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Menstruation

10 Tipps, um die „roten Tage” leichter zu überstehen

Die Menstruation begleitet viele Menschen jeden Monat und beeinflusst ihre Energie, Stimmung und ihren Alltag. Mit kleinen Gewohnheiten, gezielten Entspannungsübungen und praktischen Kniffen lassen sich unangenehme Phasen oft mildern. Diese Einblicke helfen dabei, die Woche bewusster und selbstbestimmter zu gestalten. Welche kleinen Veränderungen würden Sie ausprobieren?
  • Praktische Vorbereitung für unterwegs

Halten Sie ein Perioden-Kit mit Ersatzmenstruationsprodukten, Schmerzmitteln, Ersatzunterwäsche und Feuchttüchern bereit. Das reduziert Stress im Alltag und verhindert unangenehme Überraschungen, wenn die Blutung unterwegs einsetzt.

  • Hygienelösungen fürs Training und Schwimmen

Für Sport und Wassersport eignen sich spezielle Periodenunterwäsche oder geeignete Bademode, damit Sie sich sicher und komfortabel bewegen können. Probieren Sie verschiedene Produkte aus, um die Passform und das Feuchtigkeitsmanagement zu finden, die zu Ihrer Aktivität passen.

  • Selbstfürsorge und Schlaf priorisieren

Gönnen Sie sich während der Menstruation bewusst Pausen, warme Bäder, sanfte Massagen und ausreichend Schlaf, denn Ihr Körper ist in dieser Zeit regenerationsbedürftig. Solche Rituale können Stress senken und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

  • Wärme gezielt einsetzen

Eine Wärmflasche auf dem Unterbauch oder ein warmes Bad entspannen die Gebärmuttermuskulatur, fördern die Durchblutung und reduzieren Krämpfe spürbar. Probieren Sie 15-20 Minuten Wärme aus, bei Bedarf mehrfach täglich. Achten Sie dabei auf eine angenehme Temperatur, damit Ihre Haut nicht gereizt wird.

  • Entspannungstechniken regelmässig üben

Yoga, gezielte Atemübungen oder kurze Meditationen helfen, Stress zu reduzieren und damit oft auch Menstruationsbeschwerden zu mildern. Integrieren Sie einfache Sequenzen (z. B. sanfte Vorbeugen oder tiefe Bauchatmung) in Ihren Alltag – vor oder während der Blutung.

  • Bewegung anpassen, nicht verzichten

Leichte Aktivitäten wie Spaziergänge, Schwimmen, Pilates oder sanftes Yoga fördern die Durchblutung und setzen Endorphine frei, die Schmerzen lindern. Passen Sie Intensität und Dauer der Aktivitäten an Ihr Wohlbefinden an und reduzieren Sie die Belastung bei stärkeren Beschwerden.

  • Ernährung bewusst anpassen

Reduzieren Sie den Konsum von Koffein, Alkohol und stark zuckerhaltigen Lebensmitteln, da diese Blähungen und Stimmungsschwankungen verstärken können. Setzen Sie stattdessen auf komplexe Kohlenhydrate, frisches Obst und Gemüse, um Ihre Energie stabil zu halten und Ihre Beschwerden zu verringern.

  • Nutzen Sie magnesiumreiche Lebensmittel

Nüsse, Samen und dunkelgrünes Blattgemüse sind gute Magnesiumlieferanten und können Krämpfe und Muskelverspannungen lindern. Integrieren Sie beispielsweise eine Handvoll Mandeln oder etwas Spinat in Ihre Mahlzeiten, besonders in den Tagen vor und während der Blutung.

  • Eisenhaushalt beobachten

Bei starken Blutungen besteht ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel. Achten Sie auf eisenreiche Lebensmittel (Fleisch, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse) und lassen Sie bei anhaltender Erschöpfung oder Blässe Ihren Eisenwert ärztlich kontrollieren. Gegebenenfalls empfiehlt sich eine Ergänzung mit Eisen plus Vitamin C.

  • Schmerzmittel und blutungshemmende Medikamente richtig einsetzen

Nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen) lindern Schmerzen und können den Blutverlust reduzieren. Acetylsalicylsäure (ASS) ist bei starker Blutung nicht zu empfehlen, da sie blutverdünnend wirkt. Tranexamsäure kann bei sehr starken Blutungen helfen, muss aber zeitlich begrenzt und unter Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen (u. a. ein erhöhtes Thromboserisiko) angewendet werden.

editorial.facts

  • Die Menstruation bezeichnet die monatliche Blutung aus der Gebärmutter bei geschlechtsreifen Mädchen und Frauen. Im Alltag wird sie auch als „Periode“ oder „die Tage“ bezeichnet. Sie gehört zum zyklischen Ablauf, der im Durchschnitt etwa alle 28 Tage stattfindet, aber individuell stark schwanken kann.
  • Typischerweise gehen während einer Periode 30-80 ml Blut verloren. Wird diese Menge überschritten, spricht man von einer stark erhöhten Blutung.
  • Über ein Leben gerechnet erlebt eine Frau grob 500 Menstruationszyklen, was kumulativ fast sieben Jahre mit Blutungsphasen entspricht.
  • Ungewöhnlich starke Blutungen betreffen etwa jede fünfte Frau. In rund 60 % dieser Fälle lässt sich keine eindeutige Ursache finden, weshalb bei belastenden Symptomen eine gynäkologische Abklärung sinnvoll ist.