Setzen Sie auf ein mildes, pH-hautneutrales Shampoo
Wählen Sie ein pH-neutrales bis leicht saures Shampoo (ca. pH 4.5-6.0), möglichst ohne Duftstoffe und mit kurzer INCI-Liste. Das entlastet die Kopfhautbarriere und hilft, Reizungen nicht zusätzlich anzufeuern.
Waschen Sie seltener – nicht täglich
Bei akutem Juckreiz gilt: Weniger ist mehr. Waschen Sie idealerweise maximal 1-2 mal pro Woche, damit die Kopfhaut ihre natürliche Schutzschicht wieder stabilisieren kann. Wenn Sie sehr fettiges Haar haben, passen Sie die Häufigkeit langsam an – ohne tägliche „Dauerwäsche“.
Nutzen Sie lauwarmes Wasser statt heiss
Heisses Wasser kann die Haut zusätzlich austrocknen und Jucken verstärken. Lauwarm waschen ist oft schon ein spürbarer Gamechanger – besonders, wenn die Kopfhaut gleichzeitig trocken oder empfindlich ist.
Föhnen Sie schonend oder lassen Sie an der Luft trocknen
Hitze stresst die Kopfhaut. Wenn Sie föhnen, dann kurz, mit Abstand und auf niedriger Temperatur. Noch besser: lufttrocknen lassen, wann immer es möglich ist.
Beruhigen Sie die Kopfhaut mit passenden Wirkstoffen
Achten Sie bei Shampoos, Tonics oder Kopfhaut-Fluids auf Urea und Glycerin (Feuchtigkeit), Panthenol (beruhigend) und bei starkem Juckreiz auf Polidocanol (juckreizlindernd) oder Menthol (kühlender Effekt). Solche Formulierungen gibt es häufig als medizinische Kopfhautpflege in der Apotheke.
Vermeiden Sie Reizstoffe – besonders Duft, Alkohol und „zu viel Pflege“
Alles, was „stark parfümiert“, stark reinigt oder brennt, kann den Juckreiz verstärken. Reduzieren Sie Stylingprodukte, Haarsprays und stark entfettende Shampoos, und testen Sie neue Produkte immer einzeln, damit Sie Auslöser leichter erkennen.
Seien Sie vorsichtig mit Färben, Blondieren und aggressiven Behandlungen
Haarfarben, Blondierungen, Dauerwellen oder häufige chemische Treatments reizen die Kopfhaut oft massiv. Wenn Sie nicht verzichten möchten, wählen Sie mildere Alternativen und verlängern Sie die Abstände – Ihre Kopfhaut wird es Ihnen danken.
Kratzen Sie nicht – kühlen Sie stattdessen akut
Kratzen hält den „Juck-Kratz-Kreislauf“ am Laufen und kann Entzündungen fördern. Besser: sanftes Klopfen mit den Fingerspitzen oder Kälte (z. B. ein feuchtes Handtuch oder ein Kühlpad im Tuch) – das kann das Juckgefühl kurzfristig deutlich dämpfen.
Tragen Sie Kopfbedeckungen smart
Vermeiden Sie enge Mützen oder synthetische Stoffe, die stauen und reiben. Setzen Sie lieber auf Baumwolle und schützen Sie die Kopfhaut bei starker Sonne mit einem locker sitzenden Hut – UV kann empfindliche Kopfhaut zusätzlich stressen.
Wenden Sie sich rechtzeitig an einen Arzt
Gehen Sie zur Ärztin/zum Arzt, wenn der Juckreiz über Tage bis Wochen anhält, immer wiederkehrt oder Ihren Alltag deutlich beeinträchtigt. Hinter den Beschwerden können auch Schuppenflechte, Neurodermitis oder Läuse stecken – dann brauchen Sie gezielte, wirksame Behandlung (z. B. spezielle Anti-Läuse-Mittel oder medizinische Therapien).


