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Kreuzallergie

10 Schritte für mehr Übersicht bei kombinierten Allergien

Ein knackiger Apfel, frische Tomaten oder ein paar Nüsse – und plötzlich reagiert Ihr Körper mit Juckreiz oder einem unangenehmen Gefühl im Mund? Was zunächst rätselhaft wirkt, hat oft mit einer bereits bestehenden Allergie zu tun. Bestimmte Stoffe ähneln sich in ihrer Struktur so stark, dass das Immunsystem sie nicht unterscheiden kann. Die Folge sind Reaktionen, die scheinbar aus dem Nichts entstehen und Fragen aufwerfen: Welche verborgenen Verbindungen stecken hinter Ihren Symptomen?
  • Erkennen Sie die primäre Allergie als Ausgangspunkt

Eine Kreuzallergie entsteht nicht „isoliert“, sondern baut auf einer bereits bestehenden Allergie auf, beispielsweise gegen Pollen, Hausstaubmilben, Latex oder Insektengift. Eine klare Diagnostik schafft hier Orientierung und hilft, Zusammenhänge besser zu verstehen.

  • Nutzen Sie die Zubereitung zu Ihrem Vorteil

Ob ein Lebensmittel Beschwerden auslöst, kann von der Art der Verarbeitung abhängen. So berichten viele Betroffene, dass sie rohes Obst schlechter vertragen als gekochte oder gebackene Varianten. Erhitzte Äpfel oder pasteurisierte Säfte können daher individuell besser verträglich sein.

  • Behalten Sie bei Birkenpollen typische Kreuzreaktionen im Blick

Wenn Sie auf Birken-, Erlen- oder Haselpollen reagieren, können auch Nüsse, Kern- und Steinobst, Kiwis, Sellerie, Karotten oder rohe Kartoffeln Beschwerden auslösen. In manchen Fällen werden auch Erdbeeren genannt.

  • Achten Sie bei einer Beifussallergie auf versteckte Zutaten

Bei einer Sensibilisierung gegen Beifuss reagieren manche Menschen empfindlich auf bestimmte Kräuter und Gewürze, zum Beispiel Petersilie, Pfeffer, Anis, Paprikapulver oder Kamille. Seltener sind auch Karotten, Sellerie, Sonnenblumenkerne oder Mango betroffen. Besonders bei Gewürzmischungen lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste.

  • Denken Sie bei einer Latexallergie auch an Obstverbindungen

Eine Latexallergie kann mit Reaktionen auf Ananas, Kiwi, Avocado oder Banane einhergehen. Auch Kartoffeln oder Nüsse können beteiligt sein. Manche Betroffene reagieren zudem auf die Birkenfeige als Zimmerpflanze.

  • Achten Sie bei einer Hausstaubmilbenallergie auf Meeresfrüchte

Personen mit dieser Allergie berichten gelegentlich über Beschwerden nach dem Verzehr von Krustentieren, Muscheln oder Schnecken. Wenn Sie hier Auffälligkeiten bemerken, dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen und besprechen Sie diese mit einem Fachmann.

  • Vermeiden Sie die Kombination mehrerer potenzieller Auslöser

Ein einzelnes Lebensmittel wird in der Regel besser vertragen als eine Mischung aus mehreren rohen Obst- oder Gemüsesorten. Obstsalate oder Rohkostplatten können die individuelle Reaktionsschwelle schneller überschreiten. Essen Sie empfindliche Lebensmittel daher möglichst getrennt voneinander.

  • Berücksichtigen Sie Stress und körperliche Belastung

Ihre persönliche Reaktionsschwelle kann in Phasen mit viel Stress oder rund um sportliche Aktivitäten niedriger sein. In solchen Situationen kann es sinnvoll sein, besonders vorsichtig mit bekannten Auslösern umzugehen und Mahlzeiten bewusst zu planen.

  • Seien Sie auf schwere Reaktionen vorbereitet

Treten Hautausschlag, Atemnot und Herz-Kreislauf-Beschwerden gleichzeitig auf, kann dies auf eine schwere allergische Reaktion hinweisen. In diesem Fall ist sofortige Erste Hilfe erforderlich und Sie sollten einen Notarzt alarmieren. Bei bekannter schwerer Allergie ist es ratsam, einen Allergiepass sowie ein ärztlich verordnetes Notfallset mitzuführen und Ihr Umfeld über das richtige Verhalten zu informieren.

  • Denken Sie frühzeitig an einen bewussten Lebensstil im Kindesalter

Während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und im ersten Lebensjahr ist ein rauchfreies Umfeld sinnvoll. Zudem wird empfohlen, übertriebene Hygiene zu vermeiden und nach Einführung der Beikost auf Abwechslung zu achten.