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Senf

10 überraschende Tipps für den perfekten Senfgenuss

Senf ist weit mehr als nur eine scharfe Würze für Würstchen und Sandwiches: Er enthält wertvolle Inhaltsstoffe, die traditionell für ihre positiven Effekte auf die Gesundheit und die Haut bekannt sind. Ob als natürlicher Immun-Booster, Stoffwechsel-Anreger oder in der Pflege – Senf erlebt derzeit ein Comeback als wahres Multitalent. Doch welche Geheimnisse stecken hinter dieser vielseitigen Pflanze und wie können Sie sie für sich entdecken?
  • Unterschiedliche Senfsamen für verschiedene Wirkungen

Zu Heilzwecken werden sowohl schwarze als auch weisse Senfsamen verwendet. Die schwarzen Senfsamen sind dabei kräftiger und wirken intensiver, die weissen sind milder. Wählen Sie je nach Anwendung und Empfindlichkeit die passenden Samen aus.

  • Senffussbad zur Linderung bei Erkältungen

Ein Senffussbad mit 10 bis 30 Gramm schwarzem Senfmehl in etwa 38 °C warmem Wasser kann bei Erkältungen unterstützend wirken. Tauchen Sie Ihre Füsse bis zur halben Wade ein, lassen Sie das Fussbad 7 bis 15 Minuten wirken und spülen Sie es anschliessend ab. Reiben Sie Ihre Füsse anschliessend mit Olivenöl ein und ruhen Sie sich warm eingepackt aus.

  • Senfmehlkompresse bei Atemwegserkrankungen

Eine Kompresse aus 10 bis 30 g Senfmehl, das in warmem Wasser eingeweicht und anschliessend auf den Brustkorb aufgelegt wird, kann die Atemwege bei Bronchitis oder Lungenentzündung wohltuend entlasten. Beachten Sie dabei eine Anwendungsdauer von ein bis zehn Minuten, je nach Verträglichkeit.

  • Sicherer Umgang mit Senfmehlkompressen

Empfindliche Hautpartien wie Achselhöhlen oder Brustwarzen sollten vor der Anwendung mit Vaseline geschützt werden, da die Senfmehlkompresse sonst unangenehme Reizungen verursachen kann. Beobachten Sie die Haut während der Anwendung genau und brechen Sie die Behandlung bei starkem Brennen ab.

  • Senfwickel für gezielte Wärmeanwendung

Wie bei der Kompresse wird frisches Senfmehl mit warmem Wasser zu einer dicken Paste vermischt und auf ein Leinentuch gestrichen. Zwischen Paste und Haut legen Sie eine Stofflage, die das Hautbrennen abmildert. Beginnen Sie mit einer Anwendungsdauer von drei Minuten und steigern Sie diese schrittweise bis maximal zehn Minuten.

  • Abgeschwächte Wirkung durch Getreidemehl

Wenn Sie die Wirkung der Senfwickel milder gestalten möchten, ersetzen Sie ein Drittel des Senfmehls durch Getreidemehl. So lässt sich die Anwendung auch bei sensibler Haut besser vertragen.

  • Schutz der Augen und Hände bei der Anwendung von Senfmehl

Um Reizungen zu verhindern, sollten Sie bei der Zubereitung und Anwendung von Senfmehl vermeiden, sich ins Gesicht oder an die Augen zu fassen. Ein grosser Vorteil des Senffussbads: Decken Sie Ihre Beine und Füsse mit einem Handtuch ab, damit die aufsteigenden Dämpfe nicht in die Augen gelangen.

  • Nach der Anwendung mit Senfmehl gut pflegen

Waschen Sie die behandelte Haut nach der Anwendung von Senfwickeln oder -kompressen gründlich mit lauwarmem Wasser ab und cremen Sie diese anschliessend mit einer milden Lotion oder Olivenöl ein. Danach sollten Sie eine Ruhephase von mindestens 30 Minuten einhalten.

  • Innere Anwendung von Senf bei Verdauungsproblemen

Ein Teelöffel Senfpaste nach den Mahlzeiten kann den Appetit anregen, die Verdauung fördern und bei Sodbrennen Linderung verschaffen – auch in der Schwangerschaft. Beachten Sie jedoch, dass Sie bei anhaltenden Beschwerden stets einen Arzt konsultieren sollten.

  • Senfpflaster und Senfpräparate aus der Apotheke

Neben den eigenen Hausmitteln sind im Handel auch fertige Senfpflaster, Cremes und Salben erhältlich. Beachten Sie bei deren Anwendung bitte stets die Packungsbeilage.

editorial.facts

  • Für die Herstellung von Senf werden Senfkörner zunächst gereinigt und dann gemahlen. Danach werden sie mit Flüssigkeiten wie Wasser, Essig oder Weisswein zu einer Paste verarbeitet. Eine schonende Verarbeitung bei unter 50 °C bewahrt die wertvollen Aromastoffe.
  • Durch verschiedene Zusätze wie Honig, Meerrettich oder Cayennepfeffer erhalten die verschiedenen Senfarten schliesslich ihr individuelles Geschmacksprofil – von mild-süss bis feurig-scharf ist alles möglich.
  • Senf ist reich an Vitaminen (zum Beispiel B1, B3 und E) und Mineralien (wie Magnesium und Eisen). Er unterstützt den Körper, stärkt das Nervensystem und kann sich positiv auf Herz und Muskeln auswirken.