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Arnika

10 Power-Tricks der gelben Wunderblume

Arnika vereint alpine Tradition und moderne Pflege: Die goldgelbe Blüte wird seit jeher zur Unterstützung bei kleinen Verletzungen und Verspannungen sowie zur Regeneration von Haut und Muskeln eingesetzt. Als Salbe, Gel oder Tinktur ist sie besonders bei aktiven Menschen und Beauty-Interessierten beliebt. Wie könnte Arnika Ihre Pflegeroutine sinnvoll ergänzen?
  • Kaufen Sie nur geprüfte Produkte

Erwerben Sie Arnika-Präparate bevorzugt in Apotheken oder von vertrauenswürdigen Herstellern. Wild gesammelte Arnika ist in vielen Regionen geschützt und darf nicht entnommen werden.

  • Nicht in natürlicher Form innerlich anwenden

Arnika darf nicht roh eingenommen werden. In höheren Konzentrationen können Inhaltsstoffe wie Helenalin gesundheitsschädlich sein und sogar Herzrhythmusstörungen verursachen. Innerlich wird Arnika deshalb nur homöopathisch in Form von stark verdünnten Globuli, Tabletten oder Tropfen genutzt.

  • Nicht auf offene Wunden auftragen

Arnika kann auf offenen Wunden starke Reizungen hervorrufen. Verwenden Sie sie deshalb nur bei geschlossenen Verletzungen wie Prellungen oder Blutergüssen. Wenn Sie Arnika erstmals verwenden, testen Sie die Verträglichkeit zuvor an einer kleinen Hautstelle.

  • Allergierisiko beachten

Menschen mit einer Korbblütler-Allergie (z. B. auf Kamille oder Ringelblume) können auf Arnika mit Rötungen, Juckreiz oder Ekzemen reagieren. Achten Sie daher besonders bei empfindlicher Haut auf erste Anzeichen einer Unverträglichkeit.

  • Tinkturen immer verdünnen

Arnika-Tinkturen können hautreizend sein. Verdünnen Sie sie deshalb vor der Anwendung unbedingt mit Wasser (je nach Anwendungsfall empfohlenes Mischverhältnis 1:5 bis 1:10). Unverdünnte Tinkturen sollten nur punktuell und sparsam verwendet werden, beispielsweise bei Insektenstichen.

  • Praktischer Aufguss gegen Entzündungen

Für eine beruhigende Kompresse übergiessen Sie einen Esslöffel getrocknete Arnikablüten mit 100 Millilitern heissem Wasser, lassen den Sud zehn Minuten ziehen und abkühlen. Tränken Sie ein Tuch damit und legen Sie es als Wickel auf die betroffene Stelle.

  • Eigenes Arnikaöl herstellen

Für die Herstellung eines pflegenden Öls geben Sie 8 g getrocknete Arnikablüten in 100 ml Olivenöl. Lassen Sie die Mischung eine Woche lang ziehen, seihen Sie diese anschliessend ab und füllen Sie das Öl in eine dunkle Glasflasche um. Das Öl eignet sich zur sanften Massage bei Muskelverspannungen.

  • Gel für Stichreaktionen, Salbe für Blutergüsse

Arnika-Gel wirkt kühlend und eignet sich gut bei Insektenstichen, um Rötungen, Quaddeln und Juckreiz zu lindern. Arnika-Salbe mit ihrer dickeren Konsistenz fördert die Durchblutung und ist oft besser bei Prellungen und Blutergüssen geeignet.

  • Anwendungshäufigkeit bei Salben und Gelen

Arnika-Salben und -Gele können bei Muskelverspannungen, Gelenkschmerzen oder Verstauchungen bis zu dreimal täglich aufgetragen und sanft einmassiert werden. Beachten Sie die Produktangaben und hören Sie auf, wenn Hautreizungen auftreten.

  • Verdünnte Mundspülungen nur kurz verwenden

Zur Linderung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann eine stark verdünnte Tinktur (Mischverhältnis etwa 1:10) mehrmals täglich zum Ausspülen genutzt werden. Schlucken Sie die Lösung nicht. Bei anhaltenden Beschwerden konsultieren Sie bitte Ihren Zahnarzt oder Arzt.

editorial.facts

  • Arnika ist eine gebirgstypische Korbblütler-Pflanze, die im Sommer Bergwiesen in ein intensives Gelb taucht und deshalb leicht zu erkennen ist.
  • Ihre Wirkung beruht auf verschiedenen Inhaltsstoffen: Flavonoide schützen die Gefässe und haben antioxidative Effekte, Gerbstoffe wirken antiseptisch und wundheilend, ätherische Öle haben eine entzündungshemmende Wirkung, Helenalin ist ein wirksames Sesquiterpenlacton gegen Keime und Cholin fördert die Durchblutung.
  • Neben ihrer medizinischen Bedeutung hat Arnika auch eine lange kulturelle Tradition: So wurden Arnikasträusse in Volksbräuchen zum Schutz der Felder verwendet (Johanni) und historische Autoren wie Hildegard von Bingen beschrieben ihr mystisches bzw. wirkungsstarkes Image.