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Contouring

10 Tipps, um Schatten und Licht gezielt einzusetzen und Ihre Züge neu zu betonen

Beim Contouring wird Ihr Gesicht mit Licht und Schatten so modelliert, dass Ihre Konturen auf natürliche Weise definierter, harmonischer und ausdrucksstärker wirken. Mit der richtigen Technik können Sie Ihre Wangenknochen betonen, Ihre Nase optisch verfeinern und Ihrem Gesicht einen frischen Look verleihen. Selbst kleine Veränderungen können eine erstaunliche Wirkung haben – und das ganz ohne Filter. Möchten Sie erfahren, wie Sie Ihr Gesicht perfekt modellieren und Ihrem Make-up mehr Tiefe, Struktur und Strahlkraft verleihen?
  • Bestimmen Sie zuerst Ihre Gesichtsform für ein massgeschneidertes Ergebnis

Ein gelungenes Contouring beginnt mit einer Analyse Ihrer individuellen Gesichtsform – egal ob rund, eckig, herzförmig oder oval. Nur wenn Sie wissen, wo Ihr Gesicht mehr Tiefe oder optische Schmalheit benötigt, können Sie gezielt konturieren.

  • Bereiten Sie Ihre Haut optimal vor

Eine saubere, gepflegte Haut ist die Grundvoraussetzung für ein makelloses Ergebnis. Reinigen Sie Ihr Gesicht gründlich und tragen Sie Ihre gewohnte Tagespflege auf, damit sich die Produkte gleichmässig verteilen. Ein Primer sorgt zusätzlich für eine glatte Oberfläche, minimiert Poren und verlängert die Haltbarkeit Ihres Contourings – ein Geheimnis vieler Make-up-Artists.

  • Wählen Sie hochwertige Produkte

Für ein natürliches Ergebnis sollte die Konturfarbe maximal zwei bis drei Nuancen dunkler als Ihr Hautton sein. Verzichten Sie auf stark gelbstichige Töne, da sie unnatürlich wirken. Für Highlights eignen sich cremige oder pudrige Highlighter sowie helle Lidschatten.

  • Arbeiten Sie nach dem 3-Zonen-Prinzip für klare, aber natürliche Definition

Tragen Sie die Konturfarbe gezielt unterhalb der Wangenknochen, an den äusseren Stirn- und Schläfenbereichen sowie entlang der Kinn- und Kieferlinie auf. Diese drei klassischen Schattenzonen sorgen dafür, dass Ihr Gesicht sofort mehr Tiefe und Struktur erhält – ohne künstlich zu wirken. Mit diesem Prinzip modellieren Sie Ihre Gesichtszüge auf elegante Weise und erzielen ein Ergebnis, das sowohl alltagstauglich als auch professionell aussieht.

  • Passen Sie Ihr Contouring an Ihre individuelle Gesichtsform an

Je nach Gesichtsform setzen Sie die Konturen unterschiedlich, um Ihre natürliche Balance zu unterstützen. Ein rundes Gesicht profitiert von seitlichen Schatten an Stirn, Wangen und Kiefer für mehr Länge, während ein eckiges Gesicht weichere Konturen benötigt, um markante Linien harmonisch wirken zu lassen. Bei herzförmigen Gesichtern helfen Konturen an Stirn und Schläfen, die Breite des oberen Gesichts auszugleichen, und ovale Gesichter benötigen oft nur dezente Akzente entlang der Wangenknochen. So bringen Sie Ihre persönlichen Proportionen optimal zur Geltung.

  • Setzen Sie Highlights bewusst ein, um Ihrer Haut Strahlkraft zu verleihen

Helle Akzente heben die Partien hervor, die das Licht natürlicherweise trifft – und lassen Ihr Gesicht sofort frischer und jugendlicher wirken. Platzieren Sie den Highlighter auf den oberen Wangenknochen, über dem Nasenrücken, in der Stirnmitte, am Amorbogen und auf dem Kinn, um Ihren Look harmonisch zu verfeinern. So entsteht ein sanfter Glow, der Ihre Konturen ideal ergänzt und Ihrem Make-up mehr Dimension verleiht.

  • Verblenden Sie sorgfältig – für ein professionelles, nahtloses Finish

Die wichtigste Regel im Contouring: Konturen dürfen nie sichtbar bleiben. Nutzen Sie deshalb einen fluffigen Pinsel oder ein angefeuchtetes Make-up-Schwämmchen, um Schatten und Highlights sanft in die Foundation einzuarbeiten. Gut verblendete Übergänge sorgen dafür, dass das Ergebnis natürlich und hochwertig wirkt.

  • Ziehen Sie die Nase optisch in Form

Mit zwei feinen Linien entlang der Nasenseiten können Sie Ihre Nase schmaler wirken lassen. Ein Highlighter auf dem Nasenrücken verleiht zusätzliche Definition. Achten Sie darauf, die Linien weich auszuschattieren, um einen eleganten, nicht künstlichen Effekt zu erzielen. Besonders cremige Produkte sind hier leicht zu handhaben.

  • Fixieren Sie Ihr Contouring – damit es den ganzen Tag hält

Ein transparentes Fixierpuder oder ein Setting-Spray versiegelt Ihr Make-up und verhindert ein späteres Verlaufen der Konturen. Produkte mit mattierendem Effekt eignen sich ideal für Misch- oder fettige Haut, während feuchtigkeitsspendende Sprays besonders bei trockener Haut eine frische Ausstrahlung bewahren.

  • Entfernen Sie das Make-up abends gründlich, um Ihre Haut zu schützen

Ein perfektes Contouring endet mit einer passenden Reinigungsroutine. Nutzen Sie zunächst einen Make-up-Entferner oder Reinigungsöl, um Creme- und Puderprodukte zu lösen. Danach reinigt ein mildes Gel oder eine Schaumformel die Haut porentief. Eine feuchtigkeitsspendende Nachtcreme hilft Ihrer Haut, sich über Nacht zu regenerieren – die beste Voraussetzung für ein frisches Contouring am nächsten Tag.

editorial.facts

  • Die Wurzeln des Contourings liegen im 16. Jahrhundert – nicht im Schminktäschchen. Schauspieler nutzten damals Kreide, Asche und Russ, um ihre Gesichtszüge unter Kerzenlicht sichtbarer zu machen. Ihr Ziel war nicht Schönheit, sondern Ausdruckskraft. Das Publikum in den hinteren Reihen sollte jede Emotion klar erkennen können.
  • In den 1930er Jahren brachte der berühmte Maskenbildner Max Factor die Technik des Contouring in die Filmwelt. Da grelles Studiolicht Gesichter optisch „plattdrückte“, entwickelte er Schattierungs- und Highlighting-Techniken, die den Stars wieder mehr Tiefe verliehen. 1945 veröffentlichte er die erste offizielle Anleitung, der Vorläufer dessen, was wir heute als modernes Contouring kennen.
  • Heute geht die Technik weit über Wangen und Nase hinaus. Es gibt Body-Contouring für Dekolleté und Bauch, Hair-Contouring durch gezielte Farbreflexe sowie Lip-Contouring für optisch vollere Lippen – und das alles ohne invasive Eingriffe. Mit Licht und Schatten lassen sich Körperpartien betonen, harmonisieren oder sogar optisch verändern.