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Hyposensibilisierung

Mit diesen 10 Tipps verstärken Sie den Erfolg Ihrer Allergieanpassung

Allergien können den Alltag erheblich belasten, doch die Hyposensibilisierung bietet die Hoffnung auf dauerhafte Linderung. Durch eine gezielte Gewöhnung an die Auslöser lernt der Körper, weniger stark zu reagieren. Diese sanfte Methode verspricht eine langfristige Verringerung der Symptome. Aber was können Sie selbst tun, um diese Behandlung zu unterstützen?
  • Bleiben Sie nach Injektionen oder Einnahme mindestens 30 Minuten in der Praxis

Nach der Verabreichung der Hyposensibilisierungstherapie sollten Sie mindestens eine halbe Stunde vor Ort bleiben. So können mögliche allergische Nebenwirkungen oder Reaktionen sofort erkannt und fachgerecht behandelt werden, was Ihre Sicherheit deutlich erhöht.

  • Informieren Sie Ihren Arzt regelmässig über Veränderungen und Beschwerden

Damit Ihr Arzt den Therapieverlauf optimal begleiten kann, sollten Sie ihn stets über neue allergische Symptome, Zwischenkrankheiten, Impfungen oder Änderungen bei der Einnahme von Medikamenten, insbesondere von Betablockern, informieren. 

  • Vermeiden Sie am Tag der Behandlung körperliche Anstrengungen und Hitzebelastungen

Verzichten Sie am Tag einer Hyposensibilisierungssitzung oder in der Anfangsphase der Therapie auf intensive körperliche Aktivitäten wie Sport. Auch Saunabesuche oder heisse Bäder können die Haut und den Kreislauf zusätzlich belasten und die Reaktionsbereitschaft Ihres Körpers erhöhen.

  • Nehmen Sie die Medikamente nicht unmittelbar nach dem Zähneputzen ein

Das Zähneputzen reizt die Mundschleimhaut. Dadurch können die Nebenwirkungen der sublingualen Präparate, wie Juckreiz oder Brennen, verstärkt werden. Planen Sie die Einnahme daher möglichst zeitlich getrennt ein, um die Verträglichkeit zu verbessern.

  • Waschen Sie sich nach der Einnahme der Medikamente gründlich die Hände

Waschen Sie sich nach der Einnahme der Allergiepräparate gründlich die Hände. So verhindern Sie, dass Allergene versehentlich in die Augen oder die Nase gelangen und dort unnötige Reizungen oder allergische Reaktionen auslösen.

  • Halten Sie sich genau an die Einnahmevorschriften und die vereinbarten Kontrolltermine

Die Wirksamkeit der sublingualen Hyposensibilisierung hängt stark von der korrekten Anwendung ab. Beachten Sie deshalb die Dosierungs- und Einnahmehinweise genau. Ausserdem sollten Sie Ihre Kontrolltermine regelmässig wahrnehmen, damit Ihr Arzt den Therapieerfolg überprüfen und die Behandlung bei Bedarf anpassen kann.

  • Kontrollieren Sie bei Asthma bronchiale Ihre Atemfunktion

Besonders bei begleitendem Asthma ist es wichtig, Ihre Lungenfunktion regelmässig mit einem Peak-Flow-Meter selbst zu messen. So erkennen Sie frühzeitig Veränderungen und können rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um Komplikationen während der Hyposensibilisierung zu vermeiden.

  • Nutzen Sie bei Bedarf antiallergische oder antiasthmatische Medikamente zur Unterstützung

Antihistaminika oder Asthmamedikamente können parallel zur Hyposensibilisierung eingenommen werden, ohne den Therapieerfolg zu schmälern. Bei Insektengift- oder Schimmelpilzallergien ist es jedoch ratsam, dies zuvor mit Ihrem Allergologen zu klären. 

  • Führen Sie ein Symptom- und Nebenwirkungs-Tagebuch

Dokumentieren Sie Ihre Beschwerden, die Wirksamkeit der Behandlung und eventuelle Nebenwirkungen. So können Sie und Ihr Arzt den Verlauf der Hyposensibilisierung gezielt beobachten und darauf abgestimmte Entscheidungen treffen.

  • Verstehen Sie die Langzeitwirkung der Hyposensibilisierung

Bei dieser Therapie wird Ihr Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnt, wodurch allergische Reaktionen gemindert werden. Dies kann Ihre Lebensqualität deutlich verbessern und den Bedarf an herkömmlichen Allergiemedikamenten mit der Zeit reduzieren. Geduld und eine konsequente Therapie sind daher entscheidend für Ihren langfristigen Erfolg.

editorial.facts

  • Rund 70-80 % der Patienten profitieren von einer Hyposensibilisierung, die in der Regel drei bis fünf Jahre dauert. Bei Pollenallergien sind Therapien von etwa sechs Wochen bereits ausreichend, um eine spürbare Besserung zu erreichen. Dadurch sinkt der Bedarf an Medikamenten erheblich.
  • Die Hyposensibilisierung ist die einzige Therapie, die Allergien ursächlich behandelt und nicht nur Symptome lindert. Sie wird meist bei Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Insektengifte eingesetzt. Das Ziel der Behandlung ist, das Immunsystem langsam an den Allergenstoff zu gewöhnen und so die allergische Reaktion abzuschwächen.