Setzen Sie auf eine mediterrane Ernährung
Essen Sie mehr Gemüse, weniger tierische Fette sowie Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte und öfter Fisch. Diese Ernährungsweise reduziert mehrere Risikofaktoren gleichzeitig. Die mediterrane Küche kombiniert Nährstoffe, die sich positiv auf Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin auswirken.
Meiden Sie gesättigte Fette, Transfette, stark verarbeitete Lebensmittel und zu viel Zucker
Diese Produkte fördern ungünstige Cholesterinwerte, Übergewicht und Entzündungen. Kochen Sie frisch, lesen Sie Zutatenlisten (achten Sie auf „Vollkorn“) und vermeiden Sie Fertigprodukte mit hohem Zucker-, Salz- oder Transfettgehalt.
Ölwahl und Erhitzung – kleine Nuancen mit Wirkung
Bevorzugen Sie für die warme und kalte Küche natives Olivenöl extra, da es Polyphenole enthält. Lein- oder Hanföl eignen sich für kalte Speisen. Studien nennen auch Rapsöl als vorteilhaft bei hohen Temperaturen. Achten Sie bei der Zubereitung auf temperaturstabile Öle und vermeiden Sie wiederholtes starkes Erhitzen.
Fisch und Omega-3: Lieber aus der Küche als aus der Kapsel
Fettreiche Seefische wie Lachs, Makrele oder Hering liefern Omega-3-Fettsäuren. Es wird empfohlen, zwei Portionen Fisch pro Woche zu essen. Studien zeigen jedoch, dass Omega-3-Nahrungsergänzungen keinen klaren Nutzen bringen und in manchen Fällen das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen können.
Rauchen erhöht das LDL-Cholesterin, fördert Gefässentzündungen, verengt die Herzkranzgefässe und steigert das Risiko für Herzinfarkt und andere Erkrankungen. Versuchen Sie deshalb, mit dem Rauchen aufzuhören, und holen Sie sich Hilfe (z. B. Programme, Nikotinersatz).
Bewegen Sie sich regelmässig
Körperliche Aktivität verbessert die Fitness, die Belastbarkeit und die Stimmung. Allgemeine Empfehlungen reichen von mindestens zwei Stunden moderatem Ausdauertraining pro Woche bis zu vier- bis fünfmal 30 Minuten.
Salz und Flüssigkeit – bewusst dosieren
Reduzieren Sie Ihren Salzkonsum, da Salz den Blutdruck beeinflussen kann. Würzen Sie stattdessen mit Kräutern. Trinken Sie hauptsächlich Wasser oder ungesüsste Tees.
Trainingsbeginn nach Ereignissen oder Eingriffen
Bei stabiler Situation können Herzpatienten früh mobilisiert werden, oft schon wenige Tage nach einem Herzinfarkt oder koronaren Interventionen (z. B. ca. 4 Tage nach PTCA oder 24-48 Stunden nach Bypassbeginn der Frühmobilisation). Den konkreten Start und die Belastungsgrenzen sollten Sie trotzdem immer mit dem behandelnden Team abklären.
Krafttraining gezielt und sicher einbauen
Muskelaufbau hilft beim Energiestoffwechsel und beim Halten des Gewichts. Vermeiden Sie Pressatmung (Valsalva-Manöver) und halten Sie zwischen den Wiederholungen Entspannungsphasen ein. Sanfte Übungen (z. B. Wand-Liegestütze, isometrisches Pressen der Hände) sind ein guter Einstieg.
Ein BMI von 25-30 (leichtes Übergewicht) erhöht das Risiko nicht eindeutig, während Adipositas (BMI > 30) häufiger mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verknüpft ist. Für Normal- bis leicht Übergewichtige steht die Vermeidung von Gewichtszunahme im Vordergrund.


