Bürsten Sie das Fell regelmässig – abgestimmt auf den Felltyp Ihres Hundes
Wie oft Sie bürsten müssen, hängt stark vom Fell ab. Langhaarige Hunde wie Collies oder Golden Retriever benötigen tägliche bis zweitägliche Pflege, während Kurzhaarhunde oft ein Bürsten alle ein bis zwei Wochen brauchen. Durch das Entfernen loser Haare verhindern Sie Juckreiz, Verfilzungen, versteckte Grassamen und Hautinfektionen. Verwenden Sie geeignete Bürsten oder Unterwollstriegel – idealerweise solche, die auch dichtes Fell durchdringen.
Schneiden Sie störende oder zu lange Haare vorsichtig zurück
Zu lange Haare an Augen, Pfoten oder Ohren beeinträchtigen nicht nur den Komfort Ihres Hundes, sondern fördern auch Reizungen und das Festsetzen von Schmutz. Schneiden Sie nur dann selbst, wenn Ihr Hund ruhig liegt, und verwenden Sie eine sichere, abgerundete Schere. Haare im Ohrinneren sollten ausschliesslich Profis entfernen, da dies den Luftaustausch verbessert, aber leicht verletzt werden kann. Für Anfänger gibt es ergonomische Pfotenscheren, die das Risiko reduzieren.
Kürzen Sie die Krallen, bevor sie Schmerzen verursachen
Ein typisches Zeichen zu langer Krallen ist ein klickendes Geräusch auf dem Boden. Bleiben die Krallen zu lang, drücken sie sich beim Laufen schmerzhaft ins Krallenbett – langfristig drohen Gelenkschäden. Nutzen Sie eine Krallenzange, welche die Kralle schneidet, nicht quetscht. Arbeiten Sie millimeterweise, besonders wenn das „Leben" (der durchblutete Teil) sehr weit nach vorne reicht. Alternativ können Sie mit einer groben Feile arbeiten – sie gilt als besonders sicher.
Prüfen Sie bei jeder Fellpflege die Haut Ihres Hundes gründlich
Fahren Sie mit den Fingern durch das Fell und achten Sie auf Knötchen, Krusten, Rötungen, kleine Wunden, kahle Stellen oder schwarzen „Pfeffer", der auf Parasiten hindeuten kann. Das Aufteilen des Fells hilft, Hautveränderungen früh zu erkennen. Allergien sind bei Hunden weit verbreitet – je früher Sie Veränderungen bemerken, desto schneller kann ein Tierarzt helfen. Hautberuhigende Pflegeprodukte können Irritationen zusätzlich lindern.
Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam und positiv an alle Pflegeroutinen
Viele Hunde brauchen Zeit, um Pflege zu akzeptieren. Machen Sie es Ihrem Tier leicht: eine Malzpaste auf der Badewanne oder Fliesenwand lenkt ab, während Sie bürsten oder baden. Arbeiten Sie mit kurzen Einheiten, viel Lob und einer rutschfesten Badematte. So wird Pflege vom Stressfaktor zum Wohlfühlmoment – besonders wichtig für Welpen.
Kontrollieren Sie Ohren regelmässig – und reinigen Sie diese nur mit geeigneten Lösungen
Ein gesundes Ohr riecht neutral und ist trocken. Achten Sie auf Rötungen, starken Geruch, vermehrtes Kratzen oder Kopfschütteln. Ohrreiniger werden ins Ohr geträufelt und anschliessend sanft einmassiert, damit sich Schmutz lösen kann. Wattestäbchen sind tabu – sie drücken Schmutz tiefer hinein und können Verletzungen verursachen.
Baden Sie Ihren Hund nur bei wirklicher Notwendigkeit – und immer mit pH-gerechtem Hundeshampoo
Hunde müssen viel seltener gebadet werden, als viele denken. In der Regel reichen einige Monate aus, denn zu häufiges Baden entzieht der Haut die natürlichen Öle und kann sie austrocknen. Nutzen Sie ausschliesslich pH-neutrale, seifenfreie Hundeshampoos, welche die Hautbarriere schützen und rückfettend wirken. Befeuchten Sie das Fell komplett mit angenehm warmem Wasser, massieren Sie das Shampoo sanft ein und achten Sie darauf, Augen und Ohren auszusparen. Spülen Sie gründlich aus, bis keine Rückstände mehr vorhanden sind, und trocknen Sie Ihren Hund anschliessend entweder an der Luft oder vorsichtig mit Handtuch oder Föhn auf niedrigster Stufe. Qualitativ hochwertige Hundeshampoos sorgen nicht nur für Sauberkeit, sondern unterstützen auch die Hautgesundheit.
Pflegen Sie Pfoten, Ballen und Zwischenräume regelmässig
Pfoten sind täglich starken Belastungen ausgesetzt, sei es durch steinige Wege, Hitze, Kälte oder Streusalz. Kontrollieren Sie daher häufig, ob Risse, Reizungen oder Fremdkörper vorhanden sind, und achten Sie darauf, dass die Haare zwischen den Ballen nicht zu lang werden, da sie Schmutz, Eis oder Salz festhalten und Entzündungen begünstigen können. Eine sorgfältige Reinigung nach Spaziergängen und das Eincremen mit einem schützenden Pfotenbalsam halten die Ballenhaut geschmeidig und stärken die natürliche Barriere. Besonders im Winter ist eine intensivere Pflege sinnvoll, um Austrocknung und schmerzhafte Risse zu verhindern.
Reinigen Sie die Augen sanft und beachten Sie Hinweise auf Reizungen
Viele Hunde neigen zu tränenden Augen, besonders kleine Rassen. Tränenflüssigkeit kann das Fell verfärben oder Krusten bilden. Nutzen Sie milde Augenreinigungslösungen, um Tränenstein vorzubeugen. Achten Sie auf Warnsignale wie starkes Blinzeln, Eiterausfluss, Lichtempfindlichkeit oder trübe Augen – das erfordert tierärztliche Abklärung.
Achten Sie auf eine konsequente Zahnpflege
Zahnprobleme gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Hunden, da sich aus Futterresten schnell Plaque und später Zahnstein bildet. Putzen Sie die Zähne Ihres Hundes deshalb mehrmals pro Woche mit einer Hundezahnbürste oder einem Fingerling sowie einer speziellen Hundezahnpasta, die beim Abschlucken unbedenklich ist und enzymatisch wirkt. Ergänzend helfen Kauspielzeuge und Zahnpflege-Snacks dabei, Ablagerungen mechanisch zu entfernen und die Speichelproduktion anzuregen, was die natürliche Selbstreinigung unterstützt. Regelmässige Zahnpflege verhindert Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen und schmerzhafte Schäden – und trägt entscheidend dazu bei, die Lebensqualität Ihres Hundes langfristig zu erhalten.


