Ermitteln Sie Ihren individuellen Bedarf
Die empfohlene Tagesmenge variiert: Männer benötigen ca. 10-11 mg, Frauen im gebärfähigen Alter 15-16 mg und nach den Wechseljahren 10-14 mg. Schwangere benötigen deutlich mehr (ca. 27-30 mg), Stillende etwa 16-20 mg und Kinder je nach Alter ca. 8-15 mg.
Nutzen Sie gut aufnehmbares Eisen aus tierischen Quellen
Tierisches Eisen wird besonders effizient verwertet. Praktische Beispiele sind: Schweineleber, Kalbsleber, Rinderleber sowie Rind-, Lamm- und Wildfleisch.
Ergänzen Sie mit pflanzlichen Eisenlieferanten
Eisenreiche pflanzliche Quellen sind beispielsweise Kürbiskerne, Sesam, Sojabohnen, Linsen und Spinat. Kombinieren Sie verschiedene Quellen, um die Gesamtzufuhr zu erhöhen.
Setzen Sie auf eisenreiche Getreideprodukte und Sauerteigbrot
Weizenkleie, Amaranth, Quinoa, Hirse, Haferflocken, Dinkel und Buchweizen sind gute Getreidequellen, ebenso Sauerteigbrot, das sich ideal zum Frühstück oder als Beilage eignet.
Trockenobst und Beeren als praktischer Zusatz
Getrocknete Aprikosen, Datteln, Feigen und Apfelringe sowie Johannis-, Holunder-, Brom- und Heidelbeeren eignen sich als Snacks oder im Müsli zur zusätzlichen Eisenzufuhr.
Nutzen Sie frisch zubereitete Säfte sinnvoll
Säfte aus schwarzen oder roten Johannisbeeren, Mango, Brombeeren oder Himbeeren liefern Eisen und lassen sich gut kombinieren. Bei leichtem Mangel können fertige pflanzliche Saftmischungen („Pflanzenblut”) aus der Apotheke oder Drogerie unterstützend wirken.
Vitamin C und andere Nährstoffe fördern die Verwertung
Nehmen Sie zu eisenreichen Mahlzeiten Vitamin C zu sich, um die Aufnahme von pflanzlichem Eisen zu erhöhen. Auch die Vitamine B6, B9 und B12 sowie eine ausreichende Kupferzufuhr sind wichtig für die Eisenverwertung.
Vermeiden Sie zur Mahlzeit bekannte Hemmstoffe
Einige Lebensmittel und Getränke reduzieren die Eisenaufnahme: Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, schwarzer Tee, Kaffee, Mangold, Rhabarber und Rotwein. Achten Sie deshalb darauf, diese nicht gleichzeitig mit eisenreichen Speisen zu kombinieren.
Falls Supplemente nötig sind: Chelatierte Formen bevorzugen
Chelatierte Eisenpräparate (z. B. Eisen-Bisglycinat) gelten als verträglicher und verursachen weniger Verluste im Magen-Dünndarm-Trakt. Wählen Sie Präparate und Dosis nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt aus.
Empfehlung bei Supplementen: Oft wird eine Einnahme 15 Minuten vor dem Frühstück empfohlen, um die Aufnahme zu verbessern. Folgen Sie stets den Anweisungen der Fachperson und den Produktinformationen.