Reagieren Sie sofort bei den ersten Anzeichen
Kribbeln, Jucken oder ein Spannungsgefühl an der Lippe sind die frühen Warnsignale. In diesem Moment wirkt antivirale Creme am effektivsten, da sich die Viren noch nicht stark vermehrt haben. Präparate mit Aciclovir oder Penciclovir aus der Apotheke können den Ausbruch abmildern oder verkürzen – besonders bei konsequenter Anwendung mehrmals täglich.
Öffnen Sie die Bläschen niemals
Die in den Bläschen enthaltene Flüssigkeit ist hoch ansteckend und kann Infektionen an anderen Körperstellen auslösen – sogar am Auge. Lassen Sie die Bläschen von selbst abheilen und vermeiden Sie Manipulation jeder Art. Tönende Cremes oder spezielle Herpescremes können die Stelle diskret abdecken.
Unterstützen Sie die Heilung in der offenen Phase
Sobald die Bläschen aufplatzen, geht es um sanfte Pflege und Schutz. Zinksalben, Hydrokolloid-Pflaster oder Wundheilcremes helfen, die betroffene Stelle auszutrocknen, Keime fernzuhalten und die Regeneration zu fördern. Herpespatches können zudem überschminkt werden und eignen sich besonders gut für kleine Herde.
Achten Sie streng auf Hygiene, um eine Ausbreitung zu vermeiden
Waschen Sie die Hände nach jedem Kontakt mit der betroffenen Stelle, verwenden Sie Wattestäbchen zum Auftragen der Creme, teilen Sie kein Geschirr, keine Handtücher und keine Lippenpflegeprodukte. Küssen und enger Körperkontakt sollten während des Schubs unbedingt vermieden werden.
Stärken Sie Ihr Immunsystem
Ein stabiler Organismus hält das Virus oft erfolgreich in Schach. Achten Sie auf ausreichend Schlaf, meiden Sie Dauerstress, bewegen Sie sich regelmässig und unterstützen Sie Ihren Körper mit Vitamin C, Zink und Magnesium. Eine nährstoffreiche Ernährung mit wenig Zucker wirkt zusätzlich entzündungshemmend.
Setzen Sie auf unterstützende Wirkstoffe wie Melisse oder Lysin
Melissencreme ist das einzige pflanzliche Mittel, das die Virusvermehrung nachweislich hemmen kann. Viele schätzen zudem Lysin-Kautabletten oder Kapseln, die in manchen Fällen Ausbrüche reduzieren können. Besonders hilfreich kann Lysin sein, wenn erste Symptome auftreten.
Schützen Sie Ihre Lippen konsequent vor UV-Strahlen
Starkes Sonnenlicht zählt zu den häufigsten Auslösern für Lippenherpes. Ein Lippenbalsam mit LSF (mindestens 20) gehört daher unbedingt in die tägliche Routine – besonders im Sommer, beim Wintersport und im Gebirge. Produkte mit pflegenden Ölen oder Panthenol sorgen gleichzeitig für geschmeidige Lippen.
Vermeiden Sie häufig irrtümlich genutzte Hausmittel
Teebaumöl kann Hautreizungen auslösen, Propolis wirkt unzuverlässig und Honig verschliesst zwar kurzfristig die Wunde, fördert aber nicht die Heilung. Greifen Sie lieber auf medizinisch geprüfte Produkte zurück – sie sind wirksamer und schonender.
Achten Sie bei wiederkehrenden Schüben besonders auf Triggerfaktoren
Viele Betroffene bemerken, dass Herpes bei Stress, stärkeren Temperaturschwankungen oder intensiver Sonneneinstrahlung häufiger auftritt. Wenn Sie Ihre persönlichen Auslöser kennen, können Sie gezielt vorbeugen – etwa mit Stressmanagement, UV-Schutz oder frühzeitiger Anwendung antiviraler Cremes.
Holen Sie ärztlichen Rat ein, wenn sich der Verlauf verschlechtert
Wenn sich der Zustand nach einigen Tagen nicht bessert, starke Schmerzen auftreten oder die Bläschen ungewöhnlich grossflächig sind, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei tief sitzenden Infektionen helfen häufig antivirale Tabletten – eine sichere Option, die viele Betroffene entlastet.

