Harmlosere Auslöser erkennen
Nicht jedes schnelle Schlagen ist gefährlich: Angst, freudige Erregung oder körperliche Anstrengung können ganz normal Herzrasen auslösen. Es fühlt sich oft wie starkes Herzklopfen an und kann bis in den Hals spürbar sein. Wenn ein klarer Auslöser vorliegt und die Episode rasch abklingt, ist das meist unbedenklich.
Regelmässig den Puls kontrollieren
Messen Sie Ihre Pulswerte regelmässig, zum Beispiel mit einem Blutdruckmessgerät, um einen dauerhaft erhöhten Herzschlag frühzeitig zu erkennen. Notieren Sie Datum, Uhrzeit und Wert – das hilft später bei Gesprächen mit Ärzten.
Sofortmassnahme: Hinsetzen und bewusst atmen
Tritt Herzrasen durch Stress oder Angst auf, setzen Sie sich ruhig hin und atmen Sie bewusst tief ein und aus. Ruhiges Atmen kann die Symptomatik oft rasch mildern und verschafft Ihnen Zeit, um über weitere Massnahmen nachzudenken.
Kaltes, kohlensäurehaltiges Getränk und Aufstossen
Trinken Sie schnell ein kaltes, kohlensäurehaltiges Getränk und stossen Sie anschliessend auf. Der dadurch kurzfristig erhöhte Druck im Brustraum kann ähnlich wie das Valsalva-Manöver wirken und das Herz beruhigen.
Karotissinus-Massage (vorsichtig anwenden)
Massieren Sie den Karotissinus an der Stelle, wo man den Halsschlag spürt, leicht mit Zeige- und Mittelfinger. Die Stimulation kann die Herzfrequenz senken. Da dabei auch der Blutdruck sinken kann, sollten Sie diese Technik nur im Liegen oder Sitzen durchführen und nicht bei bekannten Gefässverengungen im Hals anwenden.
Valsalva-Manöver Schritt für Schritt
Halten Sie die Nase zu, schliessen Sie den Mund und pressen Sie, als wollten Sie ausatmen, ohne Luft entweichen zu lassen – und das mehrere Sekunden lang. Durch den Anstieg des Drucks im Brustkorb kann sich die Herzfrequenz vorübergehend verlangsamen. Üben Sie das Manöver vorsichtig und nur, wenn Sie sich dabei sicher fühlen.
Langfristig: Stressabbau einplanen
Regelmässiger Stressabbau reduziert die Wahrscheinlichkeit von stressbedingten Episoden. Praktische Methoden sind Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Autogenes Training – suchen Sie sich eine Technik, die Sie dauerhaft in Ihren Alltag integrieren können.
Vermeiden Sie Koffein und Nikotin bei häufigen Episoden
Leiden Sie öfter unter Herzrasen, verzichten Sie auf Kaffee, koffeinhaltige Getränke und Zigaretten. Koffein und Nikotin steigern den Herzschlag und den Blutdruck und können Episoden begünstigen. Beobachten Sie, ob sich die Häufigkeit oder Schwere der Episoden nach dem Verzicht verringert.
Senken Sie die Körpertemperatur bei akuten Episoden
Kühlen Sie das Gesicht, um den Puls zu verlangsamen. Tauchen Sie das Gesicht bei angehaltenem Atem für einige Sekunden in sehr kaltes Wasser oder spritzen Sie sich kaltes Wasser ins Gesicht. Je niedriger die Körpertemperatur, desto langsamer schlägt das Herz – diese Massnahme kann akute Situationen lindern.
Rufen Sie den Notarzt, wenn das Herzrasen nicht von selbst verschwindet oder die empfohlenen Sofortmassnahmen nicht helfen, insbesondere bei Atemnot, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust, starken Brustschmerzen oder ausgeprägter Angst. In solchen Fällen kann eine schnelle medizinische Versorgung lebenswichtig sein.


