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Onkologische Kosmetik

10 Tipps für starke Haut in besonderen Zeiten

Onkologische Kosmetik bietet speziell entwickelte Pflege für Haut, die durch Krebsbehandlungen besonders sensibel, trocken oder gereizt ist. Sanfte Rezepturen, gezielte Wirkstoffe und höchste Verträglichkeit helfen dabei, die Hautbarriere zu stärken, Beschwerden zu lindern und das Wohlbefinden sichtbar zu steigern. Moderne medizinisch-kosmetische Produkte können heute ein wertvoller Begleiter während und nach der Therapie sein. Welche Pflegetipps helfen der Haut wirklich und worauf sollte unbedingt geachtet werden?
  • Beginnen Sie frühzeitig mit der spezialisierten Hautpflege

Starten Sie idealerweise bereits vor Beginn der Therapie mit besonders sanften, feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukten. So wird die Hautbarriere gestärkt und kann den kommenden Belastungen besser standhalten. In Apotheken finden Sie gezielt entwickelte medizinische Pflege für diese sensible Phase.

  • Setzen Sie auf besonders milde Reinigung

Verwenden Sie seifenfreie, parfumfreie Reinigungsprodukte mit rückfettenden Inhaltsstoffen. Aggressive Tenside, Alkohol und Duftstoffe können die ohnehin geschwächte Haut zusätzlich reizen. Sanfte Reinigungsmilch oder Waschcremes schützen die natürliche Hautschutzbarriere.

  • Täglicher Sonnenschutz ist unverzichtbar

Während einer Krebstherapie reagiert die Haut deutlich empfindlicher auf UV-Strahlung. Ein hoher mineralischer Lichtschutzfaktor mit Zink- oder Titandioxid ist ein absolutes Muss – auch an bewölkten Tagen. Alternativ bieten Kleidung, Hüte und Sonnenbrillen zusätzlichen Schutz.

  • Pflegen Sie trockene Haut intensiv und regelmässig

Rückfettende Cremes mit Urea, Panthenol, Ceramiden oder pflanzlichen Ölen helfen, Spannungsgefühle, Rötungen und Juckreiz zu lindern. Tragen Sie die Pflege mehrmals täglich auf – besonders nach dem Waschen. Ihre Haut wird spürbar geschmeidiger.

  • Schonen Sie Haar & Kopfhaut konsequent

Vermeiden Sie heisse Föhnluft, Dauerwelle, Färben und aggressive Shampoos. Nutzen Sie lauwarmes Wasser und lassen Sie das Haar möglichst an der Luft trocknen. Auch haarlose Kopfhaut benötigt tägliche Pflege mit fetthaltigen Cremes oder leichten Ölen.

  • Verwenden Sie Make-up gezielt für mehr Wohlbefinden

Ein dezentes, medizinisches Camouflage-Make-up kann Blässe, Rötungen oder Narben optisch ausgleichen und dem Gesicht Frische verleihen. Stimmen Sie Produkte immer mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt ab und wählen Sie nur hochverträgliche Formulierungen.

  • Pflegen Sie Narben erst nach vollständiger Heilung

Narben dürfen ausschliesslich in abgeheilter Phase gezielt behandelt werden. Spezialsalben aus der Apotheke sowie konsequenter Sonnenschutz helfen, die Hautstruktur zu verbessern und Verfärbungen zu reduzieren. Geduld ist hierbei besonders wichtig.

  • Achten Sie auch auf die Schleimhäute

Trockene Mundschleimhäute sind eine häufige Begleiterscheinung. Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste, milde Zahnpasta ohne ätherische Öle, befeuchtende Mundgele und beruhigenden Salbeitee. Eine gute Mundhygiene steigert deutlich das Wohlbefinden.

  • Hören Sie auf die Signale Ihrer Haut

Nicht jede Haut reagiert gleich. Was anderen hilft, kann für Sie ungeeignet sein. Lassen Sie sich regelmässig von medizinisch geschultem Fachpersonal beraten und passen Sie Ihre Pflege individuell an Therapieverlauf und Hautzustand an.

  • Vertrauen Sie auf geschulte onkologische Kosmetikprofis

Achten Sie darauf, dass Ihre Kosmetikerin oder Ihr Kosmetiker über ein anerkanntes Zertifikat in onkologischer Kosmetik verfügt. Nur so ist gewährleistet, dass jede Anwendung sicher, hautschonend und therapiebegleitend durchgeführt wird.

editorial.facts

  • Onkologische Kosmetik ist echte Lebenshilfe. Diese spezielle Pflegeform geht weit über reine Schönheit hinaus: Sie hilft, Juckreiz, Trockenheit, Entzündungen und Spannungsgefühle während der Krebstherapie gezielt zu lindern. Für viele Betroffene bedeutet das ein Stück Normalität, Selbstsicherheit und Lebensqualität im Alltag.
  • Produkte der onkologischen Kosmetik sind frei von Duftstoffen, Alkohol und aggressiven Konservierungsmitteln. Stattdessen setzen sie auf hautbarrierestärkende Inhaltsstoffe wie Urea, Omega-Fettsäuren oder Ringelblumenextrakt, die empfindliche Haut beruhigen und nachhaltig schützen.
  • Durch Krebstherapien wird die Haut oft extrem lichtempfindlich. Deshalb empfehlen Fachleute mineralische Sonnenschutzfilter mit Zink- oder Titandioxid, welche die Haut zuverlässig schützen, ohne sie zusätzlich zu reizen.