywelt stammend, ist Slugging der letzte Schritt der abendlichen Hautpflegeroutine. Zunächst werden die Pflegeprodukte aufgetragen, dann kommt eine dicke Schicht Vaseline oder eine andere okklusive Creme darüber.

Die Haut wird wie unter einem Schutzschild versiegelt, sodass die wertvolle Feuchtigkeit über Nacht in ihr bleibt und nicht verdunstet. So kann sie sich intensiv regenerieren, wird vor äusseren Reizen geschützt und ist am nächsten Morgen sichtbar glatter und geschmeidiger. Der Name „Slugging” kommt dabei nicht von ungefähr, denn der glänzende Film auf der Haut erinnert an die Schleimspur einer Schnecke.

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  • Petrolatum (z. B. Vaseline) wird häufig fälschlicherweise als fettend oder komedogen eingestuft. Dieses Missverständnis ist jedoch wissenschaftlich widerlegt. Die Moleküle von Petrolatum sind zu gross, um in die Poren einzudringen. Es ist also nicht komedogen und verstopft die Poren nicht.
  • Slugging kann nicht nur im Gesicht, sondern auch an den Füssen angewendet werden. Beim sogenannten Foot Slugging werden nach dem Eincremen dickere Salben auf trockene, rissige Füsse aufgetragen und mit Frischhaltefolie und Socken über Nacht versiegelt. Das Ergebnis sind unglaublich weiche und hydrierte Füsse am nächsten Morgen.

Wie funktioniert Slugging-Hautpflege?

Das Geheimnis des Sluggings liegt in einer einfachen, aber hochwirksamen Technik. Dabei wird als letzter Schritt der Abendroutine eine dickere Schicht eines okklusiven Produkts, wie beispielsweise Vaseline, aufgetragen. Sie bildet eine schützende Barriere über der Haut, ähnlich einem unsichtbaren Pflaster. So bleibt die zuvor aufgetragene Feuchtigkeit in der Haut eingeschlossen und verdunstet nicht über Nacht.

Durch die Versiegelung können Wirkstoffe aus Seren oder Cremes tiefer in die Haut eindringen. So lässt sich die nächtliche Regenerationsphase optimal nutzen. Besonders bei trockener, empfindlicher oder gereizter Haut entfaltet Slugging seine Wirkung. Der Okklusivfilm beruhigt die Haut, schützt sie und unterstützt die Erneuerung der Hautbarriere.

Dabei ist die richtige Vorbereitung wichtig. Das Gesicht muss gründlich gereinigt und mit Pflegeprodukten versorgt werden, solange die Haut noch leicht feucht ist. Erst danach folgt die Versiegelung mit Vaseline oder einem ähnlichen, wasserundurchlässigen Produkt – und zwar gezielt auf den Partien, die besonders intensive Pflege benötigen.

Welche Körperregion würden Sie am ehesten sluggen?

Gesicht
Hände
Füsse
Nägel
Haare
andere
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Für welche Hauttypen ist Slugging zu empfehlen?

Slugging kann ein wahrer Hautretter sein, allerdings nicht für jeden Hauttyp. Besonders trockene, rissige oder empfindliche Haut profitiert von dieser Methode, da die schützende Fettschicht dabei hilft, Feuchtigkeit einzuschliessen und die natürliche Regeneration über Nacht zu fördern. Auch bei durch Retinol oder Peelings gereizter Haut kann Slugging beruhigend wirken und das Hautbild sichtbar verbessern.

Auch für normale und Mischhaut ist Slugging möglich, allerdings erfordert es etwas Fingerspitzengefühl. Anstatt das gesamte Gesicht zu versiegeln, empfiehlt es sich, nur die besonders trockenen Zonen, wie beispielsweise die Wangen oder die Augenpartie, zu behandeln.

Bei fettiger oder zu Akne neigender Haut sieht es anders aus. Zwar ist Vaseline nicht komedogen und verstopft die Poren nicht, doch die dichte Okklusionsschicht kann bei überaktiver Talgproduktion Unreinheiten fördern. Wer zu Pickeln oder Mitessern neigt, sollte also lieber die Finger vom Full-Face-Slugging lassen – oder sich gezielt dermatologisch beraten lassen.

Welche Effekte hat Body Slugging?

Nicht nur das Gesicht, sondern auch der Körper freut sich über eine Extra-Portion Pflege in Form von Body Slugging. Dabei wird nach dem Duschen oder dem abendlichen Pflegeritual eine reichhaltige, okklusive Schicht auf die Haut aufgetragen, um Feuchtigkeit intensiv einzuschliessen.

Die Haut wird über Nacht versiegelt, sodass keine wertvollen Pflegestoffe verloren gehen. Gleichzeitig kann sie sich in Ruhe regenerieren. Die Hautbarriere wird gestärkt, Irritationen werden gemildert und die Haut fühlt sich am nächsten Morgen sichtbar glatter, weicher und gesünder an. Body Slugging wirkt besonders bei trockener, strapazierter oder sensibler Körperhaut wie ein wohltuender Schönheits-Booster im Schlaf.

Slugging in Haarpflege – Ja oder nein?

Nach Gesicht und Körper ist nun das Haar an der Reihe. Hair Slugging heisst der Trend, der sprödem und glanzlosem Haar wieder auf die Sprünge helfen soll. Die Idee dahinter ist ähnlich wie beim klassischen Slugging. Eine nährende Schicht – in diesem Fall ein hochwertiges Haaröl – umhüllt das Haar über Nacht und verhindert somit den Feuchtigkeitsverlust. Wind, Heizungsluft, Sonne oder Salzwasser trocknen das Haar schnell aus – Hair Slugging wirkt dem gezielt entgegen.

Die Haarstruktur wird spürbar geschmeidiger, trockene Spitzen werden regeneriert und das Haar erhält wieder Glanz und Elastizität. Insbesondere für stark beanspruchtes, brüchiges oder von Urlaub strapaziertes Haar kann diese intensive Ölkur ein echter Gamechanger sein.

Bei feinem Haar ist jedoch Vorsicht geboten. Zu viel Öl kann es beschweren und strähnig aussehen lassen. Am besten mit den Spitzen beginnen, das richtige Öl – etwa Kokos-, Argan- oder Avocadoöl – wählen und ausprobieren, wie das eigene Haar darauf reagiert. Wer es richtig macht, wird morgens mit seidigem, glänzendem Haar belohnt – ganz ohne Frizz, dafür mit einem tollen Wow-Effekt.

Nail Slugging: Rettet dieser Trend die brüchigen Fingernägel?

Nail Slugging ist der neue Pflegetrend, der brüchigen und trockenen Nägeln endlich den Kampf ansagt. Dabei wird zunächst ein pflegendes Nagelöl auf die Nagelhaut und das Nagelbett aufgetragen. Anschliessend wird alles mit einer dicken Schicht Vaseline versiegelt. Über Nacht kann die Pflege tief einwirken und sorgt somit für sichtbar gepflegtere Nägel am nächsten Morgen.

Viele Dermatologen schwören auf diese Technik und empfehlen sie zur täglichen Anwendung – besonders bei stark beanspruchten Nägeln. Auch Nagelstudios bestätigen dies. Wer regelmässig Nagellack, Gel oder Acryl trägt, kann mit dieser intensiven Pflege seine Nägel wieder stärken, die Nagelhaut geschmeidiger machen und Rissen vorbeugen.

Doch Nail Slugging ist kein Wundermittel. Wenn die Ursache für brüchige Nägel tiefer liegt, beispielsweise durch Nährstoffmangel oder hormonelle Veränderungen, hilft auf Dauer nur eine ganzheitliche Lösung. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gegebenenfalls ein Gespräch mit dem Arzt. Trotzdem kann Nail Slugging nie schaden – und wer es regelmässig praktiziert, wird mit schönen, gesunden Nägeln belohnt.

Welche Produkte werden typischerweise für das Slugging verwendet?

Für das klassische Slugging sind fetthaltige, parfümfreie Salben mit okklusiver Wirkung ideal. Sie legen sich wie ein unsichtbarer Film über die Haut, verhindern das Verdunsten von Feuchtigkeit und unterstützen die nächtliche Regeneration. Wichtig ist dabei, dass die Formulierung frei von Duftstoffen und reizenden Zusätzen ist – besonders bei empfindlicher oder zu Irritationen neigender Haut.

Wer mineralölfreie Inhaltsstoffe bevorzugt, kann zu natürlichen Pflegebuttern wie Sheabutter oder Kakaobutter greifen. Auch pflanzliche Öle, wie Jojoba-, Squalan- oder Hagebuttenöl, besitzen okklusive Eigenschaften, sind jedoch leichter und atmungsaktiver. Sie eignen sich besonders gut für Mischhaut oder alle, die ein leichteres Hautgefühl bevorzugen.

Allen, die keine dicke Schicht auftragen möchten, sind feuchtigkeitsspendende Cremes mit Ceramiden und hautähnlichen Lipiden zu empfehlen. Sie stärken die Hautbarriere, spenden intensiv Feuchtigkeit und eignen sich besonders gut als Basis für eine sanfte Slugging-Variante – vor allem bei sensibler oder reaktiver Haut.

Von Kopf bis Fuss gepflegt: so funktioniert Slugging richtig

  • Starten Sie mit einem Patch-Test. Probieren Sie Slugging zunächst an einer kleinen Hautstelle aus. So erkennen Sie schnell, wie Ihre Haut reagiert, und vermeiden unerwünschte Irritationen. Besonders bei empfindlicher Haut ist das ein wichtiger Schritt.
  • Wählen Sie parfümfreie Produkte. Setzen Sie auf Cremes oder Salben ohne Duftstoffe und unnötige Zusätze. Das schont die Hautbarriere und verringert das Risiko von Allergien oder Rötungen. Ihre Haut erhält pure Pflege ohne Ballaststoffe.
  • Reinigen Sie die Haut gründlich. Bevor Sie sluggen, sollten alle Make-up-Reste entfernt sein. Andernfalls schliessen Sie diese unter der Schicht ein – das kann zu Pickeln oder Irritationen führen. Eine saubere Haut ist die beste Basis.
  • Tragen Sie leichte Seren oder eine Feuchtigkeitscreme vor dem okklusiven Produkt auf. Unter der „Versiegelung“ wirken die Wirkstoffe noch intensiver. Ihre Haut bleibt optimal durchfeuchtet.
  • Vermeiden Sie aggressive Wirkstoffe. Starke Peelings oder hochdosiertes Retinol sind in Kombination mit Slugging keine gute Idee. Sie könnten zu stark wirken und Irritationen hervorrufen. Setzen Sie stattdessen auf milde Produkte.
  • Führen Sie Slugging am Abend durch. Weil eine glänzende Schicht zurückbleibt, eignet sich die Methode für die Nacht. So kann die Haut ungestört regenerieren. Am Morgen lässt sich alles sanft abwaschen.
  • Schützen Sie Ihr Kopfkissen. Ein Handtuch oder Baumwollbezug schützt die Bettwäsche vor Rückständen. So bleibt Ihr Kissen sauber, während Ihre Haut intensiv gepflegt wird.
  • Finden Sie den Rhythmus, der am besten passt. Zwei bis drei Abende pro Woche sind ausreichend. Dadurch profitiert Ihre Haut von Feuchtigkeit, ohne überlastet zu werden.
  • Ihre Haut verändert sich mit Jahreszeiten und Stress. Beobachten Sie, wie sie auf Slugging reagiert, und passen Sie Häufigkeit oder Produkte an. So bleibt die Routine flexibel und wirksam.
  • Versuchen Sie Body Slugging bei trockener Haut. Gerade Ellenbogen, Knie oder Schienbeine profitieren von einer okklusiven Schicht. Die Haut wirkt am nächsten Tag glatter und geschmeidiger. Ideal im Winter oder nach einem Sonnenbad.
  • Achten Sie auf die Haarpartien. Tragen Sie Öle oder Masken nur in trockenen Bereichen auf. Besonders Spitzen und Längen profitieren, während ein fettiger Ansatz ausgespart bleibt. So vermeiden Sie ein beschwertes Gefühl.
  • Binden Sie Ihr Haar zusammen. Ein lockerer Zopf verhindert, dass Haare im Produkt kleben bleiben. Zudem erleichtert es das Auswaschen am nächsten Morgen. Praktisch und schonend zugleich.
  • Achten Sie auf die Temperatur beim Auswaschen aus dem Haar. Lauwarmes Wasser löst Rückstände zuverlässig, ein kalter Guss am Ende schliesst die Schuppenschicht. Das sorgt für zusätzlichen Glanz. Ihr Haar wirkt dadurch gepflegt und vital.
  • Kombinieren Sie Slugging mit gesunder Ernährung. Ihre Haut braucht auch von innen Unterstützung. Viel Wasser, frisches Obst und Gemüse füllen die Feuchtigkeitsdepots. In Kombination mit Slugging ergibt das sichtbare Effekte.

Slugging zeigt, wie wirkungsvoll einfache Pflegerituale sein können, wenn sie konsequent in die Abendroutine eingebaut werden. Die Methode stärkt die Hautbarriere, schliesst Feuchtigkeit ein und kann somit für ein sichtbar erholtes Hautbild sorgen. Wer die Technik richtig anwendet und auf die Bedürfnisse seiner Haut achtet, entdeckt darin einen unkomplizierten Beauty-Trend mit nachhaltigem Effekt.

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