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Haarausfall

Hallo Löwenmähne – so schaffen Sie es

Schon wieder die Bürste voller Haare und nach dem Haarewaschen frustriert? Haarausfall kann zu einer extremen seelischen Belastung werden, und das nicht nur bei Frauen. Wie viel Haarausfall ist normal und wie kann man Haarverlust reduzieren?


Jeder von uns hat rund eine Million Haarfollikel auf dem Kopf. Die Haarmenge ist genetisch bedingt und beträgt bis zu 300 Haare pro Quadratzentimeter der Kopfhaut. Jeden Tag verliert man rund 100 Haare ohne es zu bemerken und ein paar Härchen auf dem Kopfkissen sind kein Grund zur Panik. Beim Haarewaschen kann man sich sogar von bis zu 300 Haaren verabschieden und das ist ganz normal. Verliert man über einen längeren Zeitraum immer mehr Haare, sollten die Ursachen dafür geklärt werden bevor es zu einem krankhaften Haarverlust kommt. Sie können selber einen Haarausfall-Test machen: waschen Sie Ihre Haare zwei Tage hintereinander und fangen Sie die ausgefallenen Haare im Duschsieb auf. Wenn Sie am zweiten Tag genauso viele oder mehr Härchen wie am ersten Tag im Duschsieb finden, dann geht das schon über die Grenze eines normalen Haarverlustes hinaus.


Warum verlieren wir Haare überhaupt? Das ist an sich ein ganz natürlicher Prozess, da jedes Haar vier Phasen durchmacht: die Wachstumsphase (Anagenphase), das Übergangsstadium (Katagenphase), die Ruhephase (Telogenphase) und die Rückkehr zur Wachstumsphase. Bis zu 90 Prozent unserer Haare befinden sich in der Wachstumsphase, die von zwei bis sechs Jahre dauert; etwa ein bis zwei Prozent der Haare befinden sich im Übergangsstadium, das nicht lange dauert; bis zu 20 Prozent der Haare befinden sich in der Ruhephase zwischen zwei und vier Monaten. In der letzten Phase fällt das Haar natürlicherweise aus und unsere Haarmatrix bildet ein neues Haar.


Beim krankhaften Haarausfall unterscheidet man je nach Erscheinungsbild und Verlauf einen hormonell-erblichen, einen diffusen und einen kreisrunden Haarausfall. Bei einer hormonell-erblichen Alopezie, die vorwiegend Männer betrifft, ist die Wachstumsphase verkürzt und die Haare fallen vorzeitig aus, insbesondere an den sogenannten Geheimratsecken. Ein diffuser Haarausfall ist häufig die Folge von hormonellem Ungleichgewicht, Stress, Infektionen oder Mangelernährung und die Frauen sind davon häufiger als die Männer betroffen. Ein kreisrunder Haarausfall kann sogar Kinder betreffen, tritt vermutlich aufgrund einer fehlerhaften Immunreaktion auf und kann einen vollständigen Haarverlust verursachen. Obwohl die Ursache Nummer eins eine erbliche Veranlagung ist, spielen auch unser Lebensstil, Ernährung und Nährstoffmangel eine bedeutende Rolle für Haarausfall.

Wie pflegen Sie Ihre Haare?
261 Stimmen
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Sind Sie von diesem peinlichen Problem schon betroffen, bedeutet das nicht, dass Sie sich mit einer kommenden Glatze abfinden müssen. Wir haben für Sie die besten Tipps gegen Haarausfall gesammelt.



  • Achten Sie auf einen gesunden Säuren-Basen-Haushalt: bei Übersäuerung beginnt unser Körper, die Säuren mithilfe von basischen Mineralien aus allen Mineralstoffdepots (eines davon ist der Haarboden) zu neutralisieren. Essen Sie weniger saure Nahrungsmittel wie Milch, Kaffee, Süssigkeiten, Fleisch und setzen Sie auf basische Lebensmittel wie Obst, Gemüse (insbesondere grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat und Lauch) sowie frische Kräuter.

  • Gut für kräftige Haare sind auch Vollkornprodukte (Vollkornbrot, Reis, Pasta), Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen) und Eier.

  • B-Vitamine, Vitamin D, Silizium, Kollagen, Zink und Eisen sind wichtige Nährstoffe für ein gesundes Haarwachstum. Durch die Monatsblutung droht Frauen ein Eisenmangel, was sich besonders schlecht auf das Haarwachstum auswirkt. Bei Bedarf können Sie entsprechende Nahrungsergänzungsmittel einnehmen oder für eine Ernährungsumstellung sorgen, um den Nährstoffmangel auszugleichen.

  • Falls dem Haarverlust chronischer Stress, Ängste oder seelische Traumata zugrunde liegen, suchen Sie das Gespräch mit einem Psychologen oder einem Psychotherapeuten auf.

  • Kein Shampoo kann einen Haarausfall stoppen, doch setzt das „richtige” Shampoo Ihr Haar mindestens nicht zusätzlichem Stress aus. Aggressive Shampoos entfernen den natürlichen Ölfilm der Kopfhaut. Wählen Sie lieber sanfte, ph-neutrale Shampoos mit Argan- und Jojobaöl, Keratin und ätherischen Ölen wie Minze, Salbei und Kiefer. Sie versorgen die Kopfhaut mit Feuchtigkeit und können die Haare bis zu einem gewissen Grad reparieren.

  • Eine wohltuende Kopfhautmassage kurbelt die Durchblutung an und wirkt sich dadurch positiv auf die Haarfollikel aus. Sie können eine solche Massage mit kreisenden Bewegungen und sanftem Druck auf die Kopfhaut selber machen. Um die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen, können Sie auch eine Bierspülung in die Kopfhaut einmassieren und ca. 30 Minuten lang einwirken lassen.

  • Machen Sie einen Aufguss aus Birkenblättern, um die Kopfhaut mit Feuchtigkeit zu verwöhnen und sie mit Kalzium, Kalium, Eisen, Zink, Magnesium und Vitamin C auf natürliche Weise zu versorgen.

  • Wohltuend und entzündungshemmend wirkt auf die Kopfhaut eine Haarmaske aus Bockshornkleesamen. Sie können auch zusätzlich aktivierten Bockshornklee in Kapselform einnehmen.

  • Gehen Haare in Büscheln aus, sodass Sie kahle Stellen bemerken, sollte das Problem ärztlich abgeklärt werden, um eventuell zugrundeliegende Erkrankungen auszuschliessen.


Mit diesen Tipps sieht Ihre Frisur bald wieder füllig aus!


Fakten zum Thema

  1. Ein Haarausfall bei Frauen wird in der Regel durch die Wirkung von Hormonen verursacht: sinkt der Östrogenspiegel, wechseln die Haare von der Wachstums- in die Ruhephase und fallen rund drei Monate später allesamt aus.
  2. Als klinisch definierte Alopecia bezeichnet man den Verlust von mindestens 60 Prozent des Kopfhaares.
  3. Selbst wenn der Haarverlust erblich bedingt ist, bedeutet das nicht, dass der Sohn eine Glatze so früh wie sein Vater bekommt, da auch Lebensgewohnheiten und der allgemeine Gesundheitszustand eine grosse Rolle spielen.




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