Granatapfelkerne pur, als Sosse oder Saft
Granatapfelkerne schmecken pur, im Obstsalat oder als dekoratives Topping. Sie passen aber genauso gut zu pikanten Gerichten wie Lamm oder Wild. Für eine aromatische Sosse werden die Kerne zusammen mit Schalotten und etwas Honig angedünstet. Anschliessend wird mit Wein und Brühe abgelöscht und die Sosse wird eingekocht.
Granatapfelsaft als Dressing-Ersatz
Der süsslich-herbe Saft ist eine gute Alternative zu Zitronensaft in Salatdressings. Achten Sie darauf, puren Saft ohne Zusatzstoffe zu kaufen oder pressen Sie den Saft selbst, um die volle Aroma- und Nährstoffqualität zu erhalten.
Richtig lagern
Bei Zimmertemperatur bleiben Granatäpfel etwa zwei bis drei Wochen frisch, im Gemüsefach des Kühlschranks oder in einem kühlen, feuchten Raum halten sie sich mehrere Monate. Nach der Ernte reifen sie nicht mehr nach.
Effiziente Entkernungsschritte
Schneiden Sie am Kelchansatz ein keilförmiges Stück heraus, brechen Sie die Frucht über einer Schüssel auseinander und lösen Sie die Kerne heraus. Entfernen Sie die bitteren, hellen Zwischenhäute für einen besseren Geschmack.
Mit Wasser entkernen, Spritzer vermeiden
Lösen Sie die Kerne unter Wasser. Die Kerne sinken, die Zwischenhäute schwimmen. So reduzieren Sie Spritzer und können die Zwischenhäute später einfach über einem Sieb abgiessen.
Trinken Sie den Saft direkt aus der Frucht
Rollen Sie die Frucht mehrmals mit Druck über die Arbeitsfläche und stechen Sie ein Loch in die Schale. So lassen sich die durch die Platzierung der Kerne entstandenen Säfte mit einem Strohhalm direkt schlürfen – ein spassiger Trick, besonders für Kinder.
Vor Flecken schützen
Der rote Saft spritzt leicht und hinterlässt hartnäckige Flecken. Tragen Sie beim Auspressen eine Schürze und arbeiten Sie bedacht, besonders bei heller Kleidung.
Vorsicht bei Granatapfelsirup
Viele handelsübliche Sirupe enthalten keinen echten Saft, sondern Zucker, Aromen, Farbstoffe und Säuerungsmittel. Prüfen Sie deshalb das Etikett, wenn Sie echte Granatapfel-Aromen wünschen.
Kulinarische Kombinationsideen
Nutzen Sie die Kombination aus Säure und Süsse z. B. für türkische Lammpizza, marokkanischen Spinatsalat oder algerisches Thunfischfilet. Auch zu Wildschwein-Medaillons, Salaten mit Schafskäse oder Rindfleischspiessen mit Spargel passt die Frucht hervorragend.
Es gibt frische Früchte, Säfte, Konzentrate, Extrakte und Samenöl – jede Form hat Vor- und Nachteile. Wählen Sie je nach Bedarf: frische Kerne für die Textur, Konzentrat für eine höhere Polyphenol-Dichte oder Extrakte für eine gezielte Einnahme.