Kühlen in der Frühphase
Direkt nach einer Verletzung ist es sinnvoll, die betroffene Stelle zu kühlen – idealerweise innerhalb der ersten 30 Minuten. Verwenden Sie dazu Eiswürfel oder Kühlpacks, die Sie in ein Handtuch wickeln, um die Haut zu schützen. Die Kälte sorgt dafür, dass sich die Blutgefässe zusammenziehen und weniger Blut austritt, wodurch die Entstehung des blauen Flecks eingedämmt wird.
Hochlagern zur Blutflussreduktion
Wenn der blaue Fleck an einem Arm oder einem Bein entstanden ist, sollten Sie das entsprechende Körperteil möglichst hoch lagern, um den Blutfluss zu verringern. Das unterstützt das schnelle Abklingen der Schwellung und verhindert ein starkes Anschwellen des betroffenen Bereichs.
PECH-Regel konsequent anwenden
Die Erste-Hilfe-Massnahme PECH steht für Pause, Eis, Kompression und Hochlagern. Drücken Sie unmittelbar nach dem Trauma mindestens eine Minute lang mit einem Löffel, der Hand oder einem Coldpack auf die Stelle, um die Blutansammlung zu begrenzen.
Wärme ab dem zweiten Tag
Nach der ersten Phase empfiehlt es sich, die betroffene Stelle sanft mit Wärme zu behandeln, etwa mit einer Wärmflasche oder einem warmen Tuch. Die moderate Wärme regt die Durchblutung an, sodass das Immunsystem die ausgelaufene Flüssigkeit schneller abbauen kann.
Vitamin K unterstützt die Blutgerinnung und kann lokal angewendet werden, um die Heilung von blauen Flecken zu fördern. Um den Abbau des Blutergusses zu fördern, sollten Cremes mit Vitamin K regelmässig aufgetragen werden.
Heparin-Salbe für dicke Hämatome
Heparin-Cremes können helfen, die Schwellung von tiefen oder ausgeprägten blauen Flecken zu lindern, indem sie den Abfluss der Gewebsflüssigkeit fördern. Dennoch ist die Wirkung umstritten, da Heparin oft nicht tief genug in das Gewebe eindringt.
Arnika-Salbe als sanfte Behandlung
Die Anwendung von Arnika-Gel oder -Salbe auf unverletzte Haut kann Entzündungen lindern und die Heilung unterstützen. Auch wenn die genaue Wirkweise nicht bekannt ist, profitieren viele Menschen von der zusätzlichen Massagewirkung beim Einreiben, welche die Durchblutung fördert.
Essig-Umschläge zur Förderung der Durchblutung
Mischen Sie drei Esslöffel Apfelessig mit einem Glas kaltem Wasser, tränken Sie ein Tuch darin und legen Sie es auf den blauen Fleck. Legen Sie diesen Umschlag drei- bis viermal täglich auf den blauen Fleck. Der Essig regt mit seinem milden Reiz die Durchblutung an und unterstützt so den Heilungsprozess.
Zwiebel als Hausmittel gegen kleine Hämatome
Die ätherischen Öle der Zwiebel lassen das Gewebe zusammenziehen und stoppen so weiteres Einbluten. Nach der ersten Kühlung können Sie eine halbierte Zwiebel auf die Stelle legen oder den Saft der Zwiebel vorsichtig auftragen. Dieses Hausmittel eignet sich besonders bei kleineren blauen Flecken.
Wenn der blaue Fleck sichtbar ist und Sie ihn schnell verdecken möchten, verwenden Sie einen farbkorrigierenden Concealer, der zum Farbton des Hämatoms passt, und anschliessend eine neutrale Foundation. Zusätzlich helfen Abdeckstifte, Schals, Armbänder oder geschickt drapierte Kleidung, den Bluterguss unauffällig zu verbergen.


